Frust

AW: Frust

Übrigens, wenn ich während der AdA-Prüfung gut aufgepasst habe, sind Ausbilder/ Ausbildende dazu verpflichtet, sich um den Azubi zu kümmern!

verpflichtet sind sie, aber nicht alle halten sich auch daran. bei den refendaren wird das schonmal locker gesehen und wenn man dann noch personelle engpässe hat, rückt das ganz in den hintergrund. richtig ist das sicher nicht und man muss sich da schon lautstark zur wehr setzen. denn es ist ja im eigenen interesse, dass man adäquat betreut wird.


@liebe cafe, ich habe auch bei uns oder an anderen schulen schon ähnliche fälle erlebt und da hilft wirklich nur etwas zu sagen und es nicht zu schlucken. die gucken dann zwar meist dumm aus der wäsche, aber letztendlich kann dir das schnuppe sein. es ist dein refendariat, welches du dir nicht von unmotivierten mentoren kaputtmachen lassen solltest.
meine tochter studiert jetzt auch lehramt und ich hoffe sehr, dass sie nicht mal in so eine situation kommt:roll:
 
AW: Frust

meine Schwester ist auch Grundschullehrerin. Sie hat mir gestern erzählt, dass ihre Kollegen sie übelst herunter machen, da sie sich engagiert zeigt. So macht sie bspw. mit ihren Schülern Lerngänge zur Zeitung oder ins Museum. ich finde das toll, denn ich glaube, durch einen solchen praktischen Unterricht lernen die Kids viel mehr und mit mehr Freude.
Den Kollegen ist ihr Einsatz ein Dorn im Auge und man versucht, ihr das Leben schwer zu machen (hinzu kommt, dass sie nur Teilzeit arbeitet und eine kleine Tochter hat). Aber vermutlich haben ihre Kollegen noch nicht verstanden, dass Arbeit ein Geschäft ist und man da auch mal flexibel sein muss. Eine Kollegin meinte bspw. ganz empört, dass sie Freitagnachmittag auf gar keinen Fall einen Termin machen werde, da habe sie Wochenende und müsse sich aufs Sofa legen. So muss nun meine Schwester montags an ihrem freien Tag kommen und wieder nach einem Babysitter schauen :icon_eyecrazy:.
Leider traut sie sich auch nicht wirklich, sich zur Wehr zu setzen...

Annie
 
AW: Frust

meine Schwester ist auch Grundschullehrerin. Sie hat mir gestern erzählt, dass ihre Kollegen sie übelst herunter machen, da sie sich engagiert zeigt. So macht sie bspw. mit ihren Schülern Lerngänge zur Zeitung oder ins Museum. ich finde das toll, denn ich glaube, durch einen solchen praktischen Unterricht lernen die Kids viel mehr und mit mehr Freude.
Den Kollegen ist ihr Einsatz ein Dorn im Auge und man versucht, ihr das Leben schwer zu machen (hinzu kommt, dass sie nur Teilzeit arbeitet und eine kleine Tochter hat). Aber vermutlich haben ihre Kollegen noch nicht verstanden, dass Arbeit ein Geschäft ist und man da auch mal flexibel sein muss. Eine Kollegin meinte bspw. ganz empört, dass sie Freitagnachmittag auf gar keinen Fall einen Termin machen werde, da habe sie Wochenende und müsse sich aufs Sofa legen. So muss nun meine Schwester montags an ihrem freien Tag kommen und wieder nach einem Babysitter schauen :icon_eyecrazy:.
Leider traut sie sich auch nicht wirklich, sich zur Wehr zu setzen...

Annie

So ging es der Klassenlehrerin meiner Tochter - sie war begeistert bei der Sache trotz eigener Kinder, sehr engagiert, viel im Elternkontakt und hat mit den Kindern tolle Projekte gemacht. Die lieben Kolleginnen haben ihr dann zu verstehen gegeben, dass sie wohl ein wenig übereifrig sei und ihren Idealismus hoffentlich bald ablegen werden .... Die anderen allesamt frustrierte, teils kinderlose, unmotivierte und angezickte ältere Schrullen, die ihren Unmut bevorzugt an den Kindern ausließen, wenn die Klassenlehrerin nicht da war. Z. B. mit Sprüchen wie: Jetzt zeige ich Euch mal, was arbeiten bedeutet" wurden die Kinder zugeballert mit Aufgaben für eine Woche, doch alle hatten verstanden, sie müssten an einem Tag erledigt werden ....

Uuuups, was für ein dummes Missverständnis mit der kranken Klassenlehrerin, nein so was .... pinocchio

Warum gibt es soviele Menschen, die nicht ertragen können, dass andere Spaß bei der Arbeit haben? Warum ist es schick, seinen Einsatz auf ein Minimum zu beschränken, statt all seine Energie in die Aufgabe zu stecken?

