Bildung:unser höchstes Gut

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Ich kann nur als Mutter eines Erstklässers was dazu beitragen. Vielleicht kannst du ja damit was anfangen.

Heutzutage wird in der ersten Klasse, zumindest hier in BaWü, mit Druckbuchstaben angefangen. Klasse Idee, aber ab dem 2.ten SChuljahr müssen die Kinder dann Schreibschrift lernen. Unsinnig meiner Meinung nach, Druckschrift ist immer leserlicher.

Desweiteren sollen die Kinder so schreiben wie sie das Wort hören. Korrigiert werden darf nicht. Ab der 2.ten Klasse wird dann das "richtige" schreiben gelehrt. Ebenso unsinnig finde ich. Die Erklärungen die dann ab Sommer nötig sind, kann man sich sparen.

Erstklässer "dürfen" keine zusammenhängenden Sätze schreiben. Damit überfordert man sie. Ich kenn mindestens 3 Kinder die richtig heiß drauf sind endlich "richtig" zuschreiben.
Meiner einer hat 1973 in der ersten Klasse, 3 Monate nach Einschulung schon 3 zusammenhängende Sätze in Schreibschrift schreiben müssen. Beweis in Form eines alten Schulheftes vorhanden.

Ich bin für die "strengere" Schulform von früher.

LG Aylin

Den "offenen" Unterricht finde ich auch nicht grade gut.


das ist ja wirklich ein schwachsinn, aylin...
habs beim Lesen kaum geglaubt! Erst unterfordern sie die Kids, vermeiden quasi, daß sie "lernen wollen" und dann kommt die schwere Überforderung...

traurig...
 
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Hallo Anja,
für uns in der KiTa gelten die Erziehungs und Bildungsempfehlungen.
Weiß nicht, interessieren Dich eher Fachlektüre oder die aktuelle Praxis?

Danke Susan!
Für mich ist beides von Interesse...
denn schließlich zeigt sich ja erst in der Praxis, ob die Theorie auch umgesetzt wird und ob sie überhaupt funktioniert...

was ja leider oft nicht der fall zu sein scheint :cry:
 
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Hallo Anja,

vermutlich schramme ich grad ein wenig an Deinem Thema vorbei. Doch bei dem Stichwort "Bildung" fallen mir meine jüngsten Zappings durch diverse TV-Quiz-Sendungen ein. Zuletzt gesehen und gestaunt habe ich beim "Quiz-Taxi" auf Kabel1. Bei den Kandidaten ist alles vertreten, vom Akademiker über Studenten bis zur Hausfrau. Was da zum Teil an Antworten auf Fragen aus dem Allgemeinwissen gegeben wurde, lässt nur einen Schluss zu:
Das ist der Untergang des Abendlandes! ;-)
Meine Vermutung: es wird zu wenig gelesen. Und ich habe das Gefühl, daß die Lust am Lesen nicht unbedingt so gefördert wird, wie es Not täte. Vor allem vielen Kindern fehlen wohl die Vorbilder zuhause.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Ausarbeitung!:idea:

LG
sternmiere

Also so sehr schrammt das nicht am Thema vorbei. Ist ja schließlich realität und ich denke schon, daß daran auch die falsche Art Bildungspolitik und Art der Erziehung und Wissensvermittlung einen Anteil haben...

Und den Eltern daheim, fehlt eben oft die Zeit bei ihrem Arbeitsstreß sich noch um die Bildung der Kinder zu kümmern, die sie ja denken bestmöglich durch die Schule zu bekommen.

Von beiden Seiten also hier und da der eine oder andere Fehler würd ich sagen
 
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Hmm..wo fange ich an? Denke vieles,was gemacht wird, hat natürlich positive Seiten. So habe ich mit der Vorschulklasse ein Sprachprojekt, findet jeden tag über 20 Wochen statt. Als ich letztes Jahr mit dieser gruppe fertig war, konnten die Kinder Wörter buchtabieren ( natürlich nicht korrekte Schreibweise). Doch ich denke, es wird manchmal zuviel verlangt, der Vormittag eines Kindes sollt doch nicht darin bestehen, nach dem Sprachtaining zum Projekt der Natuwissenschaftlichen Bildung, danch schnell im Atellier ein Bild malen und dann das englisch Projekt zu besuchen. Es ist meiner Meinung nach wichtig, die KInder schon gezielt zu fördern, aber sie auch ihre eigentliche Arbeit tun zu lassen: Spielen! dabei lernen die Kinder alles was sie brauchen
 
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da sprichst du was interessantes an, liebe susan...

ich habe auch so eine kleine cousine, die montags zu englisch geht (in der KITA), dienstags zum schwimmen, mittwoch "mal" frei hat, um dann donnerstag frisch und munter beim Judo anzutreten...

was würdest du denn (wenn du könntest) offiziell und bindend für alle ändern?
 
