Eine besondere Beziehung

S

sultansleyman

Guest
Meine Geschichte beginnt am 04.07.1996, an diesem Tag habe ich mein schönstes Geburtstagsgeschenk bekommen (vorgezogen). Sie war gerade mal 1 Std. alt und so winzig, dass Sie in meine Handfläche gepasst hat. Es war sprichwörtlich Liebe auf den ersten Blick. Die Rede ist hier von meiner Hündin Asya - die man leider schon nach 3 1/2 Wochen von ihrer Mutter trennen musste und so wurde ich ihre Amme.
Das hieß mehrmals am Tag fläschchen geben, bäuchlein massieren usw usw. Wie jede Mutter war ich unsagbar stolz auf mein Baby, dass rasend größer wurde. Sie war wirklich etwas ganz besonderes. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie der Innbegriff meines Lebens. Wo immer ich auch hinging, sie war im Schlepptau. Nie gab es einen Moment in dem sie mich nicht verstand. Asya brachte mich zum lachen, zum weinen und zum nachdenken. Durch sie begann ich mein Umfeld viel intensiver wahrzunehmen. Auf meinen langen spaziergängen lernte ich die Stille wieder zu schätzen. Sie hat mir neben ihrer Zuneigung und Treue, verbunden mit Freundschaft die Zeit geschenkt. Die Zeit um glücklich zu sein.

Asya hatte die wunderbare Gabe mich ohne ein Wort verstehen zu können und verstand es meine trauer in heiterkeit zu verwandeln. Ich konnte mich auf sie verlassen, wenn sie jemanden nicht mochte, bestätigte sich dies immer in kürzester Zeit. Tja so vergingen lange 9 Jahre. Eines Tages, wir waren beim Impfen, stellte die Ärztin ein Geschür fest, nach ettlichen Untersuchungen hieß das Ergebnis Krebs. Die Ärztin teilte mir am Telefon mit, dass sie vielleicht noch 3 -4 Monate hätte. Ich kann mich noch ganz genau an diesen Tag erinnern, ich legte auf und sah Asya an. Sie kam zu mir rüber und lehnte ihren Kopf gegen meine Stirn und säufzte richtig tief. So als wollte sie sagen, sei nicht traurig es ist alles Ok. Danach begann eine sehr schwierige Zeit für uns. Jeden Tag Medikamente und Spritzen, sie wurde vor meinen Augen immer dünner und ich konnte nichts dagegen tun. Eines Tages rief mich dann mein Vater an und sagte mir, dass es ihr sehr sehr schlecht gehen würde. An diesem Tag musste ich die schwerste Entscheidung meines Lebens treffen. Ich brachte Sie zum Tierarzt um sie endlich zu erlösen. Ich legte ihren Kopf in meinen Schoß, streichelte sie und bedankte mich das ich sie haben durfte. Ich sagte ihr wie sehr ich sie liebe und bat sie um Verzeihung. Da leckte sie mir über die Hand und sah mich mit einem Blick an, den ich bis heute nicht vergessen kann. Ich glaube sie hat es gefühlt und sagte auf ihre Art aufwiedersehen.

Asya zu haben war eines der Prägensten erlebnisse in meinem Leben.
 
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das hast du wirklich sehr emotional geschrieben... wurde richtig traurig beim lesen :(
wie lange ist es jetzt her, dass asya eingeschläfert wurde???
 
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Deine Geschichte hat mich sehr traurig gestimmt :cry:
Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Aber letztendlich sind wir Menschen bei der Krankheit eines Tieres auch in der Verantwortung. Der Schritt, Asya einschläfern zu lassen war sicherlich richtig, denn sonst hätte sie sich nur gequält.
Ich finde es schön, wie dankbar du über diese Beziehung schreibst.
LG Birgit
 
AW: Eine besondere Beziehung

Deine Geschichte hat mich sehr traurig gestimmt :cry:
Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Aber letztendlich sind wir Menschen bei der Krankheit eines Tieres auch in der Verantwortung. Der Schritt, Asya einschläfern zu lassen war sicherlich richtig, denn sonst hätte sie sich nur gequält.
Ich finde es schön, wie dankbar du über diese Beziehung schreibst.
LG Birgit

Die Entscheidung war richtig für sie, aber unsagbar schwer für mich. Jetzt wo Weihnachten vor der Türe steht, werden wieder unzählige Tiere verschenkt, die man dann später nicht mehr haben will. Eine Beziehung zu einem Tier ist immer etwas ganz besonderes und man sollte sich immer vor Augen halten, dass man diese Tiere über Jahre hinweg hat.
 
