lieben sie kinder mehr, als ihnen lieb ist?

Wichtig machen? Nein da gehört viel Mut dazu habe ich mir sagen lassen.

Tobi, ich hoffe nur, dass nicht die Eröffnung dieses Threads dich zu diesem Bewusstsein geführt hat?

Und harmlos ist das auf keinen Fall, nein mach den Fehler nicht es zu verharmlosen. Lass dir dabei helfen, bitte.

Keine Sorge, ich bin schon eine Weile in Therapie. Das Thema begegnet mir auch im Freundeskreis, in letzter Zeit vermehrt. Insofern frage ich mich auch, wieso es immer wieder in mein Leben tritt.

Zunächst ist es aber nur eine Art "Arbeitshypothese", die mir Zugang zu Empfindungen verschafft, die ich bisher abgespalten hatte.


Es kann auch sein, dass es sich bei dieser Hypothese lediglich um eine Rückprojektion darüber handelt, wie ich mich als als Kind (gegenüber meinem Großvater) gefühlt haben könnte.


Es gibt im Seelenleben meistens nicht die eine Wahrheit. Erinnerungen sind erforschtermaßen beweglich und zum Teil konstruiert. Unser Gedächtnis wählt aus und verwirft.

Aber ich schließe eben die Möglichkeit nicht mehr aus, dass da tatsächlich was stattgefunden hat.
 
Kennt ihr das, wenn ein Mann irgendeinen Muskel in seiner Leistengegend anspannt, und sein erigierter Penis so ein wenig in die Höhe schnellt? :oops:
Als ich 16 war wollte mir mein Bruder das Autofahren beibringen. Er hatte einen Opel Omega, so eine Sport Edition... egal.
Jedenfalls hat der Schaltknüppel, wenn man leicht Gas gegeben hat genau die gleiche Bewegung gemacht, das war sehr gut zu spüren, wenn man die Hand auf dem Schaltknüppel hatte.
Ich hatte davor noch nie einen Penis angefasst, aber ich wusste ganz genau, wo ich diese Bewegung des Schaltknüppels einzuordnen habe.
Ich kann mich bewusst an keinen Missbrauch erinnern, aber da scheint wohl auch etwas vorgefallen zu sein.
 
Kennt ihr das, wenn ein Mann irgendeinen Muskel in seiner Leistengegend anspannt, und sein erigierter Penis so ein wenig in die Höhe schnellt? :oops:
Als ich 16 war wollte mir mein Bruder das Autofahren beibringen. Er hatte einen Opel Omega, so eine Sport Edition... egal.
Jedenfalls hat der Schaltknüppel, wenn man leicht Gas gegeben hat genau die gleiche Bewegung gemacht, das war sehr gut zu spüren, wenn man die Hand auf dem Schaltknüppel hatte.
Ich hatte davor noch nie einen Penis angefasst, aber ich wusste ganz genau, wo ich diese Bewegung des Schaltknüppels einzuordnen habe.
Ich kann mich bewusst an keinen Missbrauch erinnern, aber da scheint wohl auch etwas vorgefallen zu sein.

Möglich ist es.

Wobei ich bei mir selbst gerade wieder etwas zurückhaltender bin. Viele Konfliktthemen sind einfach im menschlichen Seelenleben angelegt. Davon handeln Märchen und Mythen, man denke nur an Ödipus.

Andererseits muss man vorsichtig sein, den tatsächlichen Missbrauch eines Opfers als Ausgeburt seiner Phantasie abzutun. Das macht dann alles noch viel schlimmer.
 
Nach dem sich meine Verstörung wieder etwas geklärt hat, noch einmal ein paar Anmerkungen zu meinem Verdacht, die ihn ziemlich entschärfen.

Es gibt anscheinend das, was Samuel Widmer ehrbaren Inzest nennt, wahrscheinlich nicht unumstritten:

Zusätzlich zu dem Begriff des vollzogenen Inzestes, bei welchem der Vater die Tochter (oder der Therapeut die Klientin) tatsächlich für seine sexuellen Bedürfnisse missbraucht, hat Samuel Widmer den Begriff des „ehrbaren Inzestes“ geprägt. Beim sogenannten „ehrbaren Inzest“ nehme der Vater genauso wie beim vollzogenen Inzest die erwachende Sexualität seiner Tochter wahr. Aber aus Angst, damit nicht adäquat umgehen zu können, weise er die Tochter zurück. Die Tochter erlebe einen Verrat an der Liebe und des Vertrauens. Dies sei eine Traumatisierung, der so gut wie jede Frau unserer Gesellschaft unterworfen sei und welche in der Konsequenz genauso tief gehe, wie der tatsächlich erfolgte Missbrauch. (Wikipedia)

