Hochzeit-"kalte Füße"

HorrorButterfly

Active Member
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

ich denke, dass viele den fehler begehen und heiraten obwohl sie sich kaum kennen und das zusammenleben kein einziges mal getestet haben. es ist ja auch bei den deutschen so, dass man erstmal zusammenzieht bevor man heiratet (zumindest meistens). da sieht man dann eben ob es klappt oder eben nicht. diese erfahrungen fehlen bei fernbeziehungen nunmal und man sieht meistens erst dass es doch nicht so ist wie man sich das vorgestellt hat wenn man schon längst verheiratet ist und dann wirklich zusammen lebt.

es gibt natürlich auch viele türken die denken sie könnten hier von vater-staat leben.. dass das dann oftmals in die hose geht is eigentlich vorprogrammiert! gerade aus erzählungen denken doch viele türken wir würden hier so gut leben können, keine finanziellen sorgen, arbeit gibts wie sand am meer usw... wenn sie erstmal hier leben wachen sie schnell aus ihrem traum auf und sind erstmal ettäuscht. wenn sie dazu noch ihre familie und freunde vermissen ist es doch klar dass sie hier unglücklich sind.

es sind auch schon viele deutsche ausgewandert und dann enttäuscht zurück gekehrt! das liegt einfach an den zu hohen erwartungen.. er sollte sich im klaren sein, dass er auch hier für ein sorgenfreies leben etwas tun muss und sich nicht auf die faule haut legen... :wink:
 

Yildiz2008

Well-Known Member
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

Ein für mich völlig nebensächliches aber für ihn lebenswichtiges Thema war auch noch die Brotfrage. Fast ein halbes Jahr haben wir sämtliche Brotsorten durchprobiert, bis ihm endlich mal was geschmeckt hat. Das war ein Krampf :biggrin:


Da kann man ja nur hoffen das bäcker immer brot da hat und es nicht mal auverkauft ist :tongue:
 

Fatma

New Member
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

Ich hatte mit meinem ehemann , vor 2 tagen auch so ein gespräch. Sein freund hat ihm erzählt wir deutschen würden türken so behandeln wie die türken ihre hunde :icon_eyecrazy:
Ich habe ihm deutlich klar gemacht das er sich selber sein bild machen muss und nicht auf das hören soll was ihm andere sagen. Denn jeder hat ein anderes empfinden und es gibt mindestens genauso viele türken die sich in deutschland sehr wohl fühlen und das sicherlich nicht weil man sie wie hunde behandelt .... :redface:


Na dann stehe ich mit dem Problem also nicht alleine da.
Werde ihm die Zeit lassen die er braucht.
Wenn es eine Phase ist wird sie auch vergehen.
Hoffe er findet seine eigenen Meinung wieder und sieht dann selbst das er sich da seine ganz eigene Meinung bilden muss.
Und das kann er ja erst wenn er hier ist.
Werde euch weiter auf dem laufenden halten!


Ein riesen Dankeschön von mir, an ALLE für ihre Erfahrungsberichte und Meinungen zu meinem Thema!
 

Sabine

Well-Known Member
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

Da kann man ja nur hoffen das bäcker immer brot da hat und es nicht mal auverkauft ist :tongue:

Ausverkauft ist meist nie, aber letzte Woche hat der Bäcker seines Vertrauens umgebaut. Da war die Backstube 3 Tage dicht !!! Horror hoch 10 :shock: Zum Glück hat er in solch schlimmen Notlagen, aber einen "Ausweichbäcker" bei dem es ihm zur Not auch noch schmeckt. Aber gut, daß der Umbau nur 3 Tage gedauert hat...

Hatte ich erwähnt, daß wir bzw. er jeden Tag ein Brot verputzt ? Also ich brauche maximal 2 Scheiben zum Frühstück und 2 zum Abendbrot, den Rest, nun ja...
 
S

sigute

Guest
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

Na dann stehe ich mit dem Problem also nicht alleine da.
Werde ihm die Zeit lassen die er braucht.
Wenn es eine Phase ist wird sie auch vergehen.
Hoffe er findet seine eigenen Meinung wieder und sieht dann selbst das er sich da seine ganz eigene Meinung bilden muss.
Und das kann er ja erst wenn er hier ist.
Werde euch weiter auf dem laufenden halten!


