dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

blackcyclist

Gesperrt
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Du musst dich mal mit einem dieser dogmatischen Linken aus Westdeutschland unterhalten. :roll: Inzwischen hat das glücklicherweise nachgelassen, aber in den 70ern gab es hier mehr "K" Gruppen als Telefonzellen. Pispers hat da mal eine gute Nummer drüber gebracht.

Ach so: Die mögen mich übrigens nicht. Denen bin ich zu bürgerlich, eigentlich schon rechts. :lol:

Wer sagt denn, dass ich solche Leute nicht kenne. War immer sehr erheiternd, vor allem wenn man deren Theoriegeschwafel praktisch am eigenen Leib erfahren hatte.
 

Lynx72

Gesperrt
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Sagen wir mal, die linken Teile der Linken, da gibts ja immer noch ein paar Genossen, die der Stasi und der Mauer hinterheulen. Und wer dann davon noch links ist, dem verrutschen schnell mal die Maßstäbe.

Wie man das alte Täterä-Establishment "links" finden kann, ist mir ein Rätsel.
Der Filzlatschen-Erich und seine lila Granate, waren die auch links?
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Wer sagt denn, dass ich solche Leute nicht kenne. War immer sehr erheiternd, vor allem wenn man deren Theoriegeschwafel praktisch am eigenen Leib erfahren hatte.

Boah -aber das Gelaber?! Schwer erträglich. Und wenn du nicht 3 Meter einschlägige Literatur verspeist hattest war eh' zappenduster. Nein danke. Linkssein zum Abgewöhnen.
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Wie man das alte Täterä-Establishment "links" finden kann, ist mir ein Rätsel.
Der Filzlatschen-Erich und seine lila Granate, waren die auch links?

Hat Honecker nicht im Naziknast gesessen, weil er links war?

Man kann sich sicher darüber streiten, wie links die DDR war, aber da sie selbst glaubten, die reine Lehre zu verkörpern und sich an den linken Ikonen zumindest in der Theorie gehalten haben, bleibt es für mich eine linke Diktatur.

So kleinbürgerlich sie am Ende auch war.
 

Lynx72

Gesperrt
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Hat Honecker nicht im Naziknast gesessen, weil er links war?

Man kann sich sicher darüber streiten, wie links die DDR war, aber da sie selbst glaubten, die reine Lehre zu verkörpern und sich an den linken Ikonen zumindest in der Theorie gehalten haben, bleibt es für mich eine linke Diktatur.

So kleinbürgerlich sie am Ende auch war.
Der kleine Erich aus Wiebelskirchen saß bei den Nazis im Knast.
Der Erich, der in den 70er Jahren Ulbricht abgelöst hat, war ein autoritärer Spießer.
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Boah -aber das Gelaber?! Schwer erträglich. Und wenn du nicht 3 Meter einschlägige Literatur verspeist hattest war eh' zappenduster. Nein danke. Linkssein zum Abgewöhnen.

Erinnere mich an einen Standbesuch, war die trotzkistische Gruppierung und ich schaute mir so die Bücher an. Da fiel dem Typen seine Coca-Cola Flasche um. Sage ich: Nicht so schlimm, ist ja nur ein Imperialistengesöff. Der hat sich voll gefreut über meine Anteilnahme.
 

vzd_2.1

Well-Known Member
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

eigenes Thema aufmachen war eine gute Idee

Jeglicher Nationalstolz, sowie das Denken in Ländern und Grenzen führt jeglichen politischen Pluralismus ad-absurdum. Es kann also keinen nationalen Pluralismus geben (Nationalisten, Rechtsradikale, Rassisten und Faschisten). Insofern schließen sich die benannten politischen Strömungen von selber aus und es bedarf keiner aktiven Ausschlußhandlung durch Pluralisten. Wie stellst Du es Dir denn in der Praxis in Deinem pluralistischen Idealzustand denn vor, wenn z.B. türkische Nazis (graue Wölfe), Kurden, Aleviten, Griechen, Sinti- und Romakulturen Tür an Tür mit deutschen Nazis so etwas wie ein Gemeinwesen zustande bringen müßten? Meinst Du, dass wäre dann friedlich-pluralistisch im Sinne von Multi-Kulti?

pluralismus besagt, dass der staat jedwede denkform zulässt und – mit achtung der meinungsfreiheit, versammlungsfreiheit, besonderer schutz politischer parteien – unter ihren besonderen schutz stellt, dennoch dieser grenzen setzen kann in wenigen ausnahmen, wie etwa in deutschland mit den einschlägigen gesetzen zur holocaust-leugnung. ich denke, dass wir uns nicht mit dem wesen des nationalstolzes auseinandersetzen müssen (wobei patriotismus für mich kein herausstechendes merkmal des rechtsextremismus ist), um über pluralismus zu diskutieren. in dem der staat oder das gemeinwesen eine - ihm/ihr missliebig erscheinende - weltanschauung einschränkt, ist er nicht mehr pluralistisch. die ddr als beispiel eines linksextremistischen staates mit totalitären grundzügen war kein pluralistischer staat, wie du selbst ausführst:

