aleviten

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Ja sirin

Ich muss dazu sagen wie eben schon angemerkt, das es mir mit allen weiteren Religionen keinerlei probleme bereitet, es ist eher die Tatsache, das Muslime eine sehr extreme Einstellung zu ihrer Religion haben (ich unterstreiche, die die ich hier in frankreich kennengelernt habe)

ich fand es letztens leider sehr lustig, als ein Algerier meinen Gott beleidigt hatte.
Daraufhin meinte ich, macht es dir Spass deinen Gott zu beleidigen, wir haben doch den Gleichen, er antwortet mir das ich bloss aufpassen soll, denn Allah sei einzigartig.
Na natürlich ist Allah einzigartig, es gibt ja nur einen.
Mit dem jüdischen Volk ist das zum beispiel kein problem, Yahweh ist Yahweh, fertig aus.

Man soll sich nicht wundern, das so viele Mensche eine schlechte Meinung ûber den Islam haben, bei so vielen Idioten die durch die gegend rennen!
 
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Merhaba

danke nomaam, danke dass du speziell für diese Aufklärung hierher reinspaziert bist. es tät dem Verständnis erleichtern, wenn man nur in etwa aber immerhin etwas Deine Position kennen würde: Bist Du selbst Alevit und bist Du Mann oder Frau (denn die Sichtweise bei solchen Bewertungen geht auch oft vom Sichtspunkt aus :wink: ? und bist Du eher jung oder her alt, es ist zwar nicht wichtig, hilft aber auch den Anderen besser zu verstehen, es zu wissen!)

wie steht denn das Alevitum zum Atheismus, zur Philosophie, und zu anderen Religionen, wie Judentum, aber auch Christentum, auch in seinen nahöstlichen Spezial- und oft alten Formen?

Selâm

Ich bin Atheist, Mann, 29.

Aufgrund verschiedener Gründe hat das Alevitentum keinerlei Bedenken und Vorbehalte anderen Religionsgemeinschaften gegenüber. So was wiederspricht nicht nur ihrer Philosophie, ihrem Gedankengut, es würde dem Grundwesen des Alevitenums wiedersprechen. Ein paar Punkte auf Anhieb (Keine Werbungsabsicht):
Das Alevitentum kennt keine Missionierung. Es versucht gar nicht die Menschen zu sich zu ziehen da alle Menschen gleichwertig sind. Der Mensch und nicht die Religion ist zentral, usw usf. Hierzu siehe die vielen Weisheiten alevitischer Persönlichkeiten. Es ist nie von "dem Aleviten" oder "dem Muslim" die Rede sondern immer vom Menschen. "Der Mensch ist mein Koran. Gott ist im Menschen. Betrachte alle Menschen gleich. Schätzt keinen Menschen gering." Usw usf.
Desweiteren ist für das Alevitenum keines der Bücher mehr wert als das andere. Das alte und neue Testament ist dem Koran gleich. Auch wenn der Koran hauptsächlich zitiert und genutzt wird.

Die Philosophie und Theologie des Alevitenums ist schwierig zu charakterisieren und noch schwieriger in wenigen Sätzen. Hier ist viel Forschungsarbeit nötig, was derzeit auch im Gange zu sein scheint. Das Alevitentum ist in den theologischen und soziologischen Wissenschaften In.
Ein vereinfachter Versuch, aus dem Zoroastrismus die humanistische und ausgleichsfreundliche, aus dem Platonischen die pantheistische Philosophie. Diese bilden im Grunde den markanten Kern der alevitischen Philosophie aus.

Der letzter Teil der Frage wird zu spezifisch, als das der Raum hier ausreichen würde. Insofern sei ich entschuldigt nicht auf alles eingehen zu wollen aber auch nicht zu können. Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und leider nicht Geschichte oder Theologie.

@Sirin
Die Spaltung der Muslime geschah de facto nach der Wahl des ersten Nachfolgers Mohameds Bekir der sich 1. Kalif bezeichnete. Die "Schiiten" und "Sunniten" sind gleichzeitig entstanden. Den richtigeren Islam gibt es nicht. Insbesondere seitdem der 3. Kalif Osman so gut wie alle schriftlichen Überlieferungen aus Zeiten Mohameds vernichten liess. Es sollen aber noch ein paar Fragmente dieser Überlieferungen in schiitischer Hand sein. Angeblich.
 
