AW: Falsche Menschen
Ich habe da meine Zweifel, ob eine solche Trennung funktioniert/funktionieren kann.
Eine solche Trennung zwischen Privat und Beruflich würde doch bedeuten, dass dieser Mensch entweder im privaten oder beruflichen Alltag nicht ehrlich und authentisch ist. Zwangsläufig existiert bei einem solchen Menschen eine Zwiespältigkeit.
Für mich macht es auch keinen Unterschied, ob ein Mensch beruflich oder privat falsch ist.
Falschsein bedeutet, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. In welcher Beziehung dies geschieht, ist Nebensache.
Da muss ich Dir uneingeschränkt recht geben.
Wir haben in unserem Team auf Arbeit (ich arbeite übrigens nur noch mit Männern zusammen),einen Kollegen, der ist wirklich mit einem "falschen Fuffziger"
zu vergleichen. Er ist nicht dumm und deshalb verbirgt er seine Falschheit ganz geschickt hinter einer Maske.
Er ist selbst über Jahre hinweg in einem anderem Team gemobbt worden und daraufhin in unser Team versetzt worden.
Er macht sich in einer fiesen Art und Weise über Kollegen, oder besser Leiharbeiter her, die vom Geschehen in unserem Betrieb weniger Ahnung haben, macht sie hinter ihrem Rücken schlecht, diskriminiert sie, lässt sie permanent immer nur die Arbeiten machen, die ihm nicht zusagen oder wo er für zu faul ist.
Wirkliche Hilfe hat er diesen Mitarbeitern noch nie angeboten.
Leider ist er vor einem Jahr auch noch zum Stellvertreter vom Teamleiter aufgestiegen.Der Aufstieg wurde mit seiner langen Betriebszugehörigkeit gerechtfertigt.
Er ist eben der, der jetzt dran ist.
Leider bekommen meine anderen Arbeitskollegen nur sehr wenig von diesem Mobbing mit.
Im Gespräch mit den anderen zu diesem Thema, wurde mir geantwortet, na ja, der ist eben halt so. Den wirst du sowieso nicht mehr ändern, lass ihn doch machen.
Mit mir versucht er sich gut zu halten, ich bekomme auch jede Art von Unterstützung von ihm, wenn ich welche brauche. ( Ich verzichte aber auch gern drauf )
Ich habe mich im beruflichen Umfeld, so wie auch im privaten schon immer für Schwächere eingesetzt und werde das auch weiter tun.
Aber dieser Mensch treibt mich noch zur rasenden Weissglut.
Ich kann ihn nicht ignorieren, so wie ich es mit einer Privatperson machen würde. Er ist stellvertretender Chef. Ich spreche mit ihm nur das notwendigste, auf die Arbeit bezogen, ab.
Die grosse Chefin weiss nichts davon, weil sie viel zu selten an der Basis und vor Ort ist.
Ich gehe auch zu keinem Betriebstreffen nach der Arbeit, wenn dieser Mensch mit bei ist.
Wenn er Urlaub hat, oder krank ist, läuft bei uns alles harmonisch ab, die Arbeit macht Spass und die Kollegen sitzen am Frühstückstisch gern beieinander.
Ich glaube, er merkt meine Abneigung ihm gegenüber.
Soll er auch. Er hat nichts besseres verdient.
Ich will mit diesem Menschen auf keiner privaten und auch auf keiner halbprivaten Ebene auch nur das geringste zu tun haben.
Und ihm so ein falsches Verhalten verzeihen, obwohl er sich mir persönlich gegenüber stets korrekt verhält:
Nein, das werde ich nicht!