Die fremde Braut

AW: Die fremde Braut

Ich würde nie irgend ein Buch von Kelek lesen,da sie wirklich wie ihr Nachname es schon sagt KELEK ist.

Sie kommt aus einer kurdischen Familie aus Ostanatolien,wo Zwangsheirat
oft vorkommt,da dieser bei den anatolischen Kurden weit verbreitet ist.

Das sagt sie aber lieber nicht,sondern steckt alle Türken in einen Topf.
gerade deswegen sollte man es doch lesen, jülidem...
und ja sie steckt alle in einen topf, ich bin selber keine Kurdin und komm aus einer relativ lockeren familie ( jenachdem wie die oberhäupter gelaunt sind), aber wie schon erwähnt, konnte auch ich meine sippschaft in dem buch wiederfinden..
 
AW: Die fremde Braut

Ich denke nicht, dass sie alle Türken in einen Topf steckt, zumindest kam es bei mir als deutscher Frau nie so an. Aber sie weist, wie viele ihrer Leidensgenossinnen darauf hin, dass es mitten unter uns eine Menge Zwangsehen gibt und dass wir oftmals wegschauen, wenn wir sehen, dass Frauen in unserer Nachbarschaft schlecht behandelt werden, weil wir uns bewusst nicht einmischen. Wir haben als Deutsche immer Angst intolerant zu sein und wollen stets die Traditionen aller Menschen, die hier leben, unangetastet lassen. Viele Behörden schauen weg, obwohl Importbräute jünger sind als die Kinder der zukünftigen Ehemänner. Auch das Thema Ehrenmorde wurde lange Zeit unter den Teppich gekehrt. Keiner denkt, dass alle Türken von diesem Themen betroffen sind, noch sie gutheissen, zum Glück identifiziert sich eine Vielzahl der hier aufgewachsenen Türken, sowie der modernen Türken in der Türkei, eben nicht damit. Aber es ist ein Schicksal, welches die fremde Braut eben hier erlebt hat. Und die Geschichte, als ihre persönliche, können wir nur als Denkanstoß nehmen um nicht die Augen zu verschließen und zunehmend für Frauen da zu sein, die auf Grund eines patriachalischen Rollenverständnisses leiden müssen.

Alles,was den Deutschen fremd ist,davor haben sie Angst und selbstverstaendlich mischen sie sich nicht ein.
Sowas wie ''EHRENMORD'' gibt es eigentlich nicht,dieses Wort müsste man
mit einem anderen ersetzen,denn Mörder haben keine''EHRE''

Deutschland haette schon vor Jahren die Einreise der Importbraeute verbieten sollen,soweit sie minderjaehrig sind,oder kein einziges Wort deutsch sprechen.Jetzt wird wenigstens verlangt,dass sie so in etwa die deutsche
Sprache beherrschen,aber haette vor laengerer Zeit schon so sein müssen.

Niemand weiss so richtig ,wieviel Leid und Schmerz diese Frauen erleben,
jeden Tag. Es gab mal einen Film darüber über die Importbraeute.
40qm hiess der Film.Den sollte man gesehen haben.

Da wird das''Leben'' dieser Frauen einem so richtig aufs Auge gedrückt und
man fragt sich,was wohl falsch gemacht wurde bei beiden Seiten.
D und TR.
 
AW: Die fremde Braut

Ich denke nicht, dass sie alle Türken in einen Topf steckt, zumindest kam es bei mir als deutscher Frau nie so an. Aber sie weist, wie viele ihrer Leidensgenossinnen darauf hin, dass es mitten unter uns eine Menge Zwangsehen gibt und dass wir oftmals wegschauen, wenn wir sehen, dass Frauen in unserer Nachbarschaft schlecht behandelt werden, weil wir uns bewusst nicht einmischen. Wir haben als Deutsche immer Angst intolerant zu sein und wollen stets die Traditionen aller Menschen, die hier leben, unangetastet lassen. Viele Behörden schauen weg, obwohl Importbräute jünger sind als die Kinder der zukünftigen Ehemänner. Auch das Thema Ehrenmorde wurde lange Zeit unter den Teppich gekehrt. Keiner denkt, dass alle Türken von diesem Themen betroffen sind, noch sie gutheissen, zum Glück identifiziert sich eine Vielzahl der hier aufgewachsenen Türken, sowie der modernen Türken in der Türkei, eben nicht damit. Aber es ist ein Schicksal, welches die fremde Braut eben hier erlebt hat. Und die Geschichte, als ihre persönliche, können wir nur als Denkanstoß nehmen um nicht die Augen zu verschließen und zunehmend für Frauen da zu sein, die auf Grund eines patriachalischen Rollenverständnisses leiden müssen.