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@Sirin
Die Spaltung der Muslime geschah de facto nach der Wahl des ersten Nachfolgers Mohameds Bekir der sich 1. Kalif bezeichnete. Die "Schiiten" und "Sunniten" sind gleichzeitig entstanden. Den richtigeren Islam gibt es nicht. Insbesondere seitdem der 3. Kalif Osman so gut wie alle schriftlichen Überlieferungen aus Zeiten Mohameds vernichten liess. Es sollen aber noch ein paar Fragmente dieser Überlieferungen in schiitischer Hand sein. Angeblich.

Nein!
Dem widerspreche ich. Die Spaltung der Muslime in Sunniten und Schiiten erfolgte erst nach dem 4. Kalifen, d.h. nach Ali. Bis dahin waren alle Muslime einer Meinung ... dann ging es auseinander .... Soll der Nachfolger frei gewählt werden (=Sunniten) oder soll er aus der Familie des Propheten stammen (=Schiiten). Wie die Aleviten da hinein passen weiß ich, wie gesagt nicht.
 
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Man soll sich nicht wundern, das so viele Mensche eine schlechte Meinung ûber den Islam haben, bei so vielen Idioten die durch die gegend rennen!

Genau das ist ein Grund warum viele Menschen im Westen eine schlechte Meinung vom Islam haben. Viele Muslime leben nach ihren Traditionen und denken das sei Islam. Leider sind sie nicht in der Lage anders Gläubigen ihren Glauben vernünftig zu erklären (weil sie ihn oft selbst nicht verstehen). Und leider erzeugt Glaube ein gewisses Maß an Radikalität und Extremismus. Bevor Menschen versuchen ihren Glauben zu verbreiten solllten sie zuerst versuchen ihn selbst zu verstehen und danach versuchen ihn in möglichst verständliche Worte zu fassen.
 
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Ich bin Atheist, Mann, 29.

Die Spaltung der Muslime geschah de facto nach der Wahl des ersten Nachfolgers Mohameds Bekir der sich 1. Kalif bezeichnete. Die "Schiiten" und "Sunniten" sind gleichzeitig entstanden. Den richtigeren Islam gibt es nicht. Insbesondere seitdem der 3. Kalif Osman so gut wie alle schriftlichen Überlieferungen aus Zeiten Mohameds vernichten liess. Es sollen aber noch ein paar Fragmente dieser Überlieferungen in schiitischer Hand sein. Angeblich.

Du bist Atheist ... das glaube ich nicht. Warum argumentierst du dann schiitisch ? ..... Uthman ... der 3. Kalif hat die Aufzeichnungen der prophezeiungen Mohammeds in Form des heutigen Qurans aufzeichnen lassen .... du sagst, er hätte die schriftlichen Aufzeichnungen beseitigt und es seien nur einige Fragmente in schiitischer Hand vorhanden .... Merkwürdige Theorie ... die habe ich bis heute noch nie gehört ... muß also schiitischen (oder evtl. alevitischen ????) Ursprungs sein .... (das denke ich nur, weil ich mich mit dem sunnitischen Islam mehr als mit den anderen Strömungen auseinandergesetzt habe)

Woher nimmt nun wer (Sunnite oder Schiite) das Recht über die alles beinhaltende Wahrheit zu verfügen ????? ----- Wie können Muslime ihre Religion gegenüber Andersgläubigen vertreten, wenn sie noch nicht einmal intern eine Lösung (=Wahrheit) gefunden haben ????

(P.S. .... ich will damit nicht behaupten, dass es den Christen besser geht .... )
 
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Nein!
Dem widerspreche ich. Die Spaltung der Muslime in Sunniten und Schiiten erfolgte erst nach dem 4. Kalifen, d.h. nach Ali. Bis dahin waren alle Muslime einer Meinung ... dann ging es auseinander .... Soll der Nachfolger frei gewählt werden (=Sunniten) oder soll er aus der Familie des Propheten stammen (=Schiiten). Wie die Aleviten da hinein passen weiß ich, wie gesagt nicht.

Du bist Atheist ... das glaube ich nicht. Warum argumentierst du dann schiitisch ? ..... Uthman ... der 3. Kalif hat die Aufzeichnungen der prophezeiungen Mohammeds in Form des heutigen Qurans aufzeichnen lassen .... du sagst, er hätte die schriftlichen Aufzeichnungen beseitigt und es seien nur einige Fragmente in schiitischer Hand vorhanden .... Merkwürdige Theorie ... die habe ich bis heute noch nie gehört ... muß also schiitischen (oder evtl. alevitischen ????) Ursprungs sein .... (das denke ich nur, weil ich mich mit dem sunnitischen Islam mehr als mit den anderen Strömungen auseinandergesetzt habe)

Woher nimmt nun wer (Sunnite oder Schiite) das Recht über die alles beinhaltende Wahrheit zu verfügen ????? ----- Wie können Muslime ihre Religion gegenüber Andersgläubigen vertreten, wenn sie noch nicht einmal intern eine Lösung (=Wahrheit) gefunden haben ????

