AW: Der/die richtige
Wenn es beide denken, entscheidet man sich irgendwann für einen gemeinsamen Lebensweg, eine gemeinsame Zukunft.
Das Rosamunde-Pilcher-Denken ist trotzdem immer im Hinterkopf, vor allem im lästigen Alltag, der einem manchmal böse hinterrücks ein Beinchen stellt, oder eben in Krisenzeiten. Dann fragt man sich auch wieder: Ist das echt das Wahre?
Ich glaube nicht, dass es nur einen Richtigen gibt, denn sonst würde er vielleicht in Honolulu leben und man würde sich nie finden. Umso jünger man zusammenkommt (wenn beide sich auch ausgelebt und ausgetobt haben) hat man sicher eher die Chance sich gemeinsam zu entwickeln und in eine ähnliche Richtung. Ich beobachte bei mir, dass ich, umso älter ich werde, kaum mehr daran denken kann, einen anderen Mann als meinen als den Richtigen anzusehen. Wir sind zusammengewachsen. Trotzdem gibt es schwierige Zeiten. Und ich hab das Problem, vermutlich zu jung geheiratet zu haben. Ab und an denke ich dann auch wie du: Ich will leben, ich will raus, ich will Spass, nicht unbedingt wegen Männern, sondern eben einfach mal für mich sein, abtanzen bis der Arzt kommt, keine Schwigereltern und Eltern haben, die Ansprüche stellen und ihre Erwartungen hoch stecken, sondern einfach noch mal 20 sein und in den Tag hinein leben. Aber diese Sehnsüchte kann wohl fast jeder bestätigen. Man muss sich dann auch wieder auf das Besinnen, was man sich versprochen hat. Aber manchmal frage ich mich auch, was wäre wenn...