Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Helene Yenge

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Zuerst einmal möchte ich die ansprechen die auch einen Türkischen Ehepartner/in haben, desgleichen natürlich alle ansichten gefragt sind. Also ich möchte wissen wie der Umgang mit "reinen Deutschen" bzw, "reinen Türkischen" Familien sind. Also ich habe da leider keine so guten Erfahrungen gemacht, wobei ich sagen muss als wir Geheiratet haben war es noch nicht so selbstverständlich wie Gott sei Dank heute. Ich habe damals also 1965 noch etliche dumme Bemerkungen von den lieben Mitmenschen gehört. Z.b. wieviel Matratzen verbraucht ihr oder :hast du keine Angst er würde noch mehr Frauen heiraten. Meine Familie hat immertoll zu uns gestanden. genauso seine Familie. Nur eben mit Freunden oder Nachbarn hatte ich nie Glück. Mich würde die Erfahrungen anderer sehr interessieren .:roll:
 

oxactionbunnyxo

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

ich kann da leider noch nicht mit reden aber ich würde mich für deine Geschichte ein wenig interessieren!! seh du bist neu hier!!

hast du deinen Mann in der Türkei kennen gelernt?? es gibt leider so wenige Happyends :biggrin:
 

Hazal

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

ich kann da leider noch nicht mit reden aber ich würde mich für deine Geschichte ein wenig interessieren!! seh du bist neu hier!!

hast du deinen Mann in der Türkei kennen gelernt?? es gibt leider so wenige Happyends :biggrin:

Das Bunny is allgemein nur auf Askimgeschichten raus, du wirst schon noch sehn :twisted:

Herzlich Willkommen im TT von mir...zum Thema Ehe kann ich nur sagen, verheiratet und leider nicht gut gelaufen!

Hey bunnyyyy: Und neiiiiiiin ich habe ihn nicht aner Bar im Hotel kennengelernt!
 

klassen

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Zuerst einmal möchte ich die ansprechen die auch einen Türkischen Ehepartner/in haben, desgleichen natürlich alle ansichten gefragt sind. Also ich möchte wissen wie der Umgang mit "reinen Deutschen" bzw, "reinen Türkischen" Familien sind. Also ich habe da leider keine so guten Erfahrungen gemacht, wobei ich sagen muss als wir Geheiratet haben war es noch nicht so selbstverständlich wie Gott sei Dank heute. Ich habe damals also 1965 noch etliche dumme Bemerkungen von den lieben Mitmenschen gehört. Z.b. wieviel Matratzen verbraucht ihr oder :hast du keine Angst er würde noch mehr Frauen heiraten. Meine Familie hat immertoll zu uns gestanden. genauso seine Familie. Nur eben mit Freunden oder Nachbarn hatte ich nie Glück. Mich würde die Erfahrungen anderer sehr interessieren .:roll:
sag mir zu erst tante helene,
wer sind diese "reinen Deutschen" ?
uns zweitens sag mir bitte wer diesen "reinen Türkischen" sind?
da nach erzähle ich dir,was du falch gemacht hast....


haben wir uns in kneipe geselschaft kenengelernt?


also raus mit dem scprache.......................
 

Hazal

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

sag mir zu erst tante helene,
wer sind diese "reinen Deutschen" ?
uns zweitens sag mir bitte wer diesen "reinen Türkischen" sind?
da nach erzähle ich dir,was du falch gemacht hast....


haben wir uns in kneipe geselschaft kenengelernt?


also raus mit dem scprache.......................

Wie sie selber geschrieben hat, hat sich die Einstellung der Menschen heute geändert, damals waren Mischehen noch ungern gesehn, bzw galten als absolute Attraktion!

Ich denke das sie mit "rein" meint, keine Mischfamilien, Familien die den "Kulturschock" noch nicht erlebt haben.
Wie in meiner zum Beispiel, wo ich die erste war, die einen "Ausländer" geheiratet hat.
Andere Familien die dies schon durchgemacht haben, hätten es auf jeden Fall anders aufgefasst und akzeptiert....

