Kinderwunsch in der Türkei

AW: Kinderwunsch in der Türkei

Aber ich persönlich finde es sehr schade, Kinder sind doch das schönste Geschenk im Leben eines Menschen!

LG babe

Mich regt dabei auf, daß einige Frauen dieses Geschenk einfach nicht zu schätzen wissen und nach der Geburt wie Müll entsorgen !

Andere Frauen, die tausende von Euros ausgeben um überhaupt Schwanger zu werden, bekommen dieses Geschenk manchmal nie !

Irgendwie schon mächtig ungerecht geregelt von dem großen Etwas da über uns !!
 
AW: Kinderwunsch in der Türkei

ich darf doch vier frauen haben:smile:

Das hättest Du wohl gerne :lol:


ich muss nur in den iran fahren, da darf ich noch drei andere frauen ehelichten theoretisch gesehen:)

im übrigen ich kenne hier in deutschland keine familie die weniger als zwei kinder hat.

Die gibt es aber und auch viele, die gar keine Kinder haben. Die Deutschen haben eine sehr niedrige Geburtenrate, was u.a. daran liegt, daß Kinder viel Geld kosten und viele es sich nicht leisten können.

ich hab von türkischen familien/muslimischen familien geredet, dass das bei deutschen familien scheinbar ein sehr großes problem zu sein scheint sollte klar sein, die geburtenrate liegt ja irgendwo zwischen 1,3 und 1,4 und ich will nicht wissen, wo die geburtenrate ohne ausländer wär.


Aber ich persönlich finde es sehr schade, Kinder sind doch das schönste Geschenk im Leben eines Menschen!

seh ich genauso, kinder sind das beste:)
 
AW: Kinderwunsch in der Türkei

Mich regt dabei auf, daß einige Frauen dieses Geschenk einfach nicht zu schätzen wissen und nach der Geburt wie Müll entsorgen !

Andere Frauen, die tausende von Euros ausgeben um überhaupt Schwanger zu werden, bekommen dieses Geschenk manchmal nie !

Irgendwie schon mächtig ungerecht geregelt von dem großen Etwas da über uns !!

Sehe ich genauso. Wie schon in einem andere Thread diskutiert, entweder nicht versorgt, verbuddelt, misshandelt und und und....
Es müsste einen Test geben, der Frauen qualifiziert Kinder bekommen zu dürfen!

Mir tun die Frauen/Familien auch sehr leid, die den Wunsch nicht erfüllt bekommen. Mutter Natur ist da leider ohne Gnade. Aber da bleibt dann ja z.B. Adoption oder Pflegekind, was ich persönlich richtig toll finde. Denn auch die Kinder haben es verdient in einer intakten Familie aufzuwachsen.

Aber das ist nun bald offtopic, es ging um den Kinderwunsch in der Türkei.
Und dazu muss ich sagen, dieser Druck der Familien ist manchmal so groß, daß es kein Wunder ist, wenn die Frau nicht schwanger wird.
 
AW: Kinderwunsch in der Türkei

Vielleicht kann ja jemand hier dazu näheres sagen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass Geburtenkontrolle, sprich Verhütung, in bestimmten Familien in der Türkei Verhütung kein Thema ist.

Da wird fleißg weiter produziert obwohl man die bereits vorhandenen Kinder weder finanziell noch auf emotionaler Ebene versorgen kann. Wie Kinder entstehen müsste man ja selbst dort wissen ;-) !

LG Susi
 
AW: Kinderwunsch in der Türkei

Vielleicht kann ja jemand hier dazu näheres sagen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass Geburtenkontrolle, sprich Verhütung, in bestimmten Familien in der Türkei Verhütung kein Thema ist.

Da wird fleißg weiter produziert obwohl man die bereits vorhandenen Kinder weder finanziell noch auf emotionaler Ebene versorgen kann. Wie Kinder entstehen müsste man ja selbst dort wissen ;-) !

Ob Du es glaubst oder nicht, Susi: Das ist bei Deutschen nicht anders. Es gibt Leute, die das Wort Verhütung nicht buchstabieren können, einfach drauflos machen und sich hinterher als heillos überfordert herausstellen. Und nicht nur einmal, nein, gleich in Serie. Ich vermute stark, es ist die gleiche Klientel, die von Angeboten zur Erziehungsberatung etc. nur schwer bis gar nicht erreichbar ist. Und dass solche Familien tendenziell auch überdurchschnittlich oft traurige Schlagzeilen machen.

