Gesundheitswesen in der Türkei

KEDI83

New Member
AW: Gesundheitswesen in der Türkei

ich habe eine auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen die ein jahr gültig ist und nach einem jahr muss man sie neu beantragen sofern man es benötigt. vorkasse musste ich bis jetzt noch nicht leisten da ich noch nicht zum arzt gehen musste.
 

Lumiukko

Well-Known Member
Ich möchte diesen Thread mal aus der Versenkung holen, weil ich mir gerade diese Fragen gestellt habe.
Der Thread ist allerdings von 2008 und ich denke nach 5 Jahren KÖNNTE sich ja etwas verändert haben.

Ich habe allerdings kürzlich gehört, dass immernoch sehr oft die Behandlungen komplett aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.

In den USA gab es ja kürzlich dank Obama auch eine Gesundheitsreform. Aber auch dort gibt es noch viele Baustellen. Zum Beispiel wurde (im Time Magazine?) mal aufgedeckt, dass es in Krankenhäusern "Chargemaster" gibt, die willkürlich über Behandlungskosten bestimmen dürfen. Daher kann es dort passieren, dass eine Behandlung in Krankenhaus A 3000 USD kostet und etwas weiter in Krankenhaus B nur 300 USD.

Gibt es sowas in der Türkei auch?
und gibt es inzwischen eine Krankenversicherung die erschwinglich ist?
Zahlen die in der auch bereitwillig oder stellen die sich oft quer?

Viellleicht könnt ihr mal ein paar Erfahrungen teilen, wenn das nicht zu persönlich ist, natürlich ;)
 
L

Laledevri

Guest
Viellleicht könnt ihr mal ein paar Erfahrungen teilen, wenn das nicht zu persönlich ist, natürlich ;)


Mir ist so ein Zeug eigentlich im Grund herzlich egal und deshalb habe ich mich nie grossartig informiert. Ich bin über meinen Arbeitgeber versichert, bei der SGK. Die ziehen direkt meinen "Krankenkassenbeitrag" vom Lohn ab. Damit kann ich in jedem Fall ins staatliche Krankenhaus. Ich gehe ja nur zum Arzt, wenn ich den Kopf schon unter dem Arm habe. So was in der Art ist mir neulich passiert, da landete ich in einem privaten Krankenhaus. Musste das was zuzahlen, aber das war nicht die Welt. Habe jetzt nicht geblickt, ob man grundsätzlich vier Lira abdrücken muss, egal, wo, wenn man eine Spritze bekommt oder ob das der private Aufschlag war. Aber mir gings in dem Moment einfach zu lausig, um nach Hintergründen zu forschen.Für meine neue Brille hat die SGK so um die 40, 50 Lira spendiert. Aber in Deutschland waren sie da ja auch nie grosszügig. Mit dem Unterschied, dass mich eine Brille in D arm gemacht hat und ich hier dann mit schlappen 450 Lira komplett dabei war.

Irgendjemand, der privat versichert ist, meinte mal, man bekäme für ca. 200 Dollar im Monat eine sehr gute Krankenversicherung. Ich hab mich aber wie gesagt nie in diese Themen vertieft, ist mir schnurz. Mich interessieren auch keine Bausparverträge, Eigentumswohnungen und Rentenversicherungen. Und Anlageberater beissen bei mir auch auf Granit.
 
C

CrazyWoman

Guest
Ich weiß, der Thread ist uralt, aber vielleicht hilft's ja irgendwann mal jemandem weiter...

...
Von den Tricks der AA (Abzocker-Askims) ist immer wieder die Rede gewesen. Der beliebteste, außer der Frage nach dem neuen Handy, ist ja, zu behaupten, man selber oder ‚anne’ oder ‚baba’ müsse operiert werden und dafür benötige man Geld, natürlich von der deutschen Touristin.

Den Quatsch haben wir schon so oft gehört, das geht auf keine Kuhhaut mehr! Egal wie es ist, es ist hier schon oft genug gesagt worden: ein türkischer Mann fragt keine Frau nach Geld.

...

Sind Kellner, Barkeeper und Animateure über Hotels bzw. Organisationen versichert? Und was ist mit den Angestellten in den Geschäften? Müssen sie von ihren Arbeitgeber versichert werden?

Außerdem würde mich interessieren, wie die soziale Absicherung im Winter aussieht, also wenn die Saisonarbeitskräfte nicht arbeiten. Gibt es, auch für die alten Leute, eine Art Krankenversicherung, die kostenfrei ärztliche Behandlungen und / oder Operationen ermöglicht?

Kann jetzt nur von meinem Fall berichten:
Ex-Askim war damals über seinen Vater versichert. Kann am Alter -U25- liegen, oder daran dass er noch studiert hat. Im Hotel hat er nur in den Sommermonaten gearbeitet. Dort hat das Hotel sich auch teilweise an Arztkosten beteiligt, aber er hatdie bessere Versicherung seines Vaters im Notfall vorgezogen.

Sein Vater wiederum war bei einem privaten Großunternehmen beschäftigt und erhielt gewisse Vorzüge bei der Versicherung wegen langer Betriebszugehörigkeit.
 

Lumiukko

Well-Known Member
Bisher habe ich nur sowas gehört, entweder versichert über die Firma oder privat.
Sowas wie die deutsche gesetzliche Krankenkasse als Teil des Sozialsystems gibt es ja nicht in sovielen Ländern, aber gibt es evtl. etwas annähernd vergleichbares in der Türkei? Eine staatliche Versicherung?

Dass man sich dafür nicht interessiert kann sich auch schnell rächen. Wenn man unter Verdacht steht Krebs zu haben, kann ein frühe Diagnose mit Hilfe eines CAT scans schon den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten - um es mal dramatisch auszudrücken. Die Dinger kosten in der Türkei meines wissens (Hörensagen) 3000 TL, die man ohne Krankenversicherung selbst bezahlen darf.

Natürlich ist das ein Extrembeispiel, aber ich frage ja eben deshalb, wie man sich absichern kann und wie fair das Gesundheitssystem dort ist.

Edit: Oh nein, ich wollte eigentlich etwas besonderes aus meinem 666. Beitrag machen :\
 
S

sanbea

Guest
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Alle Rechnungen sollen auf seine Kosten gehen...
 

BodrumBodrum

Active Member
Die SGK ist die gesetzliche Krankenversicherung in der Türkei. Bist du bei einer (seriösen) Firma angestellt, werden deine Beitraege direkt vom Gehalt abgeführt.
Hast du noch keinen Job, aber lebst mit Aufenthaltsgenehmigung laenger als 1 Jahr in der Türkei, gilt seit 2011 dieses neue Gesetz: (Guckst du hier:)
http://www.deutsch-tuerkische-nachr...ender-brauchen-ab-sofort-pflichtversicherung/

Desweiteren wurden ALLE privaten Krankenhaeuser unter der AKP Regierung auch für gesetzlich Versicherte geöffnet. Man zahlt dann einen Aufpreis, der von Krankenhaus zu Krankenhaus und von Untersuchung zu Untersuchung variiert.

Ich war neulich beim Frauenarzt und hab für Untersuchung und Smear-Test ca. 56 TL gezahlt.
Ich war aber mit der Behandlung dann nicht ganz zufrieden und bin dann noch mal in eine private Praxis gegangen. Da interessiert sich keiner für meine gesetzliche Versicherung und ich hab 120 TL für Untersuchung gezahlt (da war aber die Kontrolluntersuchung mit drinne).
 
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