Ich vermute nun, dass ich vielleicht in einer kindlichen Neugier an der erwachsenen Sexualität die diesbezügliche Abwehr meines Großvater als kränkende Abwertung meiner kindlichen sexuellen Unschuld erlebt habe, weil er, so wie ich meine Familie insgesamt einschätze und erlebe, mit Sicherheit nicht besonders selbstbewusst mit seiner Sexualität umgehen konnte, sondern sie nahezu komplett abgespalten hat.


Dass Kinder eine Neugierde an der erwachsenen Sexualität haben können, habe ich vor ein paar Monaten bei meiner 9jährigen Nichte erlebt, die mir spontan kurz an die Hose in den Schritt fasste, als ich entspannt auf dem Sofa bei meinen Eltern saß und mich dabei frech-verlegen angrinste.

Ich war etwas irritiert und habe protestiert: "Na, das geht aber jetzt zu weit!"


Meine Schwägerin ist übrigens auch sexuell traumatisiert. Das Thema zieht sich durch mein Umfeld -



Und dann gibt ja dieses gelegentlich von Orientalen kolportierte Klischee, dass es Kinderficker nur in der westlichen Welt gäbe.

Ich kenne allein drei Türkinnen, die Zeuge oder Opfer familiären Missbrauchs wurden...

Die eine ist, wie ich kürzlich von ihrer ebenfalls wie sie vom Vater missbrauchten Freundin erfahren habe, das langjährige Ziel meiner großen Orientsehnsucht. Nun wundert mich auch nicht mehr, dass es so schwer fällt, einander näher zu kommen. Zu viel frühe Verwundungen mit ähnlichen Themen verbunden - einerseits ganz nah, und doch immer wieder so fern.


Die Dritte im Bunde ist eine Türkin, die einen Erfahrungsbericht darüber veröffentlicht hat, wie sie sich durch die Scheidung von ihrem Mann kämpfen musste, nach dem sie mitbekommen hat, dass er ihre gemeinsame 2-3 jährige Tochter missbraucht hat. Das Buch ist leider vergriffen, aber ich habe es gelesen. Ich habe die Autorin bei meiner ersten Lesung in Berlin kennengelernt.


Sind übrigens alles keine Kurden, um das bei dieser Gelegenheit mal klarzustellen. Nur die Buchautorin gehört irgendeiner Minderheit an...


Schließlich kenne ich noch eine Türkin, die auch irgendwas Missbräuchliches erlebt hat und aus einer ziemlich traumatisierten Familie kommt, aber da kenn ich die genauen Umstände nicht.
 
Die Dritte im Bunde ist eine Türkin, die einen Erfahrungsbericht darüber veröffentlicht hat, wie sie sich durch die Scheidung von ihrem Mann kämpfen musste, nach dem sie mitbekommen hat, dass er ihre gemeinsame 2-3 jährige Tochter missbraucht hat. Das Buch ist leider vergriffen, aber ich habe es gelesen. Ich habe die Autorin bei meiner ersten Lesung in Berlin kennengelernt.
http://www.amazon.de/Yasemin-Eine-Mutter-entscheidet-sich/dp/3929823942
http://www.amazon.de/Yasemin-Eine-Mutter-entscheidet-sich/dp/3929823942
 
Vielleicht ganz gut, dass ich diese dunklen Abgründe noch im alten Jahr ausgebreitet habe, damit sie sich in diesem Jahr allesamt lichten mögen... für die Welt und für mich!

Selam!
 

Danke, es fängt ganz gut an -

Schließlich kenne ich noch eine Türkin, die auch irgendwas Missbräuchliches erlebt hat und aus einer ziemlich traumatisierten Familie kommt, aber da kenn ich die genauen Umstände nicht.

Diese Freundin habe ich heute ganz spontan getroffen, wir haben uns lange unterhalten. Ab nächste Woche will sie eine psychiatrische Tagesklinik besuchen. Ich hoffe, sie zieht das durch.

Puh, die schleppt auch ein ziemliches Paket mit sich rum... aber ich glaube, dass sie ein großes Herz unter den Trümmern ihrer Seele hat. Damit wird sie es schaffen, inshallah!
 
Schwere Kost ich antworte heute noch, jetzt erst mal was arbeiten. ;)
 
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