(P.S. .... ich will damit nicht behaupten, dass es den Christen besser geht .... )


Die Wahl des 1. Kalifen brachte die erste Stufe der Spaltung hervor. Knapp die Hälfte der damaligen Muslime sahen in Ali den rechtmäßigen Nachfolger, ihrer Meinung nach hätte Mohamed kurz vor seinem Tode Ali zum Nachfolger ernannt. Ali beschwichtigte und die Umma sollte geschlossen stehen.
Die nächste Stufe der Abspaltung verlief dann mit dem Wahl des 3. Kalifen Osman und seiner Version des Koran (heute gültigen, witzigerweise haben Schiiten den Osman Koran Jahrhundertelang abgelehnt und heute ist dieser ebenfalls einzig wahr). Auch der 3. Kalif wurde von vielen Anhängern Alis nicht anerkannt.
Der Mord an Osman und die lasche Handhabung Alis die vermutlichen Mörder zu stellen stellten die vorletzte Stufe der Spaltung (zu beachten, so einige Muslime der damaligen Zeit sahen in Ali den wahren Strippenzieher des Mordes an Osman). Vollzogen wurde die Spaltung dann mit dem Mord an Ali.

Weitere Punkte, die für die Konflikte und Spaltungen innerhalb der Umma (muslimische Gemeinschaft) sprechen sind bspw. die Schlacht zwischen den Truppen Alis und Ayses (jüngste Frau von Mohamed), die Schlacht zwischen dem nachfolgenden 5. Kalifen und Ali. Diese Liste ist durchweg fortsetzbar.

Der angebliche Frieden während der Herrschaft der ersten vier Kalifen ist geschichtshistorisch Propaganda oder Marketing gewesen und wirkt im Bewußtsein der Sunniten bis heute nach. Nicht zu vergessen, Ali gab sich nicht den Titel Kalif. Diesen Titel hat nicht Mohamed oder sonstwer auf die Welt gebracht sondern der 1. Kalif Bekir.

Desweiteren ist es eine zu vereinfachte aber heutzutage gängige Art die Urunterschiede zwischen den Schiiten und Sunniten auf den Wahlmechanismus zurückzuführen (wobei du hier schon den Zwist noch während der ersten "vier" Kalifenzeit bestätigst, also nicht nur Friede, Freude, eitel Sonnenschein).
Nicht zu vergessen, die Mehrheit der Muslime haben ab dem 5. Kalifen den Kalifentitel mit dem Hause der Ummayaden, später den Abbasiden und danach den Osmanen erblich gemacht, das was Schiiten zu Zeiten Alis vorgeworfen wurde. Die schriftliche und "endgültige" orthodoxe Ausprägung der vier Rechtsschulen entstand erst, politisch motiviert, Generationen später.

Ich möchte hier betonen, dass meine Intention nicht theologischer sondern historischer Natur ist. Dies könnte die Unterschiede zwischen deinem Wissen und meinem erklären. Das, was in einer normalen Moschee gelehrt wird, ist theologisches Wissen oder Glauben. Diese müssen geschichtshistorisch nicht verifizierbar sein. Wenn dem so wäre, müsste bspw. Jesus Christus aus der Bibel und David aus der Thora gestrichen werden. Es gibt keine liberal atheistische Meinung über Religionen und ich nehme auch keine Partei für die Schiiten, jedoch ist die Philosophie und die Weltsicht der Aleviten meinem Denken und Leben weit näher als die schiitische oder sunnitische oder wenn es einen christlichen Vergleich geben soll die katholische.
 
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In allererster Linie, musst du wissen, das der Alevitmus sehr lange verboten war, erst Attatürk erlaubte damals die Cem-Häuser.
Cem-Häuser sind die Gebetshäuser der Aleviten, das Gebet findet Donnerstags statt und Männer und Frauen beten dort zusammen und nicht getrennt wie in einer Moschee.
Dort tragen die Frauen Kopftücher aber du hast Recht, Sie moderner eingestellt und halten nur wenig vom Islam.

Dies ist auf Hz. Ali zurückzuführen
Hz. Ali ist Mohammeds Cousin. Mohammed hat ihn erzogen. Er ist der erste Mensch, der den Islam als Religion anerkannt hat. Er ist auch der Schwiegersohn des Propheten, somit der Fortführer der Prophetenfamilie, des Ehlibeyit.
Hz. Ali, der erste Moslem, hat lebenslang für den Islam gearbeitet. Er wurde niemals mit einer Kriegsniederlage konfrontiert, denn er verfügte über eine „übermenschliche“ Kriegskraft.

