Fließend Wasser

Msane

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25 März 2010
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Wir gehen in die Küche, drehen den Hahn und wie von Zauberhand bahnt sich das feuchte Nass seinen Weg.

Angenehm kühles, frisches, sauberes Wasser.

Füllt ein Glas damit, führt es näher an eure Augen ran, schaut genau hin ... kristallklares Wasser.


In anderen Teilen der Welt kommt gar nichts, oder nur braune ungenießbare Dreckbrühe aus der Leitung.
Viele Menschen haben kein Zugriff auf saueres Wasser, in Ermangelung von Alternativen müssen diese Menschen sich in mit Müll und Kot verseuchten Gewässern waschen.
Unerträglicher Geruch, trüb und giftig.
Schwere Durchfallerkrankungen gehören dort zum Alltag.
Wasser zum kochen gibt es dort nur aus Plastikflaschen, wohlbemerkt nur für diejenigen die es sich leisten können.

Aber nun wieder zu uns.

Wir bewegen den Hahn langsam in Richtung des roten Symbols.
Warmes Wasser ergießt sich aus der Apparatur.
Das muss ein Zaubertrick sein, aber bestens geeignet für ein wohltuendes Bad.

Was ich damit sagen möchte ist, überlegt euch mal wie gut es uns geht.
Die Leute welche immer sagen es würde uns in Deutschland ja so schlecht gehen
und sowieso würde ja alles immer schlechter werden usw.
Geht in die Küche und füllt ein Glas mit Wasser, haltes es gut fest und denkt kurz
über unseren Wohlstand nach.

Auch in "schlechten" Zeiten wie in der Coronakrise geht es uns im Vergleich sehr gut.
Wir sollten nicht klagen, sondern unseren Wohlstand wertschätzen.

Ein Glas sauberes Trinkwasser symbolisiert dieses Glück.


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alterali

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19 April 2007
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mittenmang
Unser Trinkwasser ist zunehmend sehr stark nitratbelastet. Aber zum Händewaschen und Duschen ist es in Ordnung
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Ich habe da auch schon oft und viel drüber nachgedacht. Selbst die reiche Barmer Fabrikantenfamilie Engels — Wenn die in eine schöne Badewanne voll warmen Wassers steigen wollten, dann mußten die das eine Stunde vorher beim Personal anmelden. Spontan unter die Dusche war schon mal gar nicht – Dusche?

Was für ein Luxus das ist – Auch heute noch.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Die hatten aber immerhin Badewanne und Personal. Solch einen Luxus hatten damals viele Familien nicht.

In Leipzig und sicher nicht nur hier, hatten das ja auch viele Familien nicht. Deshalb gab es z.B. in L-Connewitz, wo wir gewohnt haben, ein sogenannte Brausebad. Da gingen Familien hin, bezahlten einen Obulus und konnten in einer Wanne baden. Heute gibt es das nicht mehr. Drin ist jetzt ein kleines Restaurant namens "Brausebad".
Bloß gut, darf man sich in Corona-Zeiten garnicht vorstellen. Ich möchte wissen ob man in der Türkei noch ins Hamam geht.
 
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Burebista

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4 November 2015
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Wir gehen in die Küche, drehen den Hahn und wie von Zauberhand bahnt sich das feuchte Nass seinen Weg.

Angenehm kühles, frisches, sauberes Wasser.

Füllt ein Glas damit, führt es näher an eure Augen ran, schaut genau hin ... kristallklares Wasser.


In anderen Teilen der Welt kommt gar nichts, oder nur braune ungenießbare Dreckbrühe aus der Leitung.
Viele Menschen haben kein Zugriff auf saueres Wasser, in Ermangelung von Alternativen müssen diese Menschen sich in mit Müll und Kot verseuchten Gewässern waschen.
Unerträglicher Geruch, trüb und giftig.
Schwere Durchfallerkrankungen gehören dort zum Alltag.
Wasser zum kochen gibt es dort nur aus Plastikflaschen, wohlbemerkt nur für diejenigen die es sich leisten können.

Aber nun wieder zu uns.

Wir bewegen den Hahn langsam in Richtung des roten Symbols.
Warmes Wasser ergießt sich aus der Apparatur.
Das muss ein Zaubertrick sein, aber bestens geeignet für ein wohltuendes Bad.

Was ich damit sagen möchte ist, überlegt euch mal wie gut es uns geht.
Die Leute welche immer sagen es würde uns in Deutschland ja so schlecht gehen
und sowieso würde ja alles immer schlechter werden usw.
Geht in die Küche und füllt ein Glas mit Wasser, haltes es gut fest und denkt kurz
über unseren Wohlstand nach.

Auch in "schlechten" Zeiten wie in der Coronakrise geht es uns im Vergleich sehr gut.
Wir sollten nicht klagen, sondern unseren Wohlstand wertschätzen.

