"Meine dicke, freche, türkische Familie"

Dieses Thema im Forum "Lifestyle" wurde erstellt von DameTR, 26 März 2006.

  1. DameTR
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    Cosmo TV hat heute den Kabarettisten Moritz Netenjakob vorgestellt. Er ist mit einer Türkin (und ihrer Familie) verheiratet und hat diese Erfahrung in einem Kabarettprogramm (gemeinsam mit seiner türkischen Familie) zusammen gefast. In der Sendung wurde ein Ausschnitt aus dem Programm gezeigt, köstlich sind die sprachlichen Missverständnisse der Beteiligten. Sollte man sich ansehen.

    "Meine dicke, freche, türkische Familie" - Die etwas andere Comedy-Mixed-Show

    Wenn man eine Türkin heiratet, dann ist eines klar: Man muss im Familienbetrieb mitarbeiten. Nun wollte es das Schicksal so, dass Moritz Netenjakob nicht in eine Döner-, sondern in eine Theater-Dynastie eingeheiratet hat. Folgerichtig macht er jetzt nicht Döner im Fladenbrot, sondern Showprogramme - frei nach dem Motto: "Bühne statt Börek".

    Das Ergebnis ist eine extrem kurzweilige Mischung aus Stand-Up, Satire, Sketchen und Songs, die aus diesem Kulturen-Clash entstanden sind. Unser Kulturreporter Ravi Karmalker hat die etwas andere Comedy-Mixed-Show unter die Lupe genommen.

    Dies sind die Daten für die Show in Köln:

    27.03.2006 20:00 Uhr - EIFELTURM e.V.
    28.03.2006 20:00 Uhr - EIFELTURM e.V.
    24.04.2006 20:30 Uhr - EIFELTURM e.V.
    25.04.2006 20:30 Uhr - EIFELTURM e.V.
    15.05.2006 20:30 Uhr - EIFELTURM e.V.
    16.05.2006 20:30 Uhr - EIFELTURM e.V.
    06.06.2006 20:30 Uhr - EIFELTURM

    Eiffelturmtheater
    Eifelstraße 33 / 50677 Köln
    Telefon: 0221 - 321792

    Kölner Rundschau:

    Wenn einer in eine türkische Familie einheiratet, dann kann er was erzählen. Genau das tut der Kölner Kabarettist Moritz Netenjakob im Eifelturm. In einer urkomischen Szenenabfolge präsentiert er nicht nur seine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Clash der Kulturen, sondern auch noch einen guten Teil seiner neuen Verwandtschaft: „Meine dicke, freche, türkische Familie“. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine riesige Sippe musisch begabter Menschen aus Izmir, die zudem über eine gehörige Portion Selbstironie verfügen.

    Gattin Hüyla Dogan-Netenjakob ist Schauspielerin und somit prädestiniert, die Unterschiede zwischen deutschen („Sie haben Kopfschmerzen statt Sex“) und türkischen Frauen („Ohne Sex haben wir Kopfschmerzen“) als pralle Volkstypen zu verkörpern. Schwägerin Selda Akhan steht ihr mimisch nicht nach, wenn sie kölsch-türkische Mini-Machos parodiert – so haben Sie „In unserem Veedel“ garantiert noch nicht gehört! Ihr Mann Tino Selbach brilliert unter anderem als erste spanische Chansonsängerin der Welt, am Piano begleitet von Wilhelm Künsting, der sich der sexuellen Übergriffe der (unsichtbaren) Tante Ayshe erwehren muss. Natürlich gibt die private Familienkonstellation Moritz Netenjakob Gelegenheit, lustvoll mit sämtlichen Klischees und Vorurteilen zu spielen, ohne Rücksicht auf politische Korrektheit. Genozid an Armeniern? Gibt es ebenso wenig wie schwule Türken. Kopftuchstreit? Gast Rainer Rübhausen führt in der Rolle eines Lehrer vor, wie man sich unter umgekehrten Vorzeichen als Minderheitenvertreter fühlt.

    Zu großer Form laufen Netenjakob (als Hitler), Tino Selbach und Serhat Dogan auf, wenn sie im belagerten Führerbunker die Weltgeschichte neu schreiben – auf Kanakdeutsch. Hingehen, lachen und gelungene Integration aus erster Hand erfahren!“
     
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