Die katholische Kirche und Geschiedene

AW: Die katholische Kirche und Geschiedene

Lebensrealität?
Es ist auch Teil der bundesdeutschen Lebensrealität, dass Frauen zwangsprostituiert werden. Wahrscheinlich gibt es sogar verheiratete katholische Politiker, die diese erzwungenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Laut Bibel und Katechismus ist das Ehebruch. Sollte die katholische Kirche das deswegen legitimieren? Ich meine, keiner von denen wird ja am Tag seiner Eheschließung daran gedacht haben, dass die Sehnsucht nach sexueller Abwechslung mal so groß wird?

Was sagt denn nun die offizielle Lehrmeinung genau?

Es ist wohl jedem seine Entscheidung, ob er monogam lebt, seiner Frau treu ist, fremd geht oder zu Prostituierten (ob nun mit Zwang oder nicht) geht.

Was geht denn das die Kirche an? Die verstehen sich zwar als moralischer Kompass der Gesellschaft, aber eine echte Legitimation haben sie dafür nicht und hinzu kommt, deren Kompass zeigt schon lange nicht mehr nach Norden.

Die offizielle Lehrmeinung: Was Gott zusammengefügt hat (als Paar) darf der Mensch nicht trennen. Und wer dagegen verstößt, hat eben gewisse Rechte verwirkt.
 
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Es ist wohl jedem seine Entscheidung, ob er monogam lebt, seiner Frau treu ist, fremd geht oder zu Prostituierten (ob nun mit Zwang oder nicht) geht.

Was geht denn das die Kirche an? Die verstehen sich zwar als moralischer Kompass der Gesellschaft, aber eine echte Legitimation haben sie dafür nicht und hinzu kommt, deren Kompass zeigt schon lange nicht mehr nach Norden.

Die offizielle Lehrmeinung: Was Gott zusammengefügt hat (als Paar) darf der Mensch nicht trennen. Und wer dagegen verstößt, hat eben gewisse Rechte verwirkt.

Stimmt. Solche Dinge kann jeder für sich selbst entscheiden. Das nennt man freien Willen. Darum die ganze Sache mit der Sünde - weißt schon. :wink:

Nur wenn ich eben in den Dackelzuchtverein eintrete, muss ich - um anerkannt zu werden - eben Dackel züchten. Züchte ich dann Straßenmischungen kann ich mich nicht beschweren, wenn ich nicht ins Zuchtbucht eingetragen werde. Oder anders formuliert, wenn ich katholisch bin, sollte das eine bewußte Entscheidung sein. Dann halte ich mich eben auch an die Regeln. Oder ich halte mich nicht daran und schließe mich einer der zahlreichen "Kirche von Unten" Bewegungen an und versuche eine Veränderung herbeizuführen.

Oder ich trete aus.

Ich vermute, dass Du nicht katholisch bist. Demnach wirst Du auch nicht vom Abendmahl ausgeschlossen, wenn Du dich scheiden lässt. Warum regst Du dich also so auf?
Hast Du das Gefühl, dass es eine arme unterdrückte Minderheit innerhalb der Kirche gibt, die deine Hilfe braucht?

Und was die "offizielle Lehrmeinung" angeht ... google mal "Katechismus" und schau nach den Stichworten "Scheidung" oder "Ehebruch". Lesen bildet. Dann erfährst Du vielleicht ein bisschen etwas über diese "gewissen Rechte" von denen Du schreibst und möglicherweise sogar etwas über die Ausnahmen von der Regel.

Im Gegensatz zu anderen Religionen hat hier übrigens auch die deutsche Version volle Gültigkeit.
 
AW: Die katholische Kirche und Geschiedene

liest sich logisch an:

... Dackelzuchtverein ...

... Oder ich trete aus. ...

ist aber schrecklich oberflächlich und unvollständig.

der Dackelzuchtverein, der so starke Steuerzuwendungen und Betriebskostenübernahme bekommt, möchte ich gern kennen lernen, würde ich sogar anfangen selber Dackel dann zu züchten

und Austritt ist genauso unerwünchst wie im Islam!

man macht Dir die Höhle heiss und verspricht sie Dir oben drauf danach, bei sowas...
 
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liest sich logisch an:

ist aber schrecklich oberflächlich und unvollständig.

der Dackelzuchtverein, der so starke Steuerzuwendungen und Betriebskostenübernahme bekommt, möchte ich gern kennen lernen, würde ich sogar anfangen selber Dackel dann zu züchten

und Austritt ist genauso unerwünchst wie im Islam!

man macht Dir die Höhle heiss und verspricht sie Dir oben drauf danach, bei sowas...

Jetzt wirst Du aber - ob meines provokant gewählten Beispiels - etwas unsachlich.
Die Kirchensteuer ist ein deutsches Problem mit historischen Wurzeln. Wie gesagt, es ist kein katholisches Problem. Die Kirchensteuer berechtigt natürlich überhaupt nicht zur Mitbestimmung in der katholischen Weltkirche. Das wäre ja noch schöner. Zumal die katholische Kirche Deutschlands sowieso überhaupt kaum noch Einfluss hat. Katholisch? Das ist Afrika, das ist Südamerika ....