Ein riesen Dankeschön von mir, an ALLE für ihre Erfahrungsberichte und Meinungen zu meinem Thema!


liebe fatma, jaja was die türkischen kollegen nicht so alles von sich lassen :roll:, aber frag ihn doch nochmal genauer was sie ihm gesagt haben. denn ich weiß noch als ich früher in der türkei gelebt habe meinten auch viele zu meinem mann er sollte nie mit mir nach deutschland kommen weil sich die frau dort so verändert und zum boss mutiert. aber ich muss dazu sagen dass ich es hier in unserem kreis auch teilweise so wahrnehme und mir der ein oder andere mann echt leid tut. also vielleicht ist es garnicht dass schlimme deutschland dass ihm angst macht, denn 1. ist man in den meisten fällen seines eigenen glückes schmied (soziale integration, job) und 2. besteht ja die option dass ihr in die türkei zurückgeht, und was hätte er dann schon groß verloren???
also meiner meinung nach solltest du nicht darauf hoffen dass es nur eine phase war, sondern hake ganz selbstbewußt nach, denn du hast ja nichts zu verbergen.... und da muss ich horror recht geben, denn ein zusammenleben vor der hochzeit schafft doch ein ganz anderes vertrauensgefühl zwischen den partnern, und man fühlt sich nicht so schutzlos ausgeliefert....

alles liebe sigute
 

Fatma

New Member
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

liebe fatma, jaja was die türkischen kollegen nicht so alles von sich lassen :roll:, aber frag ihn doch nochmal genauer was sie ihm gesagt haben. denn ich weiß noch als ich früher in der türkei gelebt habe meinten auch viele zu meinem mann er sollte nie mit mir nach deutschland kommen weil sich die frau dort so verändert und zum boss mutiert. aber ich muss dazu sagen dass ich es hier in unserem kreis auch teilweise so wahrnehme und mir der ein oder andere mann echt leid tut. also vielleicht ist es garnicht dass schlimme deutschland dass ihm angst macht, denn 1. ist man in den meisten fällen seines eigenen glückes schmied (soziale integration, job) und 2. besteht ja die option dass ihr in die türkei zurückgeht, und was hätte er dann schon groß verloren???
also meiner meinung nach solltest du nicht darauf hoffen dass es nur eine phase war, sondern hake ganz selbstbewußt nach, denn du hast ja nichts zu verbergen.... und da muss ich horror recht geben, denn ein zusammenleben vor der hochzeit schafft doch ein ganz anderes vertrauensgefühl zwischen den partnern, und man fühlt sich nicht so schutzlos ausgeliefert....

alles liebe sigute


hallo sigute,

also ich haben gestern Abend nochmal darüber gesprochen.
In dem was ihm erzählt wurde ging es wohl immer darum das es in Deutschland schwer ist wegen der Sprache, Arbeit und Kultur.
Klar ist es hier natürlich komplett anders als in der Türkei.
Wirklich vergleichen kann man das ja nicht. Kommst du heute kommst du morgen gibt es hier ja in der Regel nicht. Alles ist mit viel Papierkram verbunden.
So ein bisschen so denke ich herausgehört zu haben stört ihn aber wohl auch sehr die Sache das seine Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte Sachen die in der Zukunft liegen ohne ihn planen, weil er ja wahrscheinlich in Deutschland sein wird. (z.B. sein Vater baut ein Haus für ihn und seinen Bruder, das wird bald fertig und in seine Haushälfte ziehen dann seine Eltern ein weil wir ja erstmal nicht da sind.) Das mitzubekommen das alle auch ohne ihn zurechtkommen ist bestimmt nicht schön. Zugeben würde er es nicht denn er ist ja ein türk. Mann, aber es wurmt ihn schon.
Natürlich ist es auch schwer seine Familie und alle anderen die man gern hat "hinter sich zu lassen" weil man für die Liebe in ein neues Land geht.
Doch es heißt ja nicht das wir nie mehr in die Türkei gehen, wer weiß viell leben wir doch irgendwann dort. Wir halten uns ja alle Optionen offen.
Er wird sich aber selber seine Meinung bilden müssen um zu entscheiden was gut ist und was nicht.
 

Janett

Member
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

Hallo Fatma,

ich kenne die Gedanken deines Partners sehr gut auch von meinem Mann. Egal, ob Kollegen Schlechtigkeiten verbreiten, ich glaub, da spielen sich sowieso negative Szenarien im Kopf der Männer ab.

Sprache und Kultur, das sind Hindernisse, die überwunden werden können. Sowas lernen sie recht schnell...