Ich denke wohl kaum das sie es böse gemeint hat klassen, aber es ist immer ein Unterschied ob es in der Familie schon binationale Ehen gab oder nicht....das stimmt wohl!
 

domovoj

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Zuerst einmal möchte ich die ansprechen die auch einen Türkischen Ehepartner/in haben, desgleichen natürlich alle ansichten gefragt sind. Also ich möchte wissen wie der Umgang mit "reinen Deutschen" bzw, "reinen Türkischen" Familien sind. Also ich habe da leider keine so guten Erfahrungen gemacht, wobei ich sagen muss als wir Geheiratet haben war es noch nicht so selbstverständlich wie Gott sei Dank heute. Ich habe damals also 1965 noch etliche dumme Bemerkungen von den lieben Mitmenschen gehört. Z.b. wieviel Matratzen verbraucht ihr oder :hast du keine Angst er würde noch mehr Frauen heiraten. Meine Familie hat immertoll zu uns gestanden. genauso seine Familie. Nur eben mit Freunden oder Nachbarn hatte ich nie Glück. Mich würde die Erfahrungen anderer sehr interessieren .:roll:


Ich persönlich hatte noch nie Probleme.8) Bei meinem Cousin gab es einmal den Vorfall, dass seine Eltern EIN mal gefragt wurden, wie sie doch zulassen können, dass ihr Sohn deutsche Freundin nimmt. Es war aber ein einziges mal, ansonsten auch er nie Probleme gehabt. Vielleicht haben sich die Zeiten ja geändert.8)
 

Skeptiker

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Um auf Klassens Frage zurück zu kommen:

Vor nicht allzu langer Zeit waren, vor allem in Bayern, Verbindungen zwischen Protestanten und Katholiken nicht gerne gesehen.....ja, nichteinmal wenn jener Partner zwar Katholik war, aber aus einem anderen "Land" kam............


....also was ist rein Deutsch?

Wie jedes zerrissene Volk bleibt uns die Sprache...........


....gehe ich recht in der Annahme das das türkische Volk, so wie es heute existiert, erst durch die Sprache geschaffen wurde und nicht, wie im Falle Deutschlands, durch die Sprache jene Vereinigung zwingend machte?

der Skeptiker
 

Catsili

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Ich empfinde die Worte "rein deutsch" bzw "rein türkisch" nur so, das es noch keine binationalen Verbindungen innerhalb der Familie gibt.

In den letzten Jahrzehnten hat sich schon viel verändert.......

Wenn ich aber an meine Kindheit denke (so Mitte 70er), da reichte "Kontakt" in Form von "miteinander sprechen" schon aus, um blöd angesehen zu werden......

Ich kann mich da an einen Vorfall ganz gut erinnern....ich glaub ich war 11 oder 12 und mußte zur nächsten Realschule mit dem Bus fahren. Es war Anfang des Monats und ich hatte meine neue Monatsmarke nicht in den Ausweis geklebt......Manche Busfahrer haben einen trotzdem durchgewunken, man kannte sich ja......aber ich hatte an dem Nachmittag das Pech an einen zu geraten, der "bockig" war und das Fahrgeld (etwa 1,-DM damals) wollte........ich hatte aber nur 50 Pfennig :-?
Naja und hinter mir in der Schlange stand ein türkischer Mann und der hat dem Busfahrer einfach das fehlende Geld gegeben. Hab mich artig bedankt - und das wars.
Ergebniss war, dass ich einige Tage später zuhause ein rießen Theater hatte.....jemand hatte meiner Großmutter erzählt, ich "treibe" mich mit Türken rum und lasse mich von "denen" aushalten! :icon_eyecrazy:

Damals war das also noch viel heftiger, als heute.......wir hatten zB auf der ganzen Realschule damals nur ein türkisches Mädchen - keine Jungs. Und dt. frauen, die sich mit Türken "rumtrieben" (einen "normalen" Ausdruck gab es dafür wohl nicht) waren das Letzte!

Ich hatte 1989 meinen ersten türk.Freund und obwohl es da schon viel besser war mit dem Akzeptieren, brach meine Oma in Tränen aus, als sie es hörte ....... da kam dann auch schon mal der Spruch "Du kriegst keinen Deutschen mehr??!!" Und mein Vater meinte, ich würd mir meine Hörner schon abstossen und sehen, was ich davon hab.