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Hui, verzwickte Frage. Auf jeden Fall ist die Sprache wichtig, nicht nur bei den Migrantenkindern ein Problem, sondern gerade auch bei vielen Kindern, die Deutsch als Muttersprache haben. Doch leider wird immer weniger gesprochen, auch in den familien findet das Abendessen vorm TV statt...Doch sorry, ich schweife ab.
Ich denke Frau Ahnen sollte mal nicht die 2 Jährigen schon mit Rechtsanspruch in die KiTas lassen. Was soll das? Wo bleibt die Familie? Wie soll das Personell gehen, den kleinen Würmern kann mann emotional doch kaum gerecht werden. Ich denke es sollte mehr in die sinnvolle Nachmittagsbetreung von älteren Schülern, gerade ab 12 Jahren getan werden. Da nimmt oftmals der Hort nicht auf, die Ganztagesschulen sind leider oft noch nicht ausgereift( vom Ansatz aber gut). Diese Kinder sitzen auf der Staße und fangen dann an, auf dumme Gedanken zu kommen.. oje, ist ein riesen Thema,
liebe grüße Susan
 
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Meine Vermutung: es wird zu wenig gelesen. Und ich habe das Gefühl, daß die Lust am Lesen nicht unbedingt so gefördert wird, wie es Not täte. Vor allem vielen Kindern fehlen wohl die Vorbilder zuhause.

Das kann ich nur unterschreiben, das Gefühl habe ich auch. Gameboy, Playstation, TV und Kinder-Computer etc. ersetzen kein einziges Buch. Kinder, die von kleinauf mit einem intensiven Medienkonsum aufwachsen, entwickeln bestenfalls - vielleicht, wobei ich auch das stark bezweifle - eine andere Art von Intelligenz. Aber die grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben kommen darüber definitiv zu kurz bzw. die Neugier darauf verkümmert dann auch. Sorry.. das war nur kurz mal dazwischen gesenft. Und was Aylin aus BaWü beschreibt, kann ich aus Schleswig-Holstein nahezu 1:1 bestätigen.
Ziemlicher Quark, zumindest für meine Begriffe.

lg
anouk
 
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Und was Aylin aus BaWü beschreibt, kann ich aus Schleswig-Holstein nahezu 1:1 bestätigen.
Ziemlicher Quark, zumindest für meine Begriffe.

lg
anouk

Tut mir leid, aber dann konnten die Lehrer eurer Kinder das wohl nicht richtig. Mein Erstklässler kann mit dieser Methode weitaus besser lesen und schreiben als wir früher. Und die ersten "Aufsätze" hat er auch schon geschrieben, die normale Rechtschreibung kommt gerade (und zwar problemlos).

Und was die Lust auf Lesen angeht: Da sind meiner Meinung nach eindeutig in allererster Linie die Eltern gefordert, und zwar lange bevor die Kinder in die Schule kommen.

Und ich halte auch den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter-drei-jährige für sinnvoll, vor allem im Hinblick darauf, wie viele Kinder nicht richtig sprechen können, wenn sie in den Kindergarten kommen.
 
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Tut mir leid, aber dann konnten die Lehrer eurer Kinder das wohl nicht richtig. Mein Erstklässler kann mit dieser Methode weitaus besser lesen und schreiben als wir früher. Und die ersten "Aufsätze" hat er auch schon geschrieben, die normale Rechtschreibung kommt gerade (und zwar problemlos).

Was hat das mit den Lehrern zu tun wenn es im Bildungsplan so vorgeschrieben ist?
Ich finde es schwachsinn wenn ein Kind in Lautschrift schreiben soll und man als Eltern dann nicht verbessern darf.
Beispiel: Die, wird mit ie geschrieben, ein Kind schreibt nur Di, weil es das e nicht hört.
Es lernt es dieses Jahr so zu schreiben, muss aber nächstes lernen das da noch ein e drangehört. Und den Sinn dahinter den verstehe ich nicht, und nicht nur ich.
 
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Ich glaube, an diesem Satz von Oscar Wilde ist viel wahres dran:

Bildung ist etwas Wunderbares, aber es ist gut, sich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, dass nichts, was wert ist, gewusst zu werden, gelehrt werden kann.

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