da gebe ich dir Recht. Aber was sollen wir tun?! In dem Buch werden Anregung zu Gesetzesänderung genannt. OK, die finde ich teilweise auch sinnvoll, da sie diese Frauen schützen.

Aber was können wir Menschen im Alltag tun um den Frauen vielleicht zu helfen?! Uns laufen diese Frauen ja eigentlich nicht über den Weg ?! Sie leben kaum in der Öffentlichkeit und wenn kommen sie mit Deutschen so gut wie garnicht in Kontakt.
 
AW: Die fremde Braut

Eben, das ist das Problem......

Ich denk, hier wird zuviel Verantwortung auf den "Bürger" abgewälzt....

Wenn ein Mann seine Frau auf der Strasse schlägt, greifen bestimmt Menschen ein......aber solche "innerfämilieären" Angelegenheiten, wie Zwangshochzeit, Vergewaltigung ectr......davon muß man erstmal erfahren, um in irgendeiner Weise tätig zu werden!!!

Vllt. machen solche Dinge nichtmal in türk.Kreisen ihre "Runde" (Mundpropaganda), wie soll da der Durchschnitts-Deutsche davon erfahren und helfen?

Zu dem Buch:

Ich habs nicht gelesen, weil mir diese Kelek total unsymphatisch ist.

Empfehle aber dieses Buch:

"AYSE - mich hat keiner gefragt"
Zur Ehe gezwungen, eine Türkin in Deutschland erzählt

Nach meiner Meinung ist das viel reeler, denn "Ayse" wird zwar zwangsverheiratet, fügt sich aber eher wortlos, weil "das eben so ist".
Man widerspricht nicht dem Vater........

Ein tolles Buch! Habs zweimal gelesen und kann es nur weiterempfehlen.....

Übrigens konnte auch Ayse niemand helfen, bis sie soweit war, sich Hilfe zu holen.....

LG Catsili
 
AW: Die fremde Braut

da gebe ich dir Recht. Aber was sollen wir tun?! In dem Buch werden Anregung zu Gesetzesänderung genannt. OK, die finde ich teilweise auch sinnvoll, da sie diese Frauen schützen.

Aber was können wir Menschen im Alltag tun um den Frauen vielleicht zu helfen?! Uns laufen diese Frauen ja eigentlich nicht über den Weg ?! Sie leben kaum in der Öffentlichkeit und wenn kommen sie mit Deutschen so gut wie garnicht in Kontakt.

Ich denke es reicht schon, wenn man die Augen und Ohren offen hält und für Frauen, die Hilfe suchen, auch da ist. Wir in unserem Verein unterstützen gerade diese Frauen, und ich gebe dir recht, sie öffnen sich nicht jedem. Aber viele deutsche Nachbarn schauen auch weg und meiden jeglichen Kontakt. Wenn man Frauen aber anspricht, oder ihnen Hilfe anbietet, wenn sie offensichtlich schlecht behandelt werden, ist das ein erster Schritt. Ich habe vor Jahren angefangen Vereine zu unterstützen, die Frauen in solchen Situationen unterstützen bzw. auch rausholen aus den sog. 40 qm. Heute habe ich mit einer Türkin einen Verein, die selbst eine "Exportbraut" war, sprich mit 14 Jahren in die Türkei aufs Land verheiratet wurde obwohl sie vorher in Deutschland sehr westlich groß geworden ist. Zwangsehe ist eine lebenslange Vergewaltigung, die von den Familien gebilligt wird. Im Rahmen der Familienzusammenführung wurden oftmals angebliche Verwandte nach Deutschland geholt, die eigentlich Importbräute waren. Auch sind die Geburtssurkunden gefälscht worden, was das eigentliche Alter der Frauen anging. Ich denke man wird in Deutschland zunehmend darauf achten. Und das fängt bei uns allen an. Seit ich im Verein sehr aktiv bin, sehe ich auch immer mehr Frauen, die dieses Schicksal erleiden. Es ist kein hochstilisieren und kein negieren der türkischen Gesellschaft, aber es findet doch ständig mitten unter uns statt und wird verharmlost. Und du hast recht, die Menschen hier haben Angst vor Dingen, die ihnen fremd sind und schweigen. Dieses Schweigen muss gebrochen werden, dann bewegen wir uns wohl in die richtige Richtung. Ich hoffe auch sehr darauf, dass die sehr konservativen Muslime sich eines Tages gewollt integrieren und nicht in ihre Parallelgesellschaften abdriften. Aber es ist wohl immer ein großer Wunsch in Friede und Einklang zusammen zu leben. Solange Frauen in diesem Kulturkreis Unrecht angetan wird, bin ich dazu nur in Teilen bereit.
 