Ansonsten ist der Begriff "kinderreich" dehnbar. Die Deutsche Bundesbahn hat ihn lange ab drei Kindern aufwärts verwendet. Da gab's dann den "Würmeling", im Volksmund Karnickelpass. Kennt den zufällig noch jemand? Ein grüner Ausweis, der jedes Jahr umsonst verlängert wurde und mit dem man zum halben Preis Bahnfahren konnte. Wir waren daheim drei Kinder und hatten also Glück. In der nächsten Verwandtschaft gab's auch je Familie drei bis vier Kinder. Für deutsche Verhältnisse war das auch in den 60ern/70ern schon überdurchschnittlich.

Für mich selbst ist Adoption eine selbstverständliche Alternative zu eigenen Kindern. So verständlich der Drang nach einem "selbstgemachten" Kind sein mag: Echte Kinderliebe zeigt sich für mich nicht darin, dass man auf einer Miniaturausgabe von sich selbst oder dem Partner besteht, sondern dass man Kindern ein Zuhause gibt, die keines haben. Oder vielmehr nur eines, in dem sie ohne die Wärme und Nähe einer Familie auskommen müssen. Aber viele Leute versteifen sich eher auf medizinische Fruchtbarkeitsbehandlungen, statt eine Adoption in Betracht zu ziehen. Das kann ich nur schwer verstehen.

In manchen Fällen mögen solche Behandlungen ein Segen sein. Aber wenn man bedenkt, wie sehr der Druck auf unfreiwillig kinderlose Paare dadurch gewachsen ist, welche körperlichen und seelischen Belastungen damit verbunden und wie erstaunlich gering die Erfolgsquoten im Vergleich zur "normalen" Empfängnis sind -- wäre das für mich als Mittel der Wahl undenkbar gewesen. Ganz unabhängig davon, dass ich ein Kind habe. Auch, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass mein Intimleben und das meines Partners bis hin zum Eisprung, optimalen Empfängnistermin usw. so dermaßen "vertechnisiert" würde. Das hat nach meinem Empfinden auch etwas mit Würde zu tun. Nicht alles, was machbar ist, muss auch gemacht werden, nur um einer gesellschaftlich und familiär erwünschten Norm zu entsprechen.

Frauen zu verstoßen, weil sie keine Kinder in die Welt setzen, finde ich unmenschlich. Aber in patriarchalisch geprägten Gesellschaften ist es gängige Praxis, nicht nur in der Türkei. Eher wird die Frau verstoßen, als dass der Mann möglicherweise berechtigte Zweifel an seiner Zeugungsfähigkeit zulässt.

Nicht zu vergessen: "nur" Mädchen und keinen "Stammhalter" zu gebären, gilt ja in etlichen Ländern auch noch als Makel. In meiner eigenen Familie ist es übrigens auch so gewesen. Von Geburt zu Geburt wurden die großelterlichen Mienen länger und länger, solange es kein Junge war. Man fasste sich zwar schnell und freute sich dann irgendwie doch - aber so gesehen bin ich sehr dankbar, in Deutschland und nicht beispielsweise in China oder Indien geboren zu sein. Ein weites Feld..

lg
anouk
 
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Vielleicht kann ja jemand hier dazu näheres sagen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass Geburtenkontrolle, sprich Verhütung, in bestimmten Familien in der Türkei Verhütung kein Thema ist.
Da wird fleißg weiter produziert obwohl man die bereits vorhandenen Kinder weder finanziell noch auf emotionaler Ebene versorgen kann. Wie Kinder entstehen müsste man ja selbst dort wissen !LG Susi

Bestes Beispiel dafür sind meine Schwiegereltern (meine Schwiegermutter war 18 mal schwanger, neun Söhne hat sie lebend geboren) und mein MS-kranker Schwager (trotz schwerster Krankheit und ohne eigenes Einkommen immerhin drei Kinder).
Bei obigen Fällen weiß ich aber, daß die Kinder vorwiegend als Altersvorsorge "produziert" wurden.
Sobald sie im jugendlichen Alter sind ( die Kinder meiner Schwiegereltern) bzw. erwachsen (die Kinder des kranken Schwagers), sind sie (moralisch) verpflichtet, sich bis an deren Lebensende um den Lebensunterhalt der Eltern zu kümmern.:(

