NDR jetzt Rostock Lichtenhage Brandanschlag vor 20 Jahren

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Mein_Ingomann

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AW: NDR jetzt Rostock Lichtenhage Brandanschlag vor 20 Jahren


Das werde ich mir nicht noch einmal ansehen, weil ich es damals schon nicht fassen konnte. Es ist aber empfehlenswert für all jene, die meinen, es gebe keine akute Gefahr von Rechts und nichts dagegen unternehmen, wenn Leute verhaftet und verurteilt werden, die sich gegen Aufmärsche rechter Gewalttäter auf die Strasse setzen. :twisted:
 

DenkMal

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AW: NDR jetzt Rostock Lichtenhage Brandanschlag vor 20 Jahren

Das werde ich mir nicht noch einmal ansehen, weil ich es damals schon nicht fassen konnte. Es ist aber empfehlenswert für all jene, die meinen, es gebe keine akute Gefahr von Rechts und nichts dagegen unternehmen, wenn Leute verhaftet und verurteilt werden, die sich gegen Aufmärsche rechter Gewalttäter auf die Strasse setzen. :twisted:

Der BRD-Staat verhaftet und verurteilt solche Leute nicht nur, sondern sie werden mit Wasserwerfern von der Straße gespült, mit Pfefferspray verletzt, zusammengeknüppelt und man geht mit Reiterstaffeln auf sie los.
Außerdem heißt das nicht mehr "Verhaftung" oder "Einsperren", sondern "InGewahrsamNahme