Familie und Freunde, eher unüberwindbare Hindernisse - stellt euch das nicht so einfach vor, für die Liebe in ein anderes Land zu gehen und quasi niemanden zu kennen... nicht mal jemanden einfach so zu treffen am Tage oder nach der Arbeit auf nen Tee oder nen Bier.
Oder die Familie nur telefonisch zu erreichen... nichts ist mehr wie es in der Vergangenheit war... das gestehen die Männer aber nur ungern ein.
Und wenn´s Geld knapp ist, ist es schon schwierig die Familie regelmäßig zu besuchen...

Im Grunde bleibt nur die Beziehung zur Frau. Und wenn die alles für ihn erledigen muss, angefangen bei Behördenkram usw. - dann mutiert sie schon unfreiwillig zum Boss. Die Ehefrau will überall helfend eingreifen, versucht dem Mann das Leben so angenehm wie möglich zu machen ( er hat ja sonst niemanden!) - da fühlt sich Mann schon sehr eingeengt und bevormundet... da sind Differenzen vorprogrammiert.

Wenn dann auch noch dazu kommt, keine eigene Arbeit und kein eigenes Geld zu haben... ui, dann wirds richtig brisant.
Dabei solltest du auch vermeiden, ihm immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren, dass er ja gar nichts auf´s Spiel setzt, da er ja soweiso nichts hatte, weder Auto, Wohnung oder gut bezhalten Job... sowas wollen sie nicht hören, und in meinen Augen ist es ungerecht... denn ICH als seine Liebe, für die er alles hinter sich lässt, kann dafür niemals Ersatz sein! Soviel ist klar... für seine Familie und Freunde erst recht nicht!

ich wünsche dir, dass er den Versuch wagt, und dass ihr beide den Schwierigkeiten trotzen könnt. Alles Gute!
 
S

sigute

Guest
AW: Hochzeit-"kalte Füße"

Hallo Fatma,

ich kenne die Gedanken deines Partners sehr gut auch von meinem Mann. Egal, ob Kollegen Schlechtigkeiten verbreiten, ich glaub, da spielen sich sowieso negative Szenarien im Kopf der Männer ab.

Sprache und Kultur, das sind Hindernisse, die überwunden werden können. Sowas lernen sie recht schnell...

Familie und Freunde, eher unüberwindbare Hindernisse - stellt euch das nicht so einfach vor, für die Liebe in ein anderes Land zu gehen und quasi niemanden zu kennen... nicht mal jemanden einfach so zu treffen am Tage oder nach der Arbeit auf nen Tee oder nen Bier.
Oder die Familie nur telefonisch zu erreichen... nichts ist mehr wie es in der Vergangenheit war... das gestehen die Männer aber nur ungern ein.
Und wenn´s Geld knapp ist, ist es schon schwierig die Familie regelmäßig zu besuchen...

Im Grunde bleibt nur die Beziehung zur Frau. Und wenn die alles für ihn erledigen muss, angefangen bei Behördenkram usw. - dann mutiert sie schon unfreiwillig zum Boss. Die Ehefrau will überall helfend eingreifen, versucht dem Mann das Leben so angenehm wie möglich zu machen ( er hat ja sonst niemanden!) - da fühlt sich Mann schon sehr eingeengt und bevormundet... da sind Differenzen vorprogrammiert.

Wenn dann auch noch dazu kommt, keine eigene Arbeit und kein eigenes Geld zu haben... ui, dann wirds richtig brisant.
Dabei solltest du auch vermeiden, ihm immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren, dass er ja gar nichts auf´s Spiel setzt, da er ja soweiso nichts hatte, weder Auto, Wohnung oder gut bezhalten Job... sowas wollen sie nicht hören, und in meinen Augen ist es ungerecht... denn ICH als seine Liebe, für die er alles hinter sich lässt, kann dafür niemals Ersatz sein! Soviel ist klar... für seine Familie und Freunde erst recht nicht!

ich wünsche dir, dass er den Versuch wagt, und dass ihr beide den Schwierigkeiten trotzen könnt. Alles Gute!

aber liebe janett, wenn der partner die sache so sieht, na dann kann es doch nur scheitern....
warum sieht ein mann es nicht als herausforderung, als spannend an, die gelegenheit über sich selbst hinauszuwachsen?
oder einfach als das wunderbarste was ihm passieren konnte, nämlich endlich mit seiner liebe vereint zu sein?
klar jeder darf mal zweifeln und angst haben, hatte ich auch schon genug, aber die grundtendenz sollte eine andere sein, sonst ist die wahrscheinlichkeit dass es schief geht m.M. nach ziemlich groß...
 
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