AW: Ausweisung aus der Türkei nach Deutschland
Sowas ähnliches gibt es auch in Deutschland für türkischstämmmige Menschen, die in die Türkei zurückwollen. Da gibt es zwar bestimmte Bedingungen und das Geld wird nur für einen bestimmten Zeitraum bezahlt, aber ein Startkapital für ein Leben in der "alten" Heimat bekommt man vom deutschen Staat auch.
Habe mich vor Jahren mal dahingehend informiert aber wie das jetzt genau war, kann ich nicht mehr wiedergeben.
Meines wissens gab es dies in Deutschland in den 1980ern, wo auch einst extrem viele zurück sind.
Aber heute, 2011?
Die zweite Frage wäre wie jeder Einzelne das "Geld" oder "Startkapital" drüben verwenden will? Auf jeden Fall nicht um wieder auf dem Acker mit dem Traktor rumzufahren, weil dann macht man sich auch bei den Einheimischen unbeliebt, wenn man als Europa Rückkehrer auf dem Acker wieder schaffen will.
Man muss andere Wege gehen, immerhin ist man dann ein Rückkehrer.
Gäbe es diese Hilfe immer noch, würden deutlich mehr Türken in die Türkei gehen, irgendwas muss sich da geändert haben.
Meine Großeltern sind einst in die Türkei zurück, die Eltern planen es derzeit.
Die Großeltern kommen auch gar nicht mehr nach Deutschland, nicht mal zum Bayram, sie wollen immer, dass wir kommen, nach dem Motto "die kleinen kommen zu den Großen"
Sehnsucht haben die irgendwie auch nie, wenn die uns nach XYZ Monaten sehen gibt es zwar herzliche Begrüßung, aber eine ganz gelassene und ruhige gleichzeitig.
Holland scheint fleißig die Türken in die Türkei zurück schicken zu wollen, bei den afrikanischen Ausländern geht das nicht so leicht, ist viel schwieriger.
Aber beim Türken, gib ihm Taschengeld und er wird schon den Weg in die Türkei finden, wichtig ist nur wo man sich da unten niederlassen will.
Damit haben auch die MEISTEN Probleme.
Und das Problem gilt es NICHT zu unterschätzen.
Das Land besteht aus 4 Meeren, ab Edirne bis Hatay runter beträgt die Meeresküste über 1.200km, hinzu kommt das Marmara Meer und die über 1.100km lange Schwarzmeerküste.
An schönen Orten mangelt es nicht, sich niederlassen ist da sehr schwer, egal ob es sich beim Türken um einen Thrakier, Mittelmeerkopf, Schwarmeerbewohner oder einen Ägäis Kopf handelt.
Die Türken die aus Ostanatolien kommen (Kurden inklusive) haben es schwieriger, für die sind die Meeresregionen noch mehr fremd als einen der familiär aus einer Meeresküste kommt.
Die Ostanatolier kennen überwiegend nur Antalya, manche haben zwar ein Ferienhaus bei Didim oder Kusadasi aber auch da sind die dem Gebiet trotz allem extrem fremd, ganz anders als ein Deutschtürke der aus ein Aydin oder Izmir kommt, der von Dikili bis Didim alles kennt.
Das größte Problem direkt nach der finanziellen Notwendigkeit ist das Auffinden und Aufsuchen eines optimalen Ortes um sich niederlassen zu können.
Eine türkische Familie aus Thrakien (aus Tekirdag kommen die) hier ist derzeit dabei in Rente zu gehen und will sich ernsthaft als Rückkehrziel für ISTANBUL entscheiden und da schreit natürlich die Familie auf, weil warum gerade Istanbul,
riesen Stadt, stress, lärm, teuer, wo es doch das ruhigere, schöne Thrakien gibt.
Deswegen scheitert auch bei vielen eine Rückkehr, man kann sich nicht für ein Ort entscheiden, wird man am Meer glücklich oder in Anatolien, die einen fliehen vor Orten weg mit Massentourismus und wo viele Touristen sind, andere das Gegenteil.
Die meisten ruhigen Orte am Meer gibts wohl am Schwarzmeer.
Oder die MUGLA Provinz.
Mugla hält sich erfolgreich versteckt.
Vermutlich auch die nördliche Ägäis ab Aliaga aufwärts.
Die Zeit wird kommen, wo Deutsche auch in Mersin, Mugla oder Izmir einziehen werden an deren Meeresküsten entlang, die Deutschen werden nicht nur um Antalya bleiben.