es gibt nur einen ethischen wert

  • Ersteller des Themas vorzimmerdame
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AW: es gibt nur einen ethischen wert

und das ist das leben. and nothing but.
sind nach dieser maxime ethischen handelns nicht alle glaubenskriege obsolet?

Als Leitsatz der normativen Ethik und ergänzt um weitergehende Werte (alternativ auch einer Abstraktion des Begriffes Leben) könnte ich damit leben.
Nur ist die normative Ethik nicht geeignet Glaubenskriege zu verhindern. Entscheidend ist die sorgfältige und unmittelbare Ableitung einer Rechtsordnung zur Bewahrung und Durchsetzung der Ethik.

Das ist der Punkt:
kant setzte in seiner gesellschaftsphilosophischen betrachtung voraus, dass jeder mensch, ob gute oder böse, eine innere stimme in sich hat, die ihm sagt, was gesellschaftlich zulässig ist und was nicht. dennoch, und das erkannte kant durchaus, gesteht der mensch sich gerne ausnahmen zu.

Selbst ohne Berücksichtigung der Ausnahmen ist eine gesellschaftliche Werteordnung mit ihrer deskriptiven Ethik zu weit von der normativen Ethik entfernt um akzeptabel über Zulässigkeit und Unzulässigkeit zu entscheiden. Der Nationalsozialismus lieferte uns eine geradezu akribisch ausgearbeitete Werteordnung, das Ohr aufmerksam an die Gesellschaft gelegt, und garantierte damit die Herrschaft der Unmenschlichkeit.
 
AW: es gibt nur einen ethischen wert

oder wird hier der höchste wert gemeint. Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand auf die idee kommt das leben als höchsten wert zu sehen!
 
AW: es gibt nur einen ethischen wert

Als Leitsatz der normativen Ethik und ergänzt um weitergehende Werte (alternativ auch einer Abstraktion des Begriffes Leben) könnte ich damit leben.
Nur ist die normative Ethik nicht geeignet Glaubenskriege zu verhindern. Entscheidend ist die sorgfältige und unmittelbare Ableitung einer Rechtsordnung zur Bewahrung und Durchsetzung der Ethik.

Das ist der Punkt:


Selbst ohne Berücksichtigung der Ausnahmen ist eine gesellschaftliche Werteordnung mit ihrer deskriptiven Ethik zu weit von der normativen Ethik entfernt um akzeptabel über Zulässigkeit und Unzulässigkeit zu entscheiden. Der Nationalsozialismus lieferte uns eine geradezu akribisch ausgearbeitete Werteordnung, das Ohr aufmerksam an die Gesellschaft gelegt, und garantierte damit die Herrschaft der Unmenschlichkeit.

danke für dein diskussionsangebot.

wenn wir von der ethik ausgehen, müssen wir diese zunächst als wandel- und abänderbar begreifen. vergleichbar dem normalismus ist auch der ethische wert an sich dem wandel der zeit unterworfen. war vor hundert jahren noch eine lebenserwartung von fünfzig jahren normal, so gehen wir heute von deutlich älteren menschen aus. war zu dieser zeit eine hinrichtung noch ein ethischer wert zur bestrafung des menschen, so kehren wir uns heute von ihm ab. gerade die zeit des nationalsozialismus zeigte, dass ganze sets von ethischen wertvorstellungen in ihrer christlichen prägung über bord geworfen wurden: aus "du sollst nicht töten", wurde ein "du sollst töten". (das normativ-ethische gebot "du sollst nicht töten" sollte zumindest aus christlich/westlicher sicht glaubenskriege ad absurdum führen.) wenn ethische werte in verschiedenen gesellschaftlichen konsenslehren variieren können, so bleibt dem individuum letztendlich allein das leben als letzter wert, der dem handeln und denken nach bewahrung des lebens oberstes gebot ist.

war der nationalsozialismus eine herrschaft der unmenschlichkeit? oder eine herrschaft des banalen im arendt'schen sinne?
 
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