Glaubensfrage

Tanya

Active Member
Hey zusammen,

mich würde mal interessieren für all die jenigen die in einer binationalen Ehe leben wie sie es mit der Glaubensfrage halten. Christlich-muslimisch. Wie wichtig ist Euch der Glaube? Wolltet ihr das Euer Partner den Glauben wechselt? Ist es überhaupt zu vereinbaren in einer christlich-muslimischen Ehe zu leben? Hat jemand die Fronten gewechselt und ist Muslim geworden oder sogar Christ? Treten Schwierigkeiten hinsichtlich der Glaubensfrage auf?
Wie ist die Familie damit umgegangen? Kinder - wenn ja in welchem Glauben werden sie erzogen??

Fragen über Fragen und nun hoffe ich auf Antworten über Antworten!

LG
 

diedrei

New Member
AW: Glaubensfrage

Ich finde es kommt auf darauf an, wie tollerant man mit einander umgeht/lebt.
Meiner Meinung nach, kann jeder seinen Glauben leben, wobei es auch darauf ankommt, wie stark jeder seinen Glauben lebt.
Wenn es gemeinsame Kinder gibt, vermittelt man den Kindern beide Glaubensrichtungen.
Ich kenne auch ein Ehepaar, Sie türkin, Er deutscher und die 2 gemeinsamen Kinder wurden christlich getauft aber werden in beiden Glaubensrichtungen erzogen. Jeder Ehepartner vermittelt seinem Kind etwas von seiner Religion, das finde ich sehr gut.
Die Kinder sind sehr Weltoffen.
 

Sabine

Well-Known Member
AW: Glaubensfrage

Ich bin evangelische Christin, mein Mann Moslem und unser Kind soll von beiden Religionen bzw. von ALLEN Religionen mal was mitbekommen. Jetzt ist sie ja noch zu klein. Später, wenn sie alt genug ist, soll sie dann selber entscheiden, welchen Glauben sie leben will. Wenn sie dann gar nix glauben will oder Buddhistin wird, ist uns das als Eltern auch egal. Hauptsache Kind ist glücklich.

Glauben ist gut, aber für uns Eltern jetzt nicht soooo wichtig. Mich jedenfalls sieht die Kirche nur zu Weihnachten und mein Mann hat in den 6 Jahren in Deutschland gerade 2 mal gebetet. Früher vor Flügen in die Heimat, jetzt aber schon lange nicht mehr. Eine Moschee z.B. hat er hier in Deutschland jedenfalls noch nicht von innen gesehen. Kirche allerdings schon.
Ich habe bisher nie darüber nachgedacht zu konvertieren und werde es auch (vermutlich) nie tun. Seitens meiner Schwiegerfamilie kam da nie irgendein Kommentar in diese Richtung. Wir als Familie kommen jedenfalls wunderbar mit unseren unterschiedlichen Konstellationen klar.

LG, Sabine
 

Lillianna

Member
AW: Glaubensfrage

Mal was Lustiges .

Als Kind war ich streng Gläubig ? und das nur an Sonntagen nach dem Gottesdienst .
Weil ich und meine Cousine nur in die Kirche gingen um danach an den Taufen teil zunehmen .
Nach jedem Tauf ende werden bei uns weise Zucker überzogene Bonbons in Tüll mit einem Dekorativem kleines Geschenk , oder einem kleinem Spielzeug überreicht . So weit zum Glauben . :wink:

Mein Mann ist überhaupt nicht Gläubig .(Moslem)
Ich war nicht gerade extrem Gläubig aber nach einem schiksalschlag bin ich es überhaupt nicht mehr .
Ich würde es trotzdem gut heißen wenn unsere zukünftigen Kinder Griechisch orthodox getauft werden .
So mit habe ich wieder einen Grund mich anzustellen um die süßen Bonbons zu bekommen . Laaaaach :mrgreen: :mrgreen:
 
J

JoBuk

Guest
AW: Glaubensfrage

Ich denke, sowas funktioniert nur, wenn beide nicht streng gläubig sind.
Glaubt man streng, muss man doch annehmen, dass der andere mit seinem falschen Glauben in der Hölle landen wird und wer will das einer geliebten Person schon zumuten?

