Behinderte Kinder an Regelschulen - Ja oder Nein?

nordish 2.0

Well-Known Member
leider ja.
normalerweise wird erwartet, dass sie eh nichts können und mit self-fullfilling prophecy klappts dann auch mit dem Ausgrenzen :)
Ja, klar.
Die meisten Kinder mit Down-Syndrom könnten studieren, wenn man sie nur liesse....
Deine Ansichten sind mMn manchmal echt völlig daneben....
Du meinst nicht, dass sich Menschen mit diesen Kindern beschäftigen, die Ahnung davon haben, wozu ein Kind in der Lage ist und wozu nicht? Menschen, die sich genau das zur Aufgabe gemacht haben? Menschen in Behinderteneinrichtungen, die völlig frei von Vorurteilen sind?

Ich behaupte nicht, dass es nicht auch Kinder mit Down-Syndrom gibt, die dazu in der Lage sind evtl. auch ein Abitur zu machen, oder gar zu studieren.
Leider ist dies aber die Ausnahme, ob es nun in deine Weltsicht passt oder nicht. Und das hat nichts mit Stigmatisierung zu tun.... Und auch nichts mit selbsterfüllenden Prophezeiungen.
 

eruvaer

Well-Known Member
Ja, klar.
Die meisten Kinder mit Down-Syndrom könnten studieren, wenn man sie nur liesse....
Deine Ansichten sind mMn manchmal echt völlig daneben....
Du meinst nicht, dass sich Menschen mit diesen Kindern beschäftigen, die Ahnung davon haben, wozu ein Kind in der Lage ist und wozu nicht? Menschen, die sich genau das zur Aufgabe gemacht haben? Menschen in Behinderteneinrichtungen, die völlig frei von Vorurteilen sind?

Ich behaupte nicht, dass es nicht auch Kinder mit Down-Syndrom gibt, die dazu in der Lage sind evtl. auch ein Abitur zu machen, oder gar zu studieren.
Leider ist dies aber die Ausnahme, ob es nun in deine Weltsicht passt oder nicht. Und das hat nichts mit Stigmatisierung zu tun.... Und auch nichts mit selbsterfüllenden Prophezeiungen.
nein..nicht "wenn man sie nur liesse"...nicht mal die meisten Kinder ohne Down-Syndrom machen Abitur. ;)
ob es nicht viel mehr könnten oder nicht sei noch mal dahingestellt.
Förderung ist das Zauberwort. nicht von vornerein sagen "dein Papa ist Hauptschule, deine Mama ist Hauptschule, dein Bruder ist Hauptschule, du bist auch Hauptschule." - nicht von vornerein sagen "Menschen mit Down-Syndrom können eben genau nur so wenig und nicht mehr."
das kannst du gern auch daneben finden, was ich da finde, dennoch ist es wissenschaftlich....nein schon rein logisch einleuchtend und könnte jeder um sich rum überall beobachten, dass wem Grenzen von Anfang an als naturgegebenes Maximum hingestellt werden auch nur maximal nach diesen niedrigen Grenzen streben und nicht weiter.
sei es meinetwegen die Frau, die halt nicht die Waschmaschine anschliessen kann, weils eben nur ne Frau ist, die es einfach schon gar nicht erst versucht, weil es immer wieder so suggeriert wird und darin bestärkt wird es nicht zu versuchen, weil mittlerweile andere es schon viel öfter gemacht haben und daher besser koennen...

meinst du wirklich, dass Menschen, die sich mich Behinderten auseinandersetzen alle völlig unvoreingenommen von den klassischen Erfahrungswerten auf jeden Behidnerten neu eingehen und tagtäglich die Kraft und Zeit haben jedes einzelne dieser Kinder individuell zu fördern?
das klappt nicht mal bei den nichtbehinderten Kindern.
jeder wird in das Schulsystem gepackt in dem man nach Schwierigkeitsstufe 4-0 noch leichte Unterschiede an Erwartungen zu erfüllen hat. - wer in Kunst richtig gut und in Mathe richtig schlecht ist, ist eben schlecht.

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hatten wir auch schon mal irgendwo eine ähnliche Diskussion.
auch da verwies ich auf das skandinavische Schulsystem, wo alle zusammen in einer Klasse hocken. die die in einem Fach gut sind vertiefen ihr Können/Wissen, indem sie denen, die in diesem hinterherhinken helfen.
das halt ich auch sozial gesehen für ein sehr vernünftiges Konzept, da man lernt trotz ..grade wegen der Unterschiede miteinander aus zu kommen und dass jeder irgendwo Hilfe benötigt.

auf das deutsche Schulsystem nicht derart aufzupressen, also wird es behinderten Kindern in Deutschland auch nicht viel bringen auf eine Regelschule zu gehen, wenn sie nicht die dementsprechenden Noten vorweisen können, die sie gar nicht erst erlangen, weil sie von vornerein schon in eine gesonderte Betreuung gelangen....nicht umsonst hatte mein Beispielkind auch die Förderung durch ihre Eltern (ich meine es war in GB, wo Heimunterricht ja durchaus nicht abwegig ist) erfahren, wo sie individuell und intensiv möglich war.
 

nordish 2.0

Well-Known Member
Hä, du widerspricht dir doch grad selbst (meinem Verständnis von dem von dir geschriebenen nach zumindest... verbessere mich, wenn cih falsch liege).
Kinder mit Down-Syndrom brauchen eine besondere Förderung, richtig? Diese wird ihnen so nie in einer Regelschule zuteil kommen können, wie in einer sog. Sonderschule.
 

nordish 2.0

Well-Known Member
Die Aussage hinter diesem Bild ist sicherlich richtig, leider ist es praktisch nicht umsetzbar....
Dann bräuchten wir in jeder Klasse einen Sonderpädagogen für ADHS-Kinder, einen für ADS-Kinder, einen für Analphabeten, einen für sozial gestörte Kinder, einen für Kinder mit Lernschwäche, einen für Kinder mit Konzentartionsstörungen... etc. pp....