Punkt war, wenn ich Mitglied in einem Verein bin, dann muss ich mich an die Regeln halten. Oder ich muss versuchen die Regeln zu ändern. Oder ich muss austreten. Nie aktives Mitglied gewesen zu sein und rumzunörgeln ist dabei keine Option.

Zum Glück hast Du den Beitrag mit einem Scherz beendet, sonst hätte ich ihn noch falsch verstanden. Du weißt schon, dieses "Austritt genauso unerwünscht wie im Islam ...".
 
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Stimmt. Solche Dinge kann jeder für sich selbst entscheiden. Das nennt man freien Willen. Darum die ganze Sache mit der Sünde - weißt schon. :wink:

Nur wenn ich eben in den Dackelzuchtverein eintrete, muss ich - um anerkannt zu werden - eben Dackel züchten. Züchte ich dann Straßenmischungen kann ich mich nicht beschweren, wenn ich nicht ins Zuchtbucht eingetragen werde. Oder anders formuliert, wenn ich katholisch bin, sollte das eine bewußte Entscheidung sein. Dann halte ich mich eben auch an die Regeln. Oder ich halte mich nicht daran und schließe mich einer der zahlreichen "Kirche von Unten" Bewegungen an und versuche eine Veränderung herbeizuführen.

Oder ich trete aus.

Ich vermute, dass Du nicht katholisch bist. Demnach wirst Du auch nicht vom Abendmahl ausgeschlossen, wenn Du dich scheiden lässt. Warum regst Du dich also so auf?
Hast Du das Gefühl, dass es eine arme unterdrückte Minderheit innerhalb der Kirche gibt, die deine Hilfe braucht?

Und was die "offizielle Lehrmeinung" angeht ... google mal "Katechismus" und schau nach den Stichworten "Scheidung" oder "Ehebruch". Lesen bildet. Dann erfährst Du vielleicht ein bisschen etwas über diese "gewissen Rechte" von denen Du schreibst und möglicherweise sogar etwas über die Ausnahmen von der Regel.

Im Gegensatz zu anderen Religionen hat hier übrigens auch die deutsche Version volle Gültigkeit.

Sünde, ist eine reine Definitionssache und genau genommen, vollkommener Blödsinn.

Ich finde es ja wirklich schön, dass du die katholische Kirche mit einem Dackelzüchterverein vergleichst, nur leider hinkt der Vergleich stärker als der Beelzebub. Der Beitritt in die Kirche erfolgt seltenst freiwillig, sondern wird durch die Eltern initiiert. Mittlerweile juckt es vielleicht kaum noch, ob wer katholisch, evangelisch oder ungläubig ist. Vor ein paar Jahren spielte das noch eine unheimliche Rolle und die wenigsten hatten den Mut aus diesen gesellschaftlichen Konventionen auszubrechen. Und natürlich droht auch kein Dackelzüchterverein mit der ewigen Verdammnis, wenn man lieber Möpse züchtet. Da hat die Kirche ein Riesenszenario aufgebaut, um ihre Schäfchen an sich zu binden. Ich kann über Himmel und Hölle nur lachen, aber wer damit aufgewachsen ist, dem fällt es wohl schon eher schwer, sich davon zu lösen.
Was ja genau die Absicht der Religiösen ist, Abhängigkeiten schaffen.
 
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Sünde, ist eine reine Definitionssache und genau genommen, vollkommener Blödsinn.

Ich finde es ja wirklich schön, dass du die katholische Kirche mit einem Dackelzüchterverein vergleichst, nur leider hinkt der Vergleich stärker als der Beelzebub. Der Beitritt in die Kirche erfolgt seltenst freiwillig, sondern wird durch die Eltern initiiert. Mittlerweile juckt es vielleicht kaum noch, ob wer katholisch, evangelisch oder ungläubig ist. Vor ein paar Jahren spielte das noch eine unheimliche Rolle und die wenigsten hatten den Mut aus diesen gesellschaftlichen Konventionen auszubrechen. Und natürlich droht auch kein Dackelzüchterverein mit der ewigen Verdammnis, wenn man lieber Möpse züchtet. Da hat die Kirche ein Riesenszenario aufgebaut, um ihre Schäfchen an sich zu binden. Ich kann über Himmel und Hölle nur lachen, aber wer damit aufgewachsen ist, dem fällt es wohl schon eher schwer, sich davon zu lösen.
Was ja genau die Absicht der Religiösen ist, Abhängigkeiten schaffen.

Naja, ich versuche mich in meinen Beispielen einfach dem Niveau der Diskussion anzupassen. :wink:

In einer Zeit, in der die Mehrzahl der Kirchenaustritte mit steuerlichen Vorteilen begründet wird, dürfte die Angst vor der ewigen Verdammnis wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Auch im Alltag spielt die Konfession wohl nur noch selten eine Rolle.
 
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