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Eben, das ist das Problem......

Ich denk, hier wird zuviel Verantwortung auf den "Bürger" abgewälzt....

Wenn ein Mann seine Frau auf der Strasse schlägt, greifen bestimmt Menschen ein......aber solche "innerfämilieären" Angelegenheiten, wie Zwangshochzeit, Vergewaltigung ectr......davon muß man erstmal erfahren, um in irgendeiner Weise tätig zu werden!!!

Vllt. machen solche Dinge nichtmal in türk.Kreisen ihre "Runde" (Mundpropaganda), wie soll da der Durchschnitts-Deutsche davon erfahren und helfen?

Zu dem Buch:

Ich habs nicht gelesen, weil mir diese Kelek total unsymphatisch ist.

Empfehle aber dieses Buch:

"AYSE - mich hat keiner gefragt"
Zur Ehe gezwungen, eine Türkin in Deutschland erzählt

Nach meiner Meinung ist das viel reeler, denn "Ayse" wird zwar zwangsverheiratet, fügt sich aber eher wortlos, weil "das eben so ist".
Man widerspricht nicht dem Vater........

Ein tolles Buch! Habs zweimal gelesen und kann es nur weiterempfehlen.....

Übrigens konnte auch Ayse niemand helfen, bis sie soweit war, sich Hilfe zu holen.....

LG Catsili

Catsili, das was Du zu dem Buch (Ayse) erzählst, erinnert mich stark an den thread den wir erst vor kurzem hier im Forum diskutierten. Vor allem Dein letzter Satz: ich denke auch dass man grosse Probleme wohl bewältigen kann, aber man muss erst selber innerlich dafür reif sein
 
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Eben, das ist das Problem......

Ich denk, hier wird zuviel Verantwortung auf den "Bürger" abgewälzt....

Wenn ein Mann seine Frau auf der Strasse schlägt, greifen bestimmt Menschen ein......aber solche "innerfämilieären" Angelegenheiten, wie Zwangshochzeit, Vergewaltigung ectr......davon muß man erstmal erfahren, um in irgendeiner Weise tätig zu werden!!!

Vllt. machen solche Dinge nichtmal in türk.Kreisen ihre "Runde" (Mundpropaganda), wie soll da der Durchschnitts-Deutsche davon erfahren und helfen?

Zu dem Buch:

Ich habs nicht gelesen, weil mir diese Kelek total unsymphatisch ist.

Empfehle aber dieses Buch:

"AYSE - mich hat keiner gefragt"
Zur Ehe gezwungen, eine Türkin in Deutschland erzählt

Nach meiner Meinung ist das viel reeler, denn "Ayse" wird zwar zwangsverheiratet, fügt sich aber eher wortlos, weil "das eben so ist".
Man widerspricht nicht dem Vater........

Ein tolles Buch! Habs zweimal gelesen und kann es nur weiterempfehlen.....

Übrigens konnte auch Ayse niemand helfen, bis sie soweit war, sich Hilfe zu holen.....

LG Catsili

ja das habe ich auch gelesen. Fande ich auch gut.

Aber an "die fremde Braut" fande ich eben gut, dass nicht nur die Geschichte erzählt wurde sondern darüber hinaus auch Ursachen (wenn es denn die richtigen sind) Lösungsvorschläge usw. genannt werden.

