Die Vorstellung eines Trolls

turkish talk

Well-Known Member
Die FAZ stellt einen Troll vor.

Zitat von FAZ:
Die ersten Nachrichtenportale im Internet schließen ihre Leserkommentare, weil ihnen die Häme und der Hass dort auf die Nerven gehen. Wer sind die Leute, die das Internet vollschimpfen? Besuch bei einem Leserkommentierer, bei Uwe Ostertag.

Uwe Ostertag, ehemaliger Grenzoffizier der DDR, schreibt ungefähr 200 Kommentare pro Tag. "Provozieren, das ist wie ein Orgasmus.", sagt er, "Wenn sich jetzt jemand aufregt, dann ist das mein Ejakulat.“
Ach Gott, der Ärmste!

Wäre fast eine eigene Diskussion wert, aber wenn's hier schon mal angesprochen wird: "Die ersten Nachrichtenportale im Internet schließen ihre Leserkommentare". Damit ist wohl die SZ gemeint, die letzte Woche ihren Kommentarbereich geschlossen hat, in der Ankündigung ist zu lesen:
Zitat von SZ:
Direkter, konzentrierter, besser moderiert: Wir wollen künftig auf andere Weise als bisher mit Ihnen ins Gespräch kommen. Statt der klassischen Kommentarfunktion unter Artikeln starten wir mit Ihnen Debatten zu drei Themen des Tages - und laden Sie ein, immer wieder neue Formen des Dialogs auszuprobieren.

Und auch:
Zitat von SZ:
Wir wissen, wie viel Veränderungsbereitschaft wir von Ihnen mit diesen Neuerungen verlangen. Den Kommentarbereich unter Texten weitreichend umzugestalten, die Diskussionen auf unserer Seite neu zu konzentrieren und die sozialen Netzwerke noch mehr dabei einzubeziehen: All das ist ein Novum auf Nachrichtenseiten.


Ziemlich dick aufgetragen, wenn man bedenkt, dass sie damit lediglich auf das hinlänglich bekannte und fragwürdige Disqus-Modul aufsetzen, das auch beispielsweise auch Welt Online benutzt.
http://www.sueddeutsche.de/kolumne/ihre-sz-lassen-sie-uns-diskutieren-1.2095271
 
Solche Kommentarbereiche locken natürlich auch Meinungen an, die nicht erwünscht sind. Es ist schon fast die Regel, dass Beiträge gelöscht werden oder gar der Kommentarbereich geschlossen wird. Wenn man nur Zustimmung möchte, kann man es ja gleich ganz sein lassen. Solche Leute wie dieser Uwe Ostertag sind gar nicht so selten. Es gibt auch bezahlte Forenteilnehmer, die Diskussionen in gewünschte Bahnen lenken, wie die EU erst vor ein paar Monaten zugegeben hat.
 
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