Mohammed wollte, dass nach seinem Tod Ali Kalif werden sollte. Niemand widersprach dem Propheten. Aber kurz nach dem Tod des Propheten hatten die Götzendiener den Wunsch des Propheten missachtet und den Kalifen gewählt. Während Ali sich um die Beerdigung des Propheten kümmerte, wählten diese Machtbesessenen Götzendiener den Kalifen.

Ali wurde später endlich zum Kalifen gewählt, aber die Tyrannen gönnten Ali sein verdientes Kalifat auf gar keinem Fall. Ali war damit beschäftigt, die Fehler der Kalifen zu wiedergutmachen. Ali versuchte den veränderten Islam wieder in seine eigentliche unveränderte Form zu bringen. Währendessen planten die Tyrannen Alis Tod. Am 24. Januar 661 tötete Ibn Mülcem Ali mit einem giftigen Messer.

Seitdem sind die Anhänger Alis, die Aleviten nicht gern gesehn, wegen den verschiedensten Dingen.
Es wurden Ihnen die schlimmsten Dinge nachgesagt, und das wird es immer noch.
Soviele Massaker haben schon stattgefunden, eines der Schlimmsten ist das Progrom in Sivas 1993, das solltest du dir durchlesen
Hätte man Ali nicht ermordet, gäbe es meiner meinung nach den Dschihad und die ganze Scheisse nicht, denn ALi wollte den islam modernisieren und das sahen die anderen nicht gerne.

Ich selber trage ein Zülfikar um den Hals, das Säbel Alis, das das Zeichen des Alevitmus ist.

Es gibt zahlreiche Seiten dazu im netz, du solltest dich einfach mal informieren, achtung, die Kultur ist sehr reich und es dauert etwas bis du alles vertieft hast, aber ich stehe zu dieser Religion (bzw Philosophie) und finde sie beeindruckend!

Das ist meine schwester und ich bin urstolz..:mrgreen: :mrgreen:
 
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Der alevitische Dichter Aşık Daimi (1932-1983) drückte diesen Glauben in seinem Gedicht so aus:


Ich bin der Spiegel des Universiums


Denn ich bin ein Mensch.

Ich bin der Ozean der Wahrheit

Denn ich bin ein Mensch.


Der Mensch und die Wahrheit sind Eins

Was du suchst, findest du im Menschen

Der Mensch besteht aus Erkenntnissen

Denn ich bin ein Mensch.


Ich könnte die Thora schreiben

Die Bibel könnte ich in Verse fassen

Den verborgenen Gehalt des Koran erfühle ich

Denn ich bin ein Mensch.


Ich, Daimi bin ein Trümmerhaufen

Ich bin die Erde unter den Füßen

Ich bin ein Instrument, durch dessen Klang Gottes Liebe auftönt.

Denn ich bin ein Mensch.

wie christen an die auferstehung von jesus glauben, so glauben aleviten an mehdi...
Mehdi ist der letzte Imam, der von Aleviten als Retter verehrt werden.
Aleviten trösten die zu Gott gehenden „Seelen“ und die Hinterbliebenen aus dem Glauben heraus, dass das Sterben lediglich den Körper betrifft, nicht aber die Seele. Da die „von Ego, Angst und Besitzgeist gereinigte“ Seele unschuldig von Gott geschaffen ist, wird sich nach einer angemessenen Zeit wieder mit einem neuen Menschenkörper vereinigen. Aus dieser Perspektive heraus, betrachtet man das Sterben als einen Übergang in eine neue Lebensphase.İch sehe viele vergleiche zu anderen religionen.
Vom alevitischen Glaubensverständnis heraus gibt es keinen gewollten Märtyrerstatus, also kein Sterben für den Glauben. Aleviten nennen nur solche Persönlichkeiten Märtyrer, die ermordet wurden, weil sie sich zum Alevitentum bekannten und sich für die Wahrheit aussprachen. Der Selbstmord auf einen angeblichen „Gottesweg“ auf Kosten anderer Menschenseelen gilt bei Aleviten als Ungehorsamkeit gegenüber Gott und als schwerste Sünde.


gruss selcuk
 
AW: aleviten

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[FONT=Verdana,Tahoma,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif][SIZE=-2] Den Anhang 1869 betrachten[/SIZE][/FONT]


