Ich will hier nur einmal kurz gesagt haben, dass nur wenn Jemand Ängste hat, die vielleicht von der Norm abweichen, nicht unbedingt gleich Angstgestört sind.
Bestehen diese Ängste schon über einem längerem Zeitraum (mindestens 5 Monate) ? Wird die Person selbst UND ihr nahes Umfeld durch diese Angst beeinträchtigt?
Und wenn dem allem so sei ist es wirklich sehr sinnvoll sich an einen Psychotherapeuten zu wenden. Dann kann Jemand, der sich wirklich damit auskennt, sich ein Bild davon machen und anschließend mit dem Patienten gemeinsam weitere Behandlungsschritte besprechen.
Von einer rein medikamentiösen Behandlung wird in der Regel zunächst abgeraten. Diese werden meist nur nach einer (gescheiterten ) behavioristischen Verhaltensbehandlung eingesetzt oder als Stütze während der Behandlung genutzt, um die Angst des Patienten vorübergehend zu mindern. Wie gesagt rein medikamentiös wird eher selten behandelt. Hierbei ist auch bitte zu beachten, dass man die Medikamente nur einnimmt, wenn der behandelne Arzt es empfiehlt! Auf keinen Fall zur Apotheke rennen und sich einfach auf gut Glück ne Packung anti depressiva reinpfeifen!!
Was ich noch anhängen möchte ist, dass psychische Krankheiten in unserer Gesellschaft leider teilweise immer noch tabuthemen sind und um Betroffene oftmals einen großen Bogen gemacht wird mit den Worten: Der war schonmal in der Klapse oder der ist doch geisteskrank! Etc pp.
Jemand mit körperlichen Erkrankungen wie Beispielsweise Krebs oder ähnlichem bekommt im Gegenzug Blumen ans Bett gestellt mit den Worten: Wenn ich noch etwas für dich tun kann brauchst du nur Bescheid zu sagen.
Das ist ein riesen großes Feld wo noch sehr viel Arbeit hineingesteckt werden muss bis ein Großteil unserer Gesellschaft kapiert, dass psychische Erkrankungen nicht ansteckend sind und jeden teilweise von heute auf morgen ereilen kann! Es ist wichtig dass die Gesellschaft lernt mit einer solchen Krankheit genauso gut umgehen zu können wie mit anderen Krankheiten auch...
Und für dich liebe Filiz alles Gute