Ja, klar.
Die meisten Kinder mit Down-Syndrom könnten studieren, wenn man sie nur liesse....
Deine Ansichten sind mMn manchmal echt völlig daneben....
Du meinst nicht, dass sich Menschen mit diesen Kindern beschäftigen, die Ahnung davon haben, wozu ein Kind in der Lage ist und wozu nicht? Menschen, die sich genau das zur Aufgabe gemacht haben? Menschen in Behinderteneinrichtungen, die völlig frei von Vorurteilen sind?
Ich behaupte nicht, dass es nicht auch Kinder mit Down-Syndrom gibt, die dazu in der Lage sind evtl. auch ein Abitur zu machen, oder gar zu studieren.
Leider ist dies aber die Ausnahme, ob es nun in deine Weltsicht passt oder nicht. Und das hat nichts mit Stigmatisierung zu tun.... Und auch nichts mit selbsterfüllenden Prophezeiungen.
nein..nicht "wenn man sie nur liesse"...nicht mal die meisten Kinder ohne Down-Syndrom machen Abitur.

ob es nicht viel mehr könnten oder nicht sei noch mal dahingestellt.
Förderung ist das Zauberwort. nicht von vornerein sagen "dein Papa ist Hauptschule, deine Mama ist Hauptschule, dein Bruder ist Hauptschule, du bist auch Hauptschule." - nicht von vornerein sagen "Menschen mit Down-Syndrom können eben genau nur so wenig und nicht mehr."
das kannst du gern auch daneben finden, was ich da finde, dennoch ist es wissenschaftlich....nein schon rein logisch einleuchtend und könnte jeder um sich rum überall beobachten, dass wem Grenzen von Anfang an als naturgegebenes Maximum hingestellt werden auch nur maximal nach diesen niedrigen Grenzen streben und nicht weiter.
sei es meinetwegen die Frau, die halt nicht die Waschmaschine anschliessen kann, weils eben
nur ne Frau ist, die es einfach schon gar nicht erst versucht, weil es immer wieder so suggeriert wird und darin bestärkt wird es nicht zu versuchen, weil mittlerweile andere es schon viel öfter gemacht haben und daher besser koennen...
meinst du wirklich, dass Menschen, die sich mich Behinderten auseinandersetzen alle völlig unvoreingenommen von den klassischen Erfahrungswerten auf jeden Behidnerten neu eingehen und tagtäglich die Kraft und Zeit haben jedes einzelne dieser Kinder individuell zu fördern?
das klappt nicht mal bei den nichtbehinderten Kindern.
jeder wird in das Schulsystem gepackt in dem man nach Schwierigkeitsstufe 4-0 noch leichte Unterschiede an Erwartungen zu erfüllen hat. - wer in Kunst richtig gut und in Mathe richtig schlecht ist, ist eben schlecht.
hatten wir auch schon mal irgendwo eine ähnliche Diskussion.
auch da verwies ich auf das skandinavische Schulsystem, wo alle zusammen in einer Klasse hocken. die die in einem Fach gut sind vertiefen ihr Können/Wissen, indem sie denen, die in diesem hinterherhinken helfen.
das halt ich auch sozial gesehen für ein sehr vernünftiges Konzept, da man lernt trotz ..grade wegen der Unterschiede miteinander aus zu kommen und dass jeder irgendwo Hilfe benötigt.
auf das deutsche Schulsystem nicht derart aufzupressen, also wird es behinderten Kindern in Deutschland auch nicht viel bringen auf eine Regelschule zu gehen, wenn sie nicht die dementsprechenden Noten vorweisen können, die sie gar nicht erst erlangen, weil sie von vornerein schon in eine gesonderte Betreuung gelangen....nicht umsonst hatte mein Beispielkind auch die Förderung durch ihre Eltern (ich meine es war in GB, wo Heimunterricht ja durchaus nicht abwegig ist) erfahren, wo sie individuell und intensiv möglich war.