Die DDR war keine linksextremistische Staatsform und mir ist auch nicht bekannt, dass die DDR sich jemals als pluralistisch verkaufen wollte oder sich als „links“ bezeichnete. Die DDR verstand sich in erster Linie als sozialistische Volksdemokratie im Sinne eines demokratischen Zentralismus (sozialistisch ist keineswegs oder automatisch = links) und antifaschistisch.

lediglich bei der etikettierung der ddr sind wir uns uneinig: nach den jeweiligen totalitarismus-modellen von friedrich/brzezinsk bzw. graf kielmansegg bzw. ahrendt ist festzustellen, dass die ddr wesentliche merkmale eines linkstotalitäten staatswesens erfüllte.

und ganz nebenbei: die nazi haben das deutsche reich ihrer zeit auch nicht als diktatur, unrechtsstaat oder totalitären staat verkauft.

in der summe bleibt der antipluralismus als kennzeichen von linkem und rechtem extremismus, da beide nur ihre jeweilige weltanschauung unter schutz stellen, fördern, anerkennen.

Wenn keine Staatsform vorliegt, sondern lediglich eine politische Strömung, welche sich an der Kompetenz und den Talenten jedes einzelnen Menschen ausrichtet, dann kommt es keineswegs automatisch zu der Bildung einer Herrschaftsclique, sondern zu einem perfekt funktionierenden Deligiertensystem.
Genauso funktionieren z.B. Wikipedia oder Anonymous.
Es geht immer und immer wieder um einen freiwilligen Zusammenschluß und das Arbeiten an einer Entstehung eines globalen Netzwerkes von Gemeinschaften/Kommunen, basierend auf Kooperation und Respekt gegenüber der Freiheit jedes Einzelnen.
Dabei ist jegliche Form der Unterdrückung abzulehnen und von vorne herein zu vermeiden, indem man Nationalisten, Rechtsradikale, Rassisten, Faschisten und Sexisten unberücksichtigt läßt. Dies bedeutet zusammenfassend die Ablehnung von der Herrschaft eines Menschen über den Anderen (also auch der Herrschaftsanspruch über Flora und Fauna) und jegliche andere Form von Autorität und Hierarchie, die bislang existieren.
Somit wird die Stärkung derer gefördert, die für diese Freiheit kämpfen und somit wird sich ihnen solidarisiert. Es besteht nicht im Geringsten ein Interesse daran, ein Herrschaftssystem durch ein anderes ersetzen zu wollen.

urkommunistische theorien sind ja wunderschön und hübsch, nur leider kamen sie in der praxis nie zur anwendung oder ausführung. was du als "perfekt funktionierendes delegiertensystem" bezeichnest, trug in der ddr den namen "politbüro", "staatsrat" oder "zk". und hinter all diesen etiketten verbarg sich eine clique, die nicht durch den willen des volkes besetzt oder abgesetzt werden konnte. und zudem selten in armut lebte.

festzuhalten bleibt, sowohl linksextremisten wie rechtsextremisten leben eine struktur, die auf eine führerpersönlichkeit (sic!) oder ein herrscherkollektiv ausgerichtet ist, dessen doktrine als befehl interpretiert und befolgt werden.


Die altbekannte Selektions-Geschichte in Sachen Entebbe/Wilfried Böse wurde niemals belegt und dürfte somit als eine einseitige staatliche Darstellung der Vorgänge zu werten sein. Genauso wie der „Selbstmord“ von Grams in Bad Kleinen.
Der von Dir benannte Wikipedia-Artikel beinhaltet keine ernst zu nehmende Quellenangabe zu der Selektionsbehauptung.
Dazu wird lediglich ein Buch von Julian Becker (Hitler’s Children) benannt. Ein Buch, welches bereits im Titel die RAF als die Kinder Hitlers bezeichnet, ist keine seriöse, neutrale Quelle.
Und über die Seriösität von ausgerechnet „Haaretz“ (2. benannte Quelle) muß ich ja wohl nichts sagen!

die "altbekannte selektions-geschichte" wurde von drei überlebenden an eides statt erklärt (zitiert und belegt in grimes, paul: rescuing the entebbe hostages, new york times, 07/30/76, p.51) und selbst in der tv-dokumentation "operation thunderbolt" haben sie dies erklärung an eides statt nochmals angegeben.

selbst die rz hat im nachgang zu entebbe darüber diskutiert, ob man sich mit der aktion nicht doch zu sehr der eltern-generation angepasst habe.

autoren sind selten herren über ihre buchtitel, gerade wenn es um sachtitel geht. da sieht der verlag vor, dass sich das buch verkauft. eine missliebige quelle dann zu diffamieren, nur weil einem der buchtitel nicht gefällt, schränkt die weltsicht ungemein ein.

und wie sehr auch die linke szene der brd in den siebzigern mit dem thema antisemitismus auseinandersetzte, kannst du bei ulrike meinhoff nachlesen. in ihren verschiedenen konkret-beiträgen zeichnet sich auch die geschichtliche entwicklung ab, wie dieser antisemitismus entstand.