Ein Glas sauberes Trinkwasser symbolisiert dieses Glück.


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Leitungswasser in Rumänien habe ich nur in Cluj Napoca (Klausenburg) und Sibiu (Hermannstadt) getrunken. Weil das Leitungswasser dort aus den Bergen kommt.
In meiner Stadt Mediasch trinke ich nie Leitungswasser. Das Wasser hier kommt aus dem Fluss (die Große Kokel - Tarnava Mare auf Rumänisch). Sicher, es ist sauber. Die "Wasserstation" wurde mit norwegischer Hilfe/Geldern ultramodernisiert. Vor der Modernisierung geschah oft, nach Regen, dass das Wasser braun aus der Leitung kam. Seit der Modernisierung nicht mehr. Trotzdem habe Wasser zum trinken gekauft. Vor 2 Jahren habe ich einen Alkamedi 4100 gekauft, importiert direkt aus Südkorea (der Preis war daher etwa 950 Euro, nicht 2400 wie in Deutschland)
https://www.aquion.de/shop/wassersysteme/aquion-premium-4100
Aber seit 2 Monaten arbeitet man auf den Straßen in der Nähe des Hauses (auch während des Notzustandes hat man stets gearbeitet und es war wirklich Lärm und Staub). Man wechselt die Wasserleitungen (mit EU Geldern) und so ist das Wasser trüb (obwohl man das nicht sieht). Der Filter von Alkamedi müsste 6 Monate dauern. Aber nach 8 Wochen kriegte mein Alkamedi kein Wasser mehr, der Filter war gestopft. So musste ich im Keller separate Filter einstellen. Hoffentlich werden die Arbeiten schnell fertig und wir werden wieder ganz sauberes Wasser haben.
Das schlechteste Wasser, das ich aus der Leitung sah und fühlte, war in Qom, in Iran. Es war fürchterlich. Es war Salzwasser, das aus der Leitung kam und es war ekelig sogar zu duschen.
 

Burebista

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4 November 2015
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Es ist schon merkwürdig. In Mediasch hatte man schon vor dem EU Beitritt Parteneriat mit Norwegen. Es kamen norwegische Gelder für die Wasserstation, aber auch für die Programme betreffend die Sortierung der Abfälle. Wir sortieren hier in Mediasch alle Abfälle: Papier, Plastik, Metall, Glas, Gartenabfälle usw. schon seit 2011. In den anderen großen Städten aus Rumänien passierte das 5-6 Jahre später, oder gar nicht...

PS. Und ich kann mir peinlich erinnern, als 2008 (also nach dem EU Beitritt) die Ministerin für EU Angelegenheiten und Geldern, Elena Udrea, in einem TV Talkshow gefragt wurde: "Frau Ministerin, gestern war Breaking News. Der Präsident von Norwegen sagte, dass Rumänien, wegen der Korruption, aus der EU ausgeschlossen werden müsste, weil die Norwegen durch ihre Steuern keine Unterstützung eines korrupten Landes finanzieren wollen. Also Norwegen würde beim nächsten EU-Summit gegen Rumänien stimmen". Die liebe Frau Ministerin Udrea antwortete, dass "der Präsident von Norwegen nur Wahlpropaganda für die eigenen Wähler gemacht hätte" und man ihn nicht Ernst nehmen solle...
Diese Frau Ministerin wurde wegen Korruption verurteilt (6 Jahre Gefängnis). Sie konnte im letzten Moment aus Rumänien nach Costa Rica fliehen. Dort wurde sie aber auch verhaftet und eingesperrt (auf Antrag der rum. Regierung). Doch die PSD hat im Parlament die Gesetze geändert und die Straftaten wurden annulliert. Sie wurde in Costa Rica frei und ist jetzt zurück in Rumänien frei und ohne Sorgen. Dank der PSD. Obwohl die liebe Frau Elena Udrea nicht in der PSD war, sondern in der verfeindeten Partei.
Vorher hieß es: Proletarier aller Nationen vereinigt euch. Jetzt ist es so in Rumänien: Korrupten aller Parteien vereinigt euch.
 
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alterali

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19 April 2007
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mittenmang
Ich möchte mal zurück in die Vergangenheit:
In Berlin gab es die Traufhöhe und Wassertürme. Es gab in vielen Straßen Pumpen, die gibt es zum großen Teil heute noch. Auch auf Privatgrundstücken gibt es manchmal Pumpen. Selbst in Kriegs- und Nachkriegszeiten war Wasser kein Problem.
Heute gibt es doch auch in Berlin Wasserzukunftsängste.
 
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alterali

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19 April 2007
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mittenmang
Ende der 50er bin ich auf einer Deutschlandtour in Sankt Goarshausen gestrandet.
Dort habe ich eine Familie kennengelernt, die hatten eine Quelle im Haus.
Man schöpfte Wasser aus einem Steintrog. Das war begrenzt, nicht unerschöpflich.
 
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