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sdost
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Dolly hieß das Schaf, welches vor einigen Jahren in Großbritannien als erstes Säugetier geklont wurde. Eine wissenschaftliche Sensation, die inzwischen aber Ernüchterung erfahren hat. Dolly litt sehr früh an Krankheiten und Gebrechen, die in der Natur nicht, oder erst bei viel älteren Schafen vorkommen. Kritiker gaben zu bedenken, dass nach dem Schaf wohl der Mensch „dran“ sei und eine Entwicklung in Gang gesetzt würde, die sich als Verhängnisvoll erweisen könnte. Auch wenn eine obskure, religiöse Sekte bald darauf bekannt gab, den ersten Menschen geklont zu haben, ist man den Beweis dafür bis heute schuldig geblieben. Inzwischen hat sich Südkorea zur Hochburg der Klontechnologie hochgearbeitet. Auch wenn vor einiger Zeit der bekannteste „Klonarzt“ des Landes als Betrüger überführt wurde, legt man nun nach. Die ersten Wölfe seien geklont worden, ist der Presse zu entnehmen. Eigentlich hatte man das Projekt „Klonen“, nach den Erfahrungen mit Dolly, erheblich ernüchterter gesehen. Was verspricht man sich davon? Die Natur hat nicht umsonst eine breite Mischung der Gene zur Grundlage gesunden Lebens gemacht. Es gibt genug Ehen unter Cousinen und Cousins die als Ergebnis behinderte Kinder aufzuweisen haben. Hier ist also der Genpool schon zu klein. Eine komplette Kopie, also einen Klon herzustellen, ist deshalb ein riskantes Spiel. Befürchtungen, ein neuer Hitler oder Stalin könnte erschaffen werden, sind barer Unsinn. Beide Personen hatten eine Entwicklung hinter sich, die ihre Persönlichkeit geprägt hat. Wäre Hitler von der Kunstakademie angenommen worden, so hätte er sich sicher zum verkrachten Künstler entwickelt, aber nie die Möglichkeit bekommen, die Welt ins Unglück zu stürzen. Nicht alles ist angeboren, nicht alles was wir tun genetisch vorprogrammiert, auch wenn der prozentuale Anteil der Gensteuerung sehr hoch ist.