Es stimmt, schon wie du sagst, selbst in türkischen Kreisen macht es zum Teil nicht mal seine Runde. So schreibt sie es ja auch.
 
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Es ist im Grunde ganz einfach: Viele Frauen wissen gar nicht, dass es nicht der Norm entspricht, wie sie behandelt werden, da sie von der Aussenwelt kaum etwas mitbekommen. Den Schritt, wirklich Hilfe zu suchen, müssen sie selbst gehen wollen, da sie damit auch riskieren, sich von der Familie lossagen zu müssen.
 
AW: Die fremde Braut

Ich denke es reicht schon, wenn man die Augen und Ohren offen hält und für Frauen, die Hilfe suchen, auch da ist. Wir in unserem Verein unterstützen gerade diese Frauen, und ich gebe dir recht, sie öffnen sich nicht jedem. Aber viele deutsche Nachbarn schauen auch weg und meiden jeglichen Kontakt. Wenn man Frauen aber anspricht, oder ihnen Hilfe anbietet, wenn sie offensichtlich schlecht behandelt werden, ist das ein erster Schritt. Ich habe vor Jahren angefangen Vereine zu unterstützen, die Frauen in solchen Situationen unterstützen bzw. auch rausholen aus den sog. 40 qm. Heute habe ich mit einer Türkin einen Verein, die selbst eine "Exportbraut" war, sprich mit 14 Jahren in die Türkei aufs Land verheiratet wurde obwohl sie vorher in Deutschland sehr westlich groß geworden ist. Zwangsehe ist eine lebenslange Vergewaltigung, die von den Familien gebilligt wird. Im Rahmen der Familienzusammenführung wurden oftmals angebliche Verwandte nach Deutschland geholt, die eigentlich Importbräute waren. Auch sind die Geburtssurkunden gefälscht worden, was das eigentliche Alter der Frauen anging. Ich denke man wird in Deutschland zunehmend darauf achten. Und das fängt bei uns allen an. Seit ich im Verein sehr aktiv bin, sehe ich auch immer mehr Frauen, die dieses Schicksal erleiden. Es ist kein hochstilisieren und kein negieren der türkischen Gesellschaft, aber es findet doch ständig mitten unter uns statt und wird verharmlost. Und du hast recht, die Menschen hier haben Angst vor Dingen, die ihnen fremd sind und schweigen. Dieses Schweigen muss gebrochen werden, dann bewegen wir uns wohl in die richtige Richtung. Ich hoffe auch sehr darauf, dass die sehr konservativen Muslime sich eines Tages gewollt integrieren und nicht in ihre Parallelgesellschaften abdriften. Aber es ist wohl immer ein großer Wunsch in Friede und Einklang zusammen zu leben. Solange Frauen in diesem Kulturkreis Unrecht angetan wird, bin ich dazu nur in Teilen bereit.

Was die Deutschen über Importbräute denken, interessiert diese Menschen nicht. Die Deutschen, das sind die "Anderen", die nicht dazugehören. Dass ihre Gesetze insoweit missachtet bzw. umgangen werden dürfen, wird kaum infrage gestellt.
Breiter Protest und Widerstand aus den eigenen Reihen, von den Geistlichen, den Interessenverbänden, den Medien und den Menschen wäre wirkungsvoll. Der bleibt leider im wesentlichen aus, idR aus falscher Loyalität mit den Tätern gegenüber den "Anderen".
 
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Was die Deutschen über Importbräute denken, interessiert diese Menschen nicht. Die Deutschen, das sind die "Anderen", die nicht dazugehören. Dass ihre Gesetze insoweit missachtet bzw. umgangen werden dürfen, wird kaum infrage gestellt.
Breiter Protest und Widerstand aus den eigenen Reihen, von den Geistlichen, den Interessenverbänden, den Medien und den Menschen wäre wirkungsvoll. Der bleibt leider im wesentlichen aus, idR aus falscher Loyalität mit den Tätern gegenüber den "Anderen".

Wir setzen im Mai eine Großdemo auf (unser Verein), du bist herzlich eingeladen mitzumachen;)
 
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