Besonders schlimm finde ich das im Umgang mit Kindern, denn schließlich glauben sie irgendwann, dass man genau so sein sollte im Leben! :shock:

Zum konkreten Problem: Als ich jung war, wäre ich in Cafes Situation ausgeflippt, hätte versucht, alle zu bekehren, die Schwänzer angeschwärzt und die ganze Schule aufgemischt. Später hätte ich gemerkt, dass ich damit nichts verändert habe, außer meine eigene Situation und die zum Schlechteren hin.

Heute mit beginnender Altersweisheit rate ich: Schlage sie mit ihren Waffen. Sie nehmen Cafes Leistung, um sich selbst zu entlasten. Dreh den Spieß um und bitte sie zuckersüß dringend um ihre Anwesenheit, weil Du alleine gar nicht klar kommst "Wimperklimpern". Du bist voll angewiesen auf ihre Unterstützung, Ratschläge und Erfahrung "Wimperklimpern". Und so ein Auftritt am besten, wenn der Schulleiter zufällig vorbei kommt.

So holst Du sie in die Pflicht, ohne sie bloß zu stellen und sie können nicht nein sagen. Sollten sie nicht auftauchen, bitte den Schulleiter um Unterstützung, weil Du ja so alleine ganz verunsichert bist "Wimperklimpern".

Damit ist er auch in der Pflicht und wird seine Schäfchen schon entsprechend anweisen. Dinge einfordern stößt oft auf Ablehnung, der Bitte um Hilfe "Wimperklimpern" kann kaum jemand widerstehen :wink:.

lg lillebi
 
AW: Frust

Jetzt weiss ich auch, warum so wenig Männer in den Schuldienst wollen - die können nicht so schön *wimperklimpern*

Sorry, cafe, das lag mir gerade auf der Zunge :lol:
 
AW: Frust

Jetzt weiss ich auch, warum so wenig Männer in den Schuldienst wollen - die können nicht so schön *wimperklimpern*

Sorry, cafe, das lag mir gerade auf der Zunge :lol:

Müssen die auch gar nicht, mir wirft man immer wieder mal einen "Männerbonus" vor, das will sagen: Mann sein genügt, um ohne Leistung angesehen zu sein.
Ist natürlich übertrieben aber im Schuldienst nicht ganz von der Hand zu weisen.
 
AW: Frust

Müssen die auch gar nicht, mir wirft man immer wieder mal einen "Männerbonus" vor, das will sagen: Mann sein genügt, um ohne Leistung angesehen zu sein.
Ist natürlich übertrieben aber im Schuldienst nicht ganz von der Hand zu weisen.

Ja, das habe ich auch schon gedacht. Die wenigen Männer, die mir bisher in Grundschulen begegnet sind, waren alle Schulleiter.
 
AW: Frust

update


heute war das gewünschte Gespräch und es kam auch dabei raus, das meine Ausbilder ihre Pflichten und Aufgaben gar nicht kennen. Sie hatten nicht einmal ein Bewertungsbogen...
aber das beste kommt noch...
als ich gesagt habe das mir einfach die Unterstützung fehlt, ist meine Ausbilderin ( die andere, aber beide sind gute Freunde) ausgeflippt und meinte sie hätte sich den Arsch für mich aufgerissen, weil sie meinen Entwurf am Wochenende durchgelesen hätte, weil sie mir heute ein Buch empfohlen hat, weil sie mir vor drei Tagen angeboten hat sie anrufen, weil sie mir Arbeitsblätter mitkopiert hat....

Ich wurde natürlich richtig sauer bei dieser Aussage und habe mal tacheles geredet. Jetzt stehe ich natürlich als Idiot dar. O-Ton, ich stehe in der Bringschuld, weil ich in der Ausbildung bin...
Nachdem Gespräch möchte ich auch nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten und habe mein Seminar vorhin um Rückmeldung gebeten.

Abgesehen mal davon , dass ich nichts von beiden Ausbildern gelernt habe, Vertretungsstunden gehalten habe und zusehen musste wie ich alleiner Klar komme, fehlt es der Schule einfach an Lehrkräften, da viele gar nicht mehr kommen ( ich kenne drei nicht einmal, habe die nie gesehen). Burn out lässt grüßen...
diesen Zustand müssen Menschen wie ich in der Ausbild erträglicher machen! Ich mache wirklich gern Mehrarbeit, aber irgendwann möchte ich auch das man mir hilft!

ich denke ich werde die Schule wechseln!
 
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