Freundschaft und Geld

AW: Freundschaft und Geld

Ich leihe aus Prinzip kein Geld an Freunden.

Ich habe selber Verantwortung und Rechnungen die ich zu bezahlen habe, ich bin doch keine Bank. In erster Linie ist jeder für sich selber verantwortlich, da bin ich schon egoistisch, in erster Linie schau ich zu mir.
Wenn Jemand dringend Geld braucht soll er/sie die Familie fragen und nicht mich.
 
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Als ich mal eine Zeit lang knapp bei Kasse war hat mir ein Freund ohne Nachfragen meinerseits angeboten mir bis zu 10.000.-€ zinslos zu leihen. Ich habe das Angebot nie annehmen müssen und habe jetzt auch wieder gutes Geld. Aber wenn der mal in Schwierigkeiten sein sollte, bekommt er von mir ohne Kommentar und Prüfung bis zu 15.000.-€ geliehen. Wenn jemand für mich ins Risiko geht, dann kann er von mir das Gleiche erwarten.
 
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Auf Grund schlechter Erfahrung von mir selber und die jemand aus der Familie mit jemand anderem aus einem etwas entfernten Zweig der Familie gemacht hat, würde ich kein Geld mehr verleihen, ohne einen Vertrag gemacht zu haben. Auch wenn mir bei einem Vertrag das Geld nicht wieder ins Haus schneit, wenn bei dem Leiher nichts zu holen ist, kann ich das Geld anwaltlich zurückholen, wenn der Betreffende die Rückzahlung "vergisst". Dabei spreche ich natürlich nur von größeren Beträgen, aber ich denke, davon ist hier auch die Rede.
 
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Was ich sicher weiß ist, dass er nicht einfach mal so schnell nach Geld gefragt hat, sondern dass ihn das echt riesengroße Überwindung gekostet hat...

Das wird den meisten Menschen so ergehen, gerade in Deutschland. Ich finde die Art des Anliegens trotzdem unpassend für eine Freundschaft.
Hinter der Einordnung als Freundschaftsdienst steckt meines Erachtens wirtschaftliche Unbedarftheit (oder Eigennutz). Nämlich die Vorstellung, die beiden Freunde wären durch das Geschäft gemeinschaftlich besser gestellt als wenn eine Bank hinzugezogen würde. Angesichts des hohen Ausfallrisikos unter Freunden entstehen aber dem Darlehensgeber Kosten in nicht geringerer Höhe, als sie sich der Darlehensnehmer gegenüber einer regulären Finanzierung erspart. Der Freund soll dabei einfach den Marktwert einer Dienstleistung springen lassen.
Das ist schon ok, wenn die Leistung absolut notwendig und ihr Spendieren gerechtfertigt ist. Aber ich habe bislang nur eine "Du-hast-es-doch-eh"-Haltung erlebt, und das von "Bekannten", nicht Freunden.
 
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. Angesichts des hohen Ausfallrisikos unter Freunden entstehen aber dem Darlehensgeber Kosten in nicht geringerer Höhe, als sie sich der Darlehensnehmer gegenüber einer regulären Finanzierung erspart. /QUOTE]

Kredit geht halt auch nur, wenn man für eine Bank kreditwürdig erscheint. Welcher Schuldner ist das schon? Ist ein Stück weit auch ein Teufelskreis. Heutzutage muss man erstmal genug verdienen, um seinen Lebensunterhalt zu sichern und noch seine Schulden tilgen zu können. Da werde ich oft wirklich ganz demütig wie gut es mir doch geht...
 
AW: Freundschaft und Geld

. Angesichts des hohen Ausfallrisikos unter Freunden entstehen aber dem Darlehensgeber Kosten in nicht geringerer Höhe, als sie sich der Darlehensnehmer gegenüber einer regulären Finanzierung erspart. /QUOTE]

Kredit geht halt auch nur, wenn man für eine Bank kreditwürdig erscheint. Welcher Schuldner ist das schon? Ist ein Stück weit auch ein Teufelskreis. Heutzutage muss man erstmal genug verdienen, um seinen Lebensunterhalt zu sichern und noch seine Schulden tilgen zu können. Da werde ich oft wirklich ganz demütig wie gut es mir doch geht...

Aber, wenn er doch schon an einem Punkt angekommen ist, wo sein Dispo ausgereizt ist und keine Bank ihm mehr Kredit gibt und er außerdem noch Schulden hat ..... Wo denkst du soll er das Geld hernehmen um es dir jemals wieder zurückzuzahlen (selbst bei allerbestem Willen) ???? Da kommen alle anderen, die "offiziell" etwas von ihm zu bekommen haben vor dir dran .....
 
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wenn Du glaubst damit Deinem Freund einmalig
wirklich aus der Patsche zu helfen
ohne eine Rückzahlung unbedingt zu erwarten
dann tue es.

wenn Du glaubst
es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein
Dein erspartes Geld verschwindet im Nirvana
das Chaos, die Probleme gehen weiter
dann tue es nicht.

Die Einschätzung der "Lage" kannst nur Du durchführen.
 
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Aber, wenn er doch schon an einem Punkt angekommen ist, wo sein Dispo ausgereizt ist und keine Bank ihm mehr Kredit gibt und er außerdem noch Schulden hat ..... Wo denkst du soll er das Geld hernehmen um es dir jemals wieder zurückzuzahlen (selbst bei allerbestem Willen) ???? Da kommen alle anderen, die "offiziell" etwas von ihm zu bekommen haben vor dir dran .....

Bingo!....
 
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