Bei meinem jetzigen Mann ist die türk. Seite weitaus liberaler, als meine deutsche. Man hat es eben "hingenommen", dass es so ist. Inzwischen kennen sie mich auch gut genug, dass weder drohen noch schimpfen was gebracht hätte.
Klar hab ich es noch auf die Spitze getrieben, als ich anfing, Kopftuch zu tragen Da ging dann nochmal ein Raunen durch die Menge.
In dieser Zeit hat sich dann entgültig die Spreu vom Weizen getrennt und ich weiß, wer - unter allen Umständen - zu mir - zu uns hält, und wer nicht!
"Verbal" angegriffen wurden/werden wir eigentl. nie......das läuft mehr hinter unserem Rücken - wenn überhaupt. Es ist bekannt, dass ich nicht auf die "Gosch" gefallen bin, deswegen übelegt man es sich zweimal, was man mir an den Kopf wirft.:tongue:

Inzwischen gibt es so viele Binationale Paare, dass es doch fast normal ist.

Und das die Familien sich am Anfang noch wehren..... wer wills verübeln, will doch jeder nur das Beste für sein Kind. Zu beweisen, dass eben genau dieser Partner das Beste ist, dass muß das Paar dann selbst tun - wenn sie denn die Stärke und Kraft dazu haben.

Fazit: Unsere Familien haben es respektiert - und was die anderen denken, geht mir ziemlich am A..... vorbei! popcorn

Aber Du, Helene, warst 1965 ne echte "Pionierin", oder? Kann mir sehr gut vorstellen, dass Du da ne harte Zeit hinter dir hast!

LG Catsili
 

schwarze Rose

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Direkt aus eigener Erfahrung kann ich da nichts zu beitragen, aber zu der Zeit, als ich Jugendliche bzw. Heranwachsende war, war meine Familie immer sehr erleichtert, dass meine Freunde Deutsche waren. Mit "Familie" meine ich jetzt Großfamilie, also der ganze Clan.

Eine entfernte Cousine jedoch kam mit einem Türken - da ging ein Erdbeben durch die Familie. Es kamen dann so Sprüche wie:
die sieht doch gar nicht schlecht aus, konnte sie keinen Deutschen haben,
wieso hat sie denn nur einen Türken abgekriegt
und: wenn das man gut geht, der verschleppt sie in die Türkei und die sehen wir nie wieder

Irgendwann glätteten sich die Wogen auch wieder, aber der junge Mann musste sich mehr behaupten und beweisen, um Akzeptanz in der Familie zu erreichen, als die anderen jungen Männer, die die Cousinen anschleppten.
 

Helene Yenge

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AW: Deutsch-Türkische Ehen und die Sichtweise der "anderen"

Zuerst einmal möchte ich Catsili und Hazal danken, sie haben genau das geschrieben was ich mit "rein Deutsch oder rein Türkisch" meinte nämlich Familien in denen sonst keine anderen Nationalitäten vorkommen. Nun zu klassen ich hoffe das du mit dieser erklärung klar kommst was ich meinte. Ausserdem möchte ich noch sagen dass ich meinen Mann nicht in ner Kneipe kennengelernt habe sondern bei der Tanzstunde, wir sahen uns und wußten das wir zusammengehören was Mitlerweile schon 43 Jahre dauert also haben wir nichts "Falschgemacht". Es ging ja auch nur dadrum dass eben zu der damaligen Zeit die Frauen ncihts mit mir zu tun haben wollten weil sie die Sprache nicht beherrschten und ich Ihren "dedekodu " also Klatsch nicht mitmachte. Heute noch höre ich sie kämen nicht zu uns weil sie sich ja nicht mit mir unterhalten könnten (Also Sprachlich) da doe meisten "älteren Jahrgänge" immer noch nicht genug Deutsch können und sie nicht glauben wollen dass ich Türkisch kann, auf jeden fall genug um eine Unterhaltung zu führen. Aber mittlerweile ist mir dass auch egal.Wir leben jetzt ein halbes Jahr hier und ein halbes Jahr in der Türkei. wo ich dann auch meine Tochter und Enkelin sehe die auch dort leben.
 
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