Ich behaupte aber einfach mal, dass meistens die (christliche) Frau Einschränkungen in Kauf nimmt bzw. konvertiert. Frauen neigen doch eher dazu, für einen Mann in einer Art "anzuhimmeln", dass auf einmal alles ganz toll ist was er tut, denkt und ... glaubt. Sie entdecken dann ganz schnell, dass das Christentum ja eh nur wischiwaschi ist und die Moslems ... na die Moslems die glauben noch so richitig und ganzheitlich und überhaupt.

Dabei übersehen sie oft, dass sie das Christ sein vorher schon nicht richtig gelbt haben und schlicht labil sind.

Ich denke das ist sowieso das Grundproblem. Die Mehrzahl der "Christen" leben ihren Glauben nicht mehr richtig und sind dann von "Gläubigen" - auch solchen die Traditionen mit Glauben verwechseln - leicht zu beeindrucken.
 

siksara

Active Member
AW: Glaubensfrage

Ich bin evangelische Agnostikerin, mein Mann gläubiger aber nicht praktizierender Muslim.

Wir klammern das Thema Religion aus.
Dadurch, dass wir beide nicht so wahnsinnig dahinter her sind, geht das ganz gut. Und dadurch, dass wir kein gemeinsames Kind haben, das zu erziehen wäre.
 

Sithnoppe

Moderator
Hi Tanya,
wir haben ja in einem anderen Thread eine kleine Auseinandersetzung bezüglich Religion und besonders über den Koran.
Wie sieht es denn bei dir aus? Bist du mittlerweile zum Islam konvertiert? Du verteidigst den Islam dermaßen vehement, dass das schon fast bezeichnend für Konvertiten ist.

Ich bin als katholischer Heide und Ungläubiger in meiner Ehe mit einer Muslima noch nie auf irgendwelche Schwierigkeiten bezüglich unserer unterschiedlichen Ansichten über Religion gestoßen.
Wir respektieren gegenseitig unseren Glauben bzw. unseren Nichtglauben. Auch hat noch niemand in unserer Familie den Wunsch an uns herangetragen, dass ich Moslem werde, sogar meine Schwiegermutter, die letztes Jahr ihre große Hadsch gemacht hat, hat nie etwas in diese Richtung geäußert.

Es geht also: ein Zusammenleben ohne Verbiegen ist möglich.
 

dirk1966

Well-Known Member
Ich glaube das dies viel mit der Toleranz untereinander zu tun hat.
Wenn beide Partner tolerant sind, die Schwiegereltern oder auch die
Gesellschaft sich nicht einmischen/beeinflussen wollen, dann kann auch
eine Ehe, wo ein oder beide Partner gläubig sind, funktionieren.
Ich hatte den Vorteil, das meine Frau aus einer sehr modernen und toleranten Familie
kommt, wo Religion keine große Rolle spielt (dito bei mir und meiner Familie).
Somit stellte sich auch nicht die Frage der Konvention, nicht von meiner Seite, nicht
von der meiner Frau.
In übrigen würde ich selber niemals verlangen, das meine Frau mir zu Liebe ihre
Religion ändert, dies aber auch von meinen Partner erwarten.

Da Kinder nicht vorhanden sind, stellt sich bei uns diese Frage nicht.
 

blackcyclist

Gesperrt
Wenn es sogar ein militanter Atheist wie ich schafft, friedlich und ohne Probleme mit einer muslimischen Frau zusammenzuleben, dann sollte das doch wohl generell möglich sein.

Natürlich sollte man den Glauben und das Wissen :) des jeweiligen Partners akzeptieren.
 
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