LG, alsadaha
 
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Für mich selbst ist Adoption eine selbstverständliche Alternative zu eigenen Kindern. So verständlich der Drang nach einem "selbstgemachten" Kind sein mag: Echte Kinderliebe zeigt sich für mich nicht darin, dass man auf einer Miniaturausgabe von sich selbst oder dem Partner besteht, sondern dass man Kindern ein Zuhause gibt, die keines haben. Oder vielmehr nur eines, in dem sie ohne die Wärme und Nähe einer Familie auskommen müssen. Aber viele Leute versteifen sich eher auf medizinische Fruchtbarkeitsbehandlungen, statt eine Adoption in Betracht zu ziehen. Das kann ich nur schwer verstehen.
lg anouk

Das sehe ich auch so. Es gibt auf der Welt (und auch hier in Deutschland) sehr viele Kinder, die sich nach Liebe, Geborgenheit und einem Zuhause sehnen. Wer Kinder wirklich liebt, dem geht es nicht nur um die Weitergabe seiner Gene.

Schade ist nur, dass es so schwierig ist, ein Kind zu adoptieren. (Es sei denn, man ist die Gattin des Ex-Bundeskanzlers...) Da gibt es so viele Auflagen, die ich für total überzogen halte. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein kleiner Mensch im Heim besser aufgehoben ist als bei einem Paar, dass sich immer sehnlichst ein Kind gewünscht hat. Auch wenn die neuen "Eltern" vielleicht keine Anfang 20 mehr sind, nicht zu den Großverdienern gehören und keinen Trauschein vorweisen können.
 
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... aber im ernst adoptieren ist ne gute sache, auch diese kinder verdienen liebe, sie können nichts dafür, dass sie aus welchen gründen auch immer in eine familie nicht aufgenommen werden.wenn sich nen kinderwunsch nicht erfüllt, egal ob es an der frau oder dem mann liegt sollte man adoptieren, auch ansonsten sollte man mal darüber nachdenken ob man selbst kinder bekommen muss oder ob man, anderen kindern ein zu hause bieten kann ...

Ich persönlich kann Dir da nur zustimmen, der Koran sieht es allerdings ganz anders. Da heißt es:

Aus dem Koran geht das Verbot der gesetzlichen Adoption hervor. Mit Adoption ist hier die Annahme eines nicht-leiblichen Kindes, deren Eltern noch leben, gemeint. Auch die Adoption eines Kindes dessen Eltern bereits verstorben sind ist nicht erlaubt. Die Aufnahme von Pflegekindern ist selbstverständlich gestattet.

Über den Grund für dieses Verbot kann nun spekuliert werden. Die Adoption wird als eine Verfälschung der natürlichen Ordnung angesehen. Das heißt, dass die Adoption die Familienordnung durcheinanderbringt. Dem Adoptivkind (ob Junge oder Mädchen) wird der vertraute Zugang zu Familienangehörigen des anderen Geschlechts ermöglicht, den er/sie nicht haben darf.
 
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Ich persönlich kann Dir da nur zustimmen, der Koran sieht es allerdings ganz anders. Da heißt es:

Aus dem Koran geht das Verbot der gesetzlichen Adoption hervor. Mit Adoption ist hier die Annahme eines nicht-leiblichen Kindes, deren Eltern noch leben, gemeint. Auch die Adoption eines Kindes dessen Eltern bereits verstorben sind ist nicht erlaubt. Die Aufnahme von Pflegekindern ist selbstverständlich gestattet.

Über den Grund für dieses Verbot kann nun spekuliert werden. Die Adoption wird als eine Verfälschung der natürlichen Ordnung angesehen. Das heißt, dass die Adoption die Familienordnung durcheinanderbringt. Dem Adoptivkind (ob Junge oder Mädchen) wird der vertraute Zugang zu Familienangehörigen des anderen Geschlechts ermöglicht, den er/sie nicht haben darf.
Kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich Moslem wäre, würde ich mich nicht daran halten. Menschlichkeit, Geborgenheit und Liebe für diese Kinder ist mir mit Sicherheit wichtiger als sich an dieses Verbot zu halten!!

LG Booker
 
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