AW: Eine besondere Beziehung

Die Entscheidung war richtig für sie, aber unsagbar schwer für mich. Jetzt wo Weihnachten vor der Türe steht, werden wieder unzählige Tiere verschenkt, die man dann später nicht mehr haben will. Eine Beziehung zu einem Tier ist immer etwas ganz besonderes und man sollte sich immer vor Augen halten, dass man diese Tiere über Jahre hinweg hat.

Ja, ein Tier bedeutet auch eine ganze Menge Verantwortung. Leider denken noch immer zu viele Menschen nicht darüber nach. Ich persönlich finde ja, dass jedes, aber auch jedes Tier gechipt werden müsste, dann würden sich viele Leute überlegen, ob sie sich nur aus einer Laune heraus ein Tier anschaffen, dass dann -ups- doch eine Menge Arbeit macht und zu so mancher Einschränkung der persönlichen Freiheit führt.
Vielleicht hat ja ein anderes Tier bei dir irgendwann wieder eine Chance, in deinem Herzen aufgenommen zu werden.
LG Birgit
 
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Ja, ein Tier bedeutet auch eine ganze Menge Verantwortung. Leider denken noch immer zu viele Menschen nicht darüber nach. Ich persönlich finde ja, dass jedes, aber auch jedes Tier gechipt werden müsste, dann würden sich viele Leute überlegen, ob sie sich nur aus einer Laune heraus ein Tier anschaffen, dass dann -ups- doch eine Menge Arbeit macht und zu so mancher Einschränkung der persönlichen Freiheit führt.
Vielleicht hat ja ein anderes Tier bei dir irgendwann wieder eine Chance, in deinem Herzen aufgenommen zu werden.
LG Birgit

Liebe Birgit,

wenn es nach meinem Herzen gehen würde, hätte ich schon längst einen Zoo Zuhause. Aber im Moment habe ich einfach nicht die nötige Zeit dafür. Aber wer weiß ?

lg

sultansleyman
 
AW: Eine besondere Beziehung

oh ich kann dich gut verstehen sultansleyman...es ist unsagbar traurig, wenn tiere gehen müssen, das ist die crux dabei, wenn man tiere hält...:(
ich fürchte mich schon vor dem tag, wenn eines meiner kaninchen sterben sollte, egal, ob ich es mitentscheiden muß beim tierarzt oder auf natürlichem wege...
ich möchte eigentlich gar nicht daran denken, und weil ich früher auch schon haustiere hatte, weiß ich wie groß der schmerz ist!!!
vom herzen her würde ich auch gerne einen ganzen zoo besitzen, aber da sprechen nun mal leider viele sachen dagegen...
 
AW: Eine besondere Beziehung

oh ich kann dich gut verstehen sultansleyman...es ist unsagbar traurig, wenn tiere gehen müssen, das ist die crux dabei, wenn man tiere hält...:(
ich fürchte mich schon vor dem tag, wenn eines meiner kaninchen sterben sollte, egal, ob ich es mitentscheiden muß beim tierarzt oder auf natürlichem wege...
ich möchte eigentlich gar nicht daran denken, und weil ich früher auch schon haustiere hatte, weiß ich wie groß der schmerz ist!!!
vom herzen her würde ich auch gerne einen ganzen zoo besitzen, aber da sprechen nun mal leider viele sachen dagegen...

Ja leider. Egal ob es ein Vogel, eine Katze, Fisch oder Hund ist, sie werden an dem Tag, an dem wir sie bei uns aufnehmen zu Familienmitgliedern ( zumindest für mich )
 
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Ja leider. Egal ob es ein Vogel, eine Katze, Fisch oder Hund ist, sie werden an dem Tag, an dem wir sie bei uns aufnehmen zu Familienmitgliedern ( zumindest für mich )

Ja, da hast du unbedingt recht!
Wenn nicht fehlende Zeit und stressige Arbeit und natürlich auch das Platzproblem dagegen sprechen würden, hätte ich auch schon einen Zoo zu hause! Mein Mann weigert sich regelrecht mit mir ins Tierheim zu fahren, weil er befürchtet, dass ich mit einem Dutzend neuen Familienmitgliedern den Heimweg antrete. Aber zwei Katzen reichen fürs erste :smile:
 
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