Dagwin
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Du verwechselst Politik mit landwirtschaftliche Anbaumethoden.Leichtfertigt ist allein die Behauptung, in Afrika würde falsche Landwirtscaft betrieben, wenn du dir den Irrsin in der EU Agrarwirtschaft ansiehst. http://www.deutsch-tuerkische-nachr...eu-verschleudert-milliarden-an-steuergeldern/
Und das die EU-Politik sich immer mehr verselbstständigt, dürfte dir inzwischen auch aufgefallen sein. Geht offensichtlich nicht nur der EU so: http://www.deutsch-tuerkische-nachr...ibt-milliardenschwere-subventionen-an-bauern/
Nochmal für dich:Wie willst du, mit einem solch staatlich subventionierten Agrarwesen, anderen vorschreiben wie sie die Mittel einzusetzen haben oder landwirtschaften sollen? "Wir" hauen jährlich 48 Milliarden an Subventionen für eine schwachmatische Agrarindustrie raus, und wollen über die dagegen verschwindend geringe Entwicklungshilfe anderen beibringen wie man wirtschaftlich (also ohne Subventionen), Ackerbau und Viehzucht treibt?
Die Agrarpolitik habe ich bewußt außen vorgelassen. Weil:Das europäische Modell der Landwirtschaft eins zu eins auf die Landwirtschaft der einzelnen afrikanischen Länder zu übertragen ist nicht möglich. Dagegen sprechen allein schon geografische und geologische Gründe. Es spricht nichts dagegen, von den Methoden der europäischen Landwirtschaft etwas zu lernen und an die Bedürfnisse und Vorraussetzungen anzupassen und mit den Methoden der Landwirtschaft der einzelnen afrikanischen Länder zu kombinieren. (Zum Beispiel werden in der Viehzucht in Südafrika europäische Rinderrassen mit einheimischen Rinderrassen gekreuzt, Vorteil: erhöhte/r Milchleistung/Fleischansatz der einheimischen Rinderrassen. Diese Kreuzungen sind notwendig, weil die einheimischen Rinderrassen an das Klima angepasst sind. Diesen Grundgedanken kann man auch im Ackerbau anwenden.)
Da stimme ich dir durchaus zu, und ich hoffe, das die afrikanischen Länder eine eigene politische und wirtschaftliche Lösungen finden(wie z.B. Bolivien und Ecuador mit "Buen Vivir").
Meine Sicht: Nicht das Subventionsunwesen ist der entscheidene Faktor, sondern die Tatsache dass Nahrungsmittel nicht zu Weltmarktpreisen weitergegeben werden, sondern Überschüsse zu Sonderkonditionen unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe gehandelt werden um den Weltmarktpreis künstlich stabil zu halten.Das hiesige Subventionsunwesen ist ein entscheidender Faktor dafür, dass unsere Prokute in Afrika landen und dort den Markt kaputtmachen und Bauern ruinieren. Die dann wieder Entwicklungshilfe brauchen oder auf Pirat vor Somalia umschulen bzw. nach Europa padden wo die Subventionen wohnen, u.s.w. Wir könnten auch mal die 48 Milliarden jährlich in den Aufbau afrikanscher Landwirtschaft stecken, und mal 4 oder 5 Jahre abwarten, was die damit auf die Beine stellen. Vielleicht beliefern sie uns dann mit ihren Agrarüberschüssen?