Ehrlichkeit, Lügen, Notlügen

AW: Ehrlichkeit, Lügen, Notlügen

wir lügen so oft am Tag das fällt uns gar nicht mehr auf (Ich hab so einen interessanten Artikel irgendwo gelesen, find ihn aber net mehr - verdammt)

es fängt jedenfalls schon mit den kleinen Alltagslügen an:

irgendein Bekannter/Kollege etc : Wie gehts dir?
unsere Standardantwort : Gut , danke dir? (obwohl wir uns heute mal sowas von besch*** fühlen...aber ich erzähl doch nicht jedem Gegenüber meine Lebensgeschichte und mein tiefstes inneres, yaaani lügen wir....und es ist uns nicht mal richtig bewusst.....)


Lg Kara
 
AW: Ehrlichkeit, Lügen, Notlügen

wir lügen so oft am Tag das fällt uns gar nicht mehr auf (Ich hab so einen interessanten Artikel irgendwo gelesen, find ihn aber net mehr - verdammt)

es fängt jedenfalls schon mit den kleinen Alltagslügen an:

irgendein Bekannter/Kollege etc : Wie gehts dir?
unsere Standardantwort : Gut , danke dir? (obwohl wir uns heute mal sowas von besch*** fühlen...aber ich erzähl doch nicht jedem Gegenüber meine Lebensgeschichte und mein tiefstes inneres, yaaani lügen wir....und es ist uns nicht mal richtig bewusst.....)


Lg Kara

ja so gehts mir eigentlich auch!
außerdem wenn jemand fragt "wie gehts dir" ist das sowieso eine Standard-Frage, die eh die wenigsten Menschen interessiert.
Wenn mich jemand fragt "wie gehts dir?" und ich anworte ihm mit "es geht danke" kommt ein "mir gehts auch gut". Da denke ich mir dann, hmm? habe ich was von "gut" erwähnt? :confused:

Sonst halte nicht viel vom Lügen, vor allem, es macht SÜCHTIG! Irgendwann verstrickt man sich dann!
 
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Ich denke dass manchmal eine Notlüge um sich oder auch andere vor der blanken Wahrheit, die manchmal verletzend sein kann, zu schützen, okay und akzeptabel ist. Grundsätzlich mag ich lieber sehr ehrliche Menschen und zähle mich auch gerne dazu, klar, wer nicht. Aber Ehrlichkeit kann eben ab und zu verletzend sein. Meine besten Freunde wissen, dass ich sehr ehrlich bin und akzeptieren auch eine andere Meinung oder eine Kritik, etc. Das ist wichtig, sonst wäre es ja nicht meine Meinung. Im Job ist es oft sehr schwer einem Unternehmer, der sein Leben lang gearbeitet hat in seinem Unternehmen zu sagen: Ihre Arbeit fruchtet nicht, ihr Unternehmen geht so den Bach runter. Aber das ist mein Job und da muss ich so ehrlich sein, auch wenn es manchmal schwer fällt.
 
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jede sorte einer lüge ist unterstes niveau in meinen augen.

und verheimlichen ist auch eine luege
und etwas nicht sagen ist verheimlichen​


viele menschen muessen erst direkte ehrliche menschen kennenlernen, damit sie überhaubt wissen was a. ehrlich sein bedeutet und b. das sie selbst es nicht sind.​

Zu den Menschen, die nicht verheimlichen ("und etwas nicht sagen ist verheimlichen")
Zu den Menschen, die wissen was Ehrlichkeit bedeutet
 
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Zu den Menschen, die nicht verheimlichen ("und etwas nicht sagen ist verheimlichen")
Zu den Menschen, die wissen was Ehrlichkeit bedeutet

könnt ja sein das du die menschen meinst die in den letzten beiden zeilen beschrieben sind.

um deine frage zu beantworten

Nein!!!
ich bin kein guter mensch, ich sehe mich sogar als einen schlechten menschen.

bayboy badboy [SIZE=-1]what you gonna do[/SIZE]

Aber ich bin auf jedenfall die sorte mensch die eine lüge nicht lange stehen lässt.
ich bin aber auch einer der der wahrheit a.ins gesicht schauen kann (wollen wir wirklich alles wissen) und b.die wahrheit am schopfe packen kann und es jedem presentiert.

und auf jedenfall gehör ich zu den menschen die anderen erstmal zeigen mossen was direkt sein/keine hemmungen haben/ehrlichkeit überhaubt ist.

aber wayne intressiert´s​
 
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[FONT=Arial,Bold]
"Die Häufigkeit von Lügen im Alltag" - (SS 2003)

Sonja Ausserbauer, Isabell Beck, Katharina Philipp, Silvia Wartlsteiner
​

​
[/FONT]Universität Regensburg Institut für Experimentelle Psychologie​
​
Auszüge einer 69 Seiten umfassenden Arbeit; passend zu diesem Beitrag:​

​

[FONT=Arial,Bold]
1.2 Techniken des Lügens​
[/FONT]

In der Literatur weit verbreitet ist die Unterscheidung zwischen folgenden Formen
von Lügen (Schmidt, 2000):

1.2.1 Ablenken ...​

1.2.2 Erfinden und Verfälschen
Bei dieser Form der Lüge handelt es sich um die am häufigsten in Untersuchungen
berichtete Art (DePaulo et al., 1996: 95%; Metts, 1989: 50%; Turner et al., 1975:
30%). Verfälschungen spielen sich meist in einer Grauzone von Halbwahrheit und
Lüge ab. Bei ihnen spielt nicht nur der inhaltliche Aspekt, sondern auch die täuschende Rahmenhandlung eine entscheidende Rolle.

