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rebel
Guest
dann verstehe bitte auch, dass man sich als "Kartoffel" angesichts mancher Kommentare hier gelegentlich ähnlich vor den Kopf gestoßen fühlen kann. Rassismus funktioniert nicht nur eingleisig. Wenn Türken auf andere Türken losgehen, weil sie kurdischstämmig, armenisch oder welcher Herkunft auch immer sind, finde ich das genau so borniert wie wenn "Ossis" auf "Wessis" einhacken (oder umgekehrt) und Deutsche auf Türken und umgekehrt. Soviel zum Grundsätzlichen.
natürlich sind sehr viele türken und andere ausländer rassisten, was es auf der einen seite gibt gibt es auch auf der anderen seite. es gab mal vor zwei jahren eine forsa umfrage in der letzlich ausländerfeindliche thesen abgegeben wurde, die aber als solche gut versteckt waren und es kam zu einer etwa 50% zustimmung. unter ausländern würde das selbe nicht anders aussehen, wenn versteckte deutschfeindliche thesen gemacht werden würden, wobei die ehrlich gesagt noch nicht einmal versteckt sein müssten und es gibt auch rassismus unter ausländern selber, das man sich bzw sein volk als bessere ausländer ansieht, sieht man oft bei türken vs. araber beispielsweise.
Und im Speziellen: fasse ich mir manchmal an den Kopf, wenn ich in bestimmten Threads die vielen ausgefeilten K.O.-Kriterien zur Kenntnis nehme, die aus Sicht etlicher Türken oder auch Deutschtürken z.B. gegen einen deutschen Partner (oder auch Partnerin) sprechen - und dann aber zugleich bei allen möglichen Anlässen die Rassismus-Taste gedrückt und unkritisch beklatscht wird. Das ist aus meiner Sicht einfach nicht stimmig.
ja ist wohl wahr, wenn ich jetzt mit einer deutschen zusammen wäre und ihre eltern sagen würden „nein, der ist ausländer“ würde jeder die rassismus keule schwenken, wenn ein deutscher mit einer türkin zusammen ist, wird schnell aus rassismus das verbot durch die religion hervorgehoben, was ja auch vollkommen richtig ist, nur sind sehr viele die das sagen alles andere als gläubig und dann ist es rassismus, der dann noch unter dem deckmantel der nicht gemeinsamen sprache etc. verdeckt wird.
meine schwester darf sich als deutsche n.... (ich denke jeder weiß was gemeint ist, würd sich auf gruppe reimen) bezeichnen lassen. wäre sie mit einem atheistischen türken oder atheistischen iraner, was die meisten exil-iraner sind, verheiratet, dann wäre das ja überhaupt kein problem, würde niemand was sagen.
trotzdem kann ich jeden verstehen der sagt ich möchte nur eine(n) türken bzw türkin heiraten aus verschiedenen gründen.
Kann es sein, dass wir alle vielleicht (noch) zu wenig voneinander wissen, um unsere jeweiligen Lebenswelten und Bedürfnisse umfassend wertschätzen und erkennen zu können, dass sie bei allen Unterschieden so unterschiedlich nicht sind? Dass alle Menschen im Kern sehr ähnliche Wünsche und Ängste haben?
sicher die einen haben angst bei der hingezogen kultur und ausländer wiederum vor der deutschen bzw das man das ablehnt. ist ja auch total normal bei der ghettobildung die in deutschland vorherrscht.
ist wie bei ner party man kennt von 50 leuten 3 und man wird sich immer erstmal an die drei halten (müssen) ob du dich im laufe des abends auf die anderen 47 zu gehst ist eine andere sache. unter umständen gehen sie auch auf dich zu, aber wenn man mit angewinkelten armen da steht und zeigt das man die ablehnt, dann werden sie auch nicht auf dich zu kommen. wenn du berührungsängste hast werden sie auch nicht auf dich zu kommen und dich noch nicht mal beachten, was dann für dich so wirkt als ob sie dich ablehnen.
andersherum gibt’s nartürlich auch von den 47 viele dabei die dich ablehnen, geht’s du auf die zu und spürst ablehnung sofort, macht er unter umständen dann den fehler das verhalten auf alle 47 zu prohizieren.
ich hoffe das bild wird verstanden
im übrigen habe ich nicht den eindruck, dass dieses von dir in klammern gesetzte noch zutreffend ist. nach meinem eindruck wird das im moment wieder mehr.