PS: Gehörst Du eigentlich zu der Konkret- und Bahamas-Fraktion?

ich war gründungsmitglied der acf.

In der DDR wurde alles, was religiös was, in der zweiten Reihe angesiedelt, da nach der Auffassung des ZK’s Religion Opium fürs Volk ist.
Es gab in der DDR nur wenige Juden. Soweit es sich um Holocaustüberlebende handelte, ist es eine unsachliche Behauptung, daß dieser Umstand in der DDR nur unzureichend gewürdigt wurde.

nein, aus persönlichen gesprächen, einsicht in dokumenten muss ich dir leider sagen, dass dies leider so war. jüdische holocaust-opfer waren in der ddr-wiedergutmachung schlechter gestellt als kommunistische opfer im dritten reich – aus den von dir geschilderten gründen.

Deserteure der verbrecherischen Hitler-Wehrmacht wurden geehrt und entschädigt, in der BRD nicht.
Eine finanzielle Entschädigung der Holocaustopfer lag in erster Linie in der Verantwortung der BRD als Nachfolgesystem nach dem NS Staat, zumal die BRD sich nicht als Antifaschistisch verstand, sondern als antikommunistisch. Und ein sehr großer Teil der Insassen in den KZ’s und Vernichtungslagern waren Kommunisten und sonstige politische Feindbilder der NS-Diktatur (Homosexuelle, Roma- und Sinti usw. usw.). Und zumal nach dem Krieg die Nazis von der BRD in allen wichtigen Positionen nahtlos übernommen wurden.

nun, rosa-winkel-träger wurden in der ddr auch nicht entschädigt, aber das ist nun wieder ein anderes thema.

Das Thema „kollektives Eigentum oder Privateigentum“ ist unter den verschiedenen libertaristischen Strömungen keineswegs das Hauptthema. Das ist schlicht weg falsch.

die wikipediawelt sieht das anders. ich übrigens auch und zitiere: "Libertarismus (lat. Libertas ,Freiheit‘) ist eine politische Philosophie, deren unterschiedliche Strömungen alle vom Prinzip des Selbsteigentums (self-ownership) ausgehen und für eine Abschaffung oder Beschränkung des Staates eintreten. Wie Liberale betonen auch Libertäre, dass jedes Individuum das Recht dazu habe, das zu tun, was immer es möchte, solange dadurch die Freiheit anderer Individuen nicht verletzt werde. Charakteristisch für den extremeren Libertarismus ist, dass er seine politische Philosophie auf der Fundamentalkategorie der Locke’schen Eigentumsrechte begründet."

jetzt können wir beide noch einen ausflug zu locke unternehmen, dafür ist mir aber die zeit heute abend zu fortgeschritten, sieh es mir nach.

Völlig daneben. Ausgerechnet die USA als Paradebeispiel für einen Staat, welcher mit seinen Angriffskriegen und seinem faschistischen Imperialismus seit 1945 die ganze Welt überzieht, haben absolut gar nichts mit irgend einer Form von Libertarismus zu tun.
Die verbrecherische Geschichte der USA begann mit der fast völligen gezielten Ausrottung der Ureinwohner (Indianer). Diese Herrenmenschen-Mentalität setzte sich bis heute fort.

in der herrschenden philosophischen, staatsrechtlichen und politischen meinungen gelten die usa als beispiel für den libertarismus schlechthin. auch dein einwurf bringt mich nicht dazu, mich von dieser sicht der dinge zu verabschieden.

Es gibt keinen rechten Libertarismus! Wer oder was soll denn das konkret sein? Die selbst ernannten Libertaristen vom Schlage der US-Imperialisten?

du brauchst nur in dem zum beleg des linken libertarismus angeführten artikel fünf zeilen nach unten zu scrollen. da kommt dann der rechte libertarismus. (libertarismus, nicht liberalismus!)
 
P

Pit 63

Guest
AW: dem wesen nach: links-/rechtsextremismus

Bei der Frage nach dem Wesen von Links- und Rechtsextremismus würde ich bei dem gemeinsamen Wortteil Extremismus ansetzen.
Solange man sich allerdings nicht über einen bestimmten Inhalt dieses Begriffs einig ist, macht eine Diskussion über die unterschiedliche Bedeutung von Links- oder Rechtsextremismus wenig Sinn. Noch sinnloser wäre dann der Versuch, Links- und Rechtsextremismus einer allgemeingültigen und nachvollziehbaren sozialmoralischen Bewertung zu unterziehen.
 
Top