Viel Spass bei der Umsetzung.
Man kann leider nicht allen Kindern gerecht werden.
Ich würde es mir ja auch wünschen.
 

nordish 2.0

Well-Known Member
auch da verwies ich auf das skandinavische Schulsystem, wo alle zusammen in einer Klasse hocken. die die in einem Fach gut sind vertiefen ihr Können/Wissen, indem sie denen, die in diesem hinterherhinken helfen.
das halt ich auch sozial gesehen für ein sehr vernünftiges Konzept, da man lernt trotz ..grade wegen der Unterschiede miteinander aus zu kommen und dass jeder irgendwo Hilfe benötigt.
Ehrenwert.... Aber in den weiterführenden Schulen speziell auf dem Gymnasium, hat man leider für so etwas keine Zeit.
 

eruvaer

Well-Known Member
Hä, du widerspricht dir doch grad selbst (meinem Verständnis von dem von dir geschriebenen nach zumindest... verbessere mich, wenn cih falsch liege).
Kinder mit Down-Syndrom brauchen eine besondere Förderung, richtig? Diese wird ihnen so nie in einer Regelschule zuteil kommen können, wie in einer sog. Sonderschule.
Jeder benötigt quasi eine individuelle Förderung ;)
das ist das was ich denke, meine, sage und wo ich auch gleichzeitig sage, dass es in der idealen Form (skandinavien ist da schon gut bei) auch in fernerer Zukunft hier nicht umsetzbar sein wird.
 

hilal74

Well-Known Member
Das integrieren von Kindern mit Behinderungen ist derzeit DAS Thema.Viele Schulen haben sich schon darauf eingestellt.Es werden zusätzlich Integrationskräfte eingestellt,Sonderpädagogen und Sozialarbeiter.Inwieweit das funktioniert und man es schafft die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zu integrieren und man Ergebnisse über deren Lernzuwachs bekommt,wird sich erst in ein paar Monaten ,wenn nicht Jahren zeigen.Es ist auf jeden Fall sehr,sehr schwer und fordert allen Beteiligten viel ab.
 

nordish 2.0

Well-Known Member
Ich denke, dass die Inklusion behinderter Kinder kein Problem sein muss, solange es sich nicht um geistig behinderte Kinder handelt.
Körperlich behinderte Kinder, seien es Kinder im Rollstuhl, blinde Kinder, gehörlose Kinder oder Kinder mit anderen körperlichen Behinderungen sollten keine grosses Problem bei ihrer Inklusion darstellen.
Das gilt auch bis zu einem gewissen Grad der geistigen Behinderung z.B. bei Fällen von Autismus.

Ich komme mir ja schon vor wie ein Monster, welches dem geistig behinderten Kind seine Zukunft verbauen will, aber ganz im Gegenteil, ich denke Förder-/ Sonderschulen sind das Beste was geistig behinderten Kindern passieren kann und sollte.
 

alterali

Well-Known Member
Ich wäre da gar nicht so skeptisch.
Die Gesellschaft hat die Schulpflicht verkraftet.
Die Koedukation.
Die gewaltfreie Erziehung.
Heute hat man sogar 'still und heimlich' den jahrgangsübergreifenden Unterricht wiederentdeckt.
Und das Einbeziehen von Behinderten, da hat sich in der Gesellschaft auch schon viel getan.
Auch die Schule wird das verkraften (müssen).
Außerdem geht es nicht um Theorie, sondern um das Nachvollziehen praktischer Beispiele europäischer Länder, einzelner Schulen in Deutschland.
Mal für alle Bedenkenträger: Man kann auch heute noch die Tochter in eine Mädchenschule schicken.

Aber vielleicht mal einen ganz anderen Ansatz:

Wir alle haben doch gelernt, dass es und auch dass es viele Behinderungen, dass es überhaupt viele unterschiedliche Menschen gibt.
Und sie werden auch nicht mehr so ausgegrenzt, wie das früher einmal war. Manches war einfach störend.
Abgesenkte Bordsteine gab es für Autos, auch für Radfahrer, aber doch nicht für Rollstühle.
Jeder weiß heute auch über Down, vielleicht auch über Spastiker Bescheid.
Schizo, Torette, Taub, Blind, Zwergwuchs, Contergan, Glasknochen, MS, abbes Been. ......... etc

Soll Schule nicht Leben lernen, oder doch nur ab Klasse -1 den Prof ausbilden.



Und Inklusion ist meines Erachtens gerade ein Ansatz, früh zu lernen miteinander umzugehen.
 

Skeptiker

Well-Known Member
Ehrenwert.... Aber in den weiterführenden Schulen speziell auf dem Gymnasium, hat man leider für so etwas keine Zeit.

Die skandinavischen Länder sind bei PISA ganz vorn dabei. Scheint doch so, als ob das System funktioniert und behinderte Kinder den Schulunterricht nicht stören.

PISA zeigte ja generell, daß unser Bildungsystem veraltet, ja geradezu antiquiert ist. Ist auch nachvollziehbar! Ein System, welches nach der 4.Klasse die Schüler klassifizieren will, typisch Deutsch^^, kann nur fehlerhaft sein. Ein System, wo über das G8 geheult wird, kann nur minderwertig sein!
 
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