AW: kinder- sie sind unsere hoffnung...
Ach liebe Mar, du hast einen sehr wunden Platz bei mir getroffen..
Genauso wie du habe ich schon gedacht, bevor ich ein Kind hatte. Ich mochte schon immer Kinder, ich musste nicht erst Mutter werden, um zu wissen wie man ein Kinder liebt.
Ich habe mich oft eingemischt, in irgendwelche groben Erziehungsmaßnahmen, was Mütter für richtig hielten, und genauso wie du habe ich die gleichen Antworten bekommen, wirklich schade. Ich versuche soweit es mir gelingt, mich nicht einzumischen, den die Antwort ist immer gleich “Das geht dich gar nichts an”, mittlerweile schaue ich die Mutter wütend an, und schüttele meinen Kopf, ich denke dies sagt mehr als nur Worte. Aber sollte eine Mutter oder ein Vater, das Kind in der öffentlich vor meine Augen schlagen (Ohrfeige) lasse ich meinen Dampf ab, ich kann mich da nicht zurückhalten, und Gott sei Dank, passiert es selten. Schlimm finde ich es auch, das ich während ich meine Frust ablasse bei den Eltern, auch anfange zu weinen, ist mir immer super peinlich, eine Ohrfeige zerbricht mir nun mal das Herz.
Nun bin ich ja selbst Mutter einer 7 jährigen Tochter, ich würde mich persönlich schämen, wenn ich jemals zur einer Beratung hätte gehen müssen. Ich gehe davon aus, das wenn ich ein Kind auf die Welt setze, auch über die Konsequenzen im klaren bin, das es sicherlich Situation gibt die nicht einfach sind. Gerade als allein erziehende und Berufstätige mit einem Kleinkind, ist es nicht leicht, in alle Rollen zu schlüpfen, aber ich hoffe und denke das ich meine Rolle gut hinbekomme. Das Konzept “Ganztagsschule” finde ich gut, aber für mich kam es nie in Frage, den mir war es wichtig das meine Tochter viel Zeit mit ihrer Mutter verbringt.
Ich habe nie mein Kind geschlagen, nein auch nicht einen Klaps oder gar auf ihre Hände gehauen, was ja angeblich nicht schaden soll, ich sehe es anders und bin auch absolut nicht geschaffen für so was, rein gar nicht. Gut, mir hat es auch nicht geschadet wenn ich mal eine Ohrfeige bekommen habe, den Schmerz habe ich schon vergessen, aber ich weiß noch ganz genau wie ich mich gefühlt habe. Für mich persönlich ist schlagen, hauen, kneifen, klaps auf den Po usw. nur eine Schwäche der Persönlichkeit, wie man sich an dem Kind (in diesem Fall absolut wehrlos) rechen kann. Egal wie viele es anders sehen, da ich dies sehr ernst nehme, bleibe ich dabei. Natürlich gab es Situation wo ich gereizt war und richtig aufbrausend, aber ich konnte mich schon anderweitig ablenken und ein ordentliches Gespräch mit meinem Kind führen.
Ich meine ich stelle es mir mal vor, ich bin auch mal unartig, noch in diesem Alter, wenn mich dafür jemand schlagen sollte oder man mir weh tut, warum wird dies sofort kritisiert und an die Glocke gehängt? Warum sind selbst sogar andere Empört darüber, warum steht in der ersten Klausel eines Frauen Verbandes e.V (schieß mich tot) eine Frau schlägt man nicht? Ein Kind schlägt man auch nicht. Gut, jetzt habe ich ein wenig meine Emotionen rausgelassen, wahrscheinlich weil ich es für sehr wichtig halte.
Wie gesagt meine Tochter kennt dies nicht, vielleicht habe ich des wegen auch ein freundliches, fröhliches und sehr emotionales Kind, was heute geweint hat, als sie die Krokusblumen auf einer Wiese sah “Mama der Frühling ist da” und sie streichelte fast jede einzelne Blume. Glaubt mir, es hat so viele Vorteile wenn man Kinder nicht schlägt.
Das Video liebe Mar, ist sehr erschütternd und traurig zugleich. Es reicht nicht, wenn man sich dies nur anschaut und Mitleid hat und ich bewundere dich für deinen Einsatz als Patin, es ist ein sehr schönes Gefühl ein Kind zu begleiten und es heute in solch einer schönen Situation wieder zu sehen. Ich hoffe ich habe mit meinen Beiträgen und mit meiner wenigen Persönlichkeit auch vielen Kinder eine Freude gebracht. Sei es in der Türkei oder auch hier. Aber Mar, von dir habe ich auch nichts anderes erwartet,..
Vielen Dank für deinen nützlichen Thread.
Grüße