[FONT=Verdana,Tahoma,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif][SIZE=-2][/SIZE][/FONT]
[FONT=Verdana,Tahoma,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif][SIZE=-2]· ALI (599-661 n. Chr.), Beiname Haydar = Löwe (auch genannt als Allahs Löwe),
geboren in Mekka, gestorben in Kufa/ Irak. Er ist Cousin, Adoptivsohn und Schwiegersohn des Propheten. Von den Zwölfen war er als einziger auch Kalif (656-661).
· HASAN (624-670),
in Medina geboren und in Medina gestorben, hielt sich mit seinem Vater fünf Jahre im Irak auf; politisch unbedeutend; er war erster Sohn Alis.
· HÜSEYIN (626-680),
in Medina geboren und in Kerbela/ Irak als Märtyrer gestorben, er war mit seinem Vater fünf Jahre im Irak, lebte dann in Medina; der Versuch, mit Hilfe der Kufaner 680 das Kalifat zu ergreifen, scheiterte, weil diese ihn wieder fallen ließen; in seiner medinensischen Zeit war er politisch überhaupt nicht aktiv; er ist der zweite Alisohn.
· ALI ZEYNELABIDIN ( = Zierde der Beter), 658/9-713/4,
geboren in Medina, war mit Hüseyin und Ali drei Jahre im Irak, dann in Medina, überlebte das Massaker zu Kerbela als einziger (?) männlicher Sproß Hüseyins, zog sich danach in Medina völlig zurück und ging der Politik absolut aus dem Weg, starb in Medina.
· MUHAMMED BAKIR ( = der Öffner), 676/7-713/4,
als Sohn Zeynelabidins in Medina geboren und in Medina gestorben. Er wagte sich etwas mehr in die Öffentlichkeit und ist bedeutend als Aufzeichner von Hadith (Taten und Aussprüche des Propheten), die damals in Büchern schriftlich fixiert wurden und für die dogmatisch- politische Entwicklung des realen Islam und für die Begründung häretischer Strömungen enorm bedeutend wurden. Von der Politik hielt sich Imam Bakir fern.
· ALI CAFER SADIK ( = Cafer der Wahrhaftige), 702-765,
Bakirs Sohn, in Medina geboren und gestorben, wirkte öffentlich als Hadithaufzeichner, Rechtsexperte und Naturwissenschaftler; war am Sturz der Ommayaden durch die Abbasiden (selbst Haschemiten) überhaupt nicht beteiligt; er ist Begründer der sogenannten caferitisch- schiitischen Rechtsschule, die für der >>orthodoxen<< Zwölferschiiten und für die Ismaeliten bedeutsam ist, nicht jedoch für die Aleviten.
· MUHAMMED MUSA KASIM (vom Ort Kasimain bei Bagdad, oder; der Gleichmütige), 745/6-799,
in Medina geboren als Sadiks Sohn, wegen Unerbietigkeit gegen den abbasidischen Kalif als >>Schutzhäftling<< nach Irak gebracht, verstarb in Kasimain; theoretisch und politisch unbedeutend.
· ALI- RIZA (Ali der Zufriedene), 765-818,
Sohn des Imam Musa Kasim, geboren in Medina, und in Tus/ Nordostiran gestorben, lehnte das Kalifatsamt ab; theoretisch und politisch unbedeutend.
· MUHAMMED TAKI ( = der Gottesfürchtige), 811-835,
Sohn des Ali-Riza, geboren in Medina (?) und gestorben in Bagdad/ Irak; theoretisch und politisch unbedeutend.
· ALI NAKI ( = der Reine), 828-868,
geboren in Medina (?) oder Irak als Sohn Takis, gestorben in der damaligen Kalifresidenzstadt Samarra/ Irak. Theoretisch und politisch unbedeutend.
· HASAN ASKARI (von Askar = Militärstadt, was ein anderer Name für die Kalifatstadt Samarra war), 846-873,
geboren in Medina (?) oder Irak als Nakis Sohn, verstorben in Samarra; theoretisch und politisch unbedeutend.
· MUHAMMED MEHDI (= der Erlöser), geboren 869
in Samarra als einziger Sohn Askaris; trat mit fünf Jahren in die kleine Verborgenheit, das heißt, er war nur noch für einen ausgewählten, kleinen Kreis zu sprechen; trat 940/41 in die Große Verborgenheit, das heißt, er war für niemand zu sprechen und gab keine Anweisungen mehr, er war also für die Realität verschwunden, obgleich er noch existierend gedacht wurde. Zu seiner Lebzeit war er theoretisch und politisch unbedeutend, aber er hat einen hohen dogmatischen Rang im Zwölferschiismus, da seine Wiederkehr am Ende der Zeiten erwartet wird, damit er die ungerechten, despotischen Regimes vernichte und ein Reich der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Überflusses errichte.“
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Den Anhang 1870 betrachten
 
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