An einem Punkt treffen sich aber die verschiedenen Lager: der Staat macht es per se nicht richtig. Entweder weil er links-grün "durchsifft ist" (ist die gängige Redeweise für Weltoffenheit), oder weil er als Obrigkeitsstaat die Diskriminierungspraxis im Blut hat. Der dritte Weg, demokratischer Rechtsstaat fällt unter Lügenpresse.
Als interessierte Öffentlichkeit interessiert mich schon, wer welche Straftat begeht. Harald B. (32), Murat K. (49) usw. ist allerdings ausreichend bei Ladendiebstahl oder Raubüberfall. Mich interessiert nicht, ob Harald evangelisch und Murat ein Sunnit ist, aber wohl, ob sie verheiratet sind und Kinder haben, wenn sie eine Frau vergewaltigt oder ein Kind mißhandelt haben sollten. So wie mich interessiert, ob ein Dealer selbst von seiner Droge abhängig oder einfach nur skrupellos ist. Es kommt immer auf den Tatbestand. Wenn einer mit einer MG in die Kirche rennt, um sich schießt und das große Erschaffungsprinzip feiert, möchte ich schon wissen, welcher Konfession er angehört, um mir ein Bild zu machen.
Es ist nicht immer einfach für den Journalisten und die Pressesprecher. Das haben sie mit der Polizei, dem Richter und dem gesamten Rechtsstaat gemeinsam: das Recht , also das, was geht und was nicht geht, jeden Tag neu herauszufinden.