1.2.3 Über- und Untertreiben
Übertreibungen sind ebenfalls eine häufig auftretende Gruppe von Kommunikationen
(DePaulo et al., 1996: 11,5%; Turner et al., 1975: 5%). Diese definieren sich über
das Auftreten von Superlativen und unangemessen hohen Quantoren. Bezüglich der
Untertreibungen lassen sich zwei Unterkategorien treffen (Turner et al., 1975).

​
• Typ 1: Es wird weniger Informationen vermittelt als für eine völlige Erklärung
nötig wäre, d.h. es handelt sich um Halbwahrheiten.
​

• Typ 2: Sprachliche Formen und Quantoren werden so gewählt, dass der Sachverhalt
heruntergespielt wird.
[FONT=Arial,Italic]
​
​
​
​

1.2.4 Weglassen
Es werden Informationen in einer Aussage in so hohem Maße weggelassen, dass
beim Kommunikationspartner ein falscher Eindruck entsteht. Die extremste Variante
ist das völlige Verschweigen. Durch die Abwesenheit einer Teilinformation wird dem
Empfänger sogar verborgen, dass es etwas zu erfahren gäbe.​
​
[FONT=Arial,Bold]


1.3 Motive des Lügens​
[/FONT]
1.3.1 Sender-orientierte Motive

In Studien - unter anderem von DePaulo et al. (1996) - wurde herausgefunden, dass
Lügen mehrheitlich auf das Wohl des Senders ausgerichtet sind und weniger auf das
des Empfängers.
Die Motive, die ein Sender mit seiner Lüge verfolgt, können sehr vielfältig sein. Sie
können mit der Beziehung zum Empfänger zusammenhängen oder aber das Image
bzw. Bild betreffen, das ein Sender gerne von sich vermitteln möchte...
​

1.3.2 Empfänger-orientierte Motive...​
​
1.3.3 Beziehungsorientierte Motive...​
[/FONT]
 
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[FONT=Arial,Bold]1.6. Geschlechtsunterschiede[/FONT]​


1.6.1 Geschlechtsspezifische Interaktionsgewohnheiten​

Bevor man auf geschlechtsspezifische Besonderheiten in Sachen Lüge eingeht, sollte
man allgemein Unterschiede hinsichtlich des weiblichen und männlichen Kommunikationsverhaltenserwähnen.
In unserer Kultur sind Frauen - im Vergleich zu Männern - eher soziale und emotionale
Spezialisten. Sie verbringen mehr Zeit mit anderen Personen, machen sich
mehr Gedanken und sprechen mehr über sie. Entsprechend gestaltet sich die Interaktion mit und unter Frauen. Frauen sind sowohl verbal als auch nonverbal offener,
expressiver und zugänglicher. Das Thema Beziehungen spielt in ihren Gesprächen
die Hauptrolle. Frauen zeigen vermehrt Gefühle, unterstützen sich gegenseitig, widmen ihren Interaktionspartnern Aufmerksamkeit und zeigen mehr Blickkontakt, Lächeln und Berührungen.​

1.6.2 Die Frau als Lügnerin​

Die Tatsache, dass eine Person durch Lügen u.U. ihre Gefühle verstecken und andere
Menschen von sich fernhalten möchte, passt nicht zu den weiblichen Interaktionsgewohnheiten,
bei denen Personenorientierung, Intimität und Offenheit eine große
Rolle spielen. Es bedeutet allerdings auch nicht, dass Frauen immer die Wahrheit
sagen, und so ihre zwischenmenschlichen Kontakte erhalten.
In verschiedenen Studien beschäftigten sich DePaulo et al. (1993) mit Geschlechtsunterschieden beim Lügen. Sie fanden heraus, dass Frauen zwar genauso oft die Unwahrheit sagen wie Männer, jedoch tun sie es auf eine andere Art und Weise. Die Wahrheit wird ausgeweitet, umgeformt und großzügiger interpretiert.
Weibliche Lügen zielen - in Übereinstimmung mit dem femininen Kommunikationsmuster - auf Beistand und Unterstützung ab.
Es geht scheinbar sogar so weit, dass Frauen ihre soziale Kompetenz erst durch
ihre eigene Methode zu lügen erlangen. Wenn sie die Gefühle eines Menschen nicht
verletzen möchten, machen sie ihm etwas vor. Männer haben zwar nicht diese ausgeprägte soziale Ader, dafür sind sie ehrlicher im Umgang mit anderen.​

http://www-lukesch.uni-regensburg.de/download/lehre/berichte/ss03_32067_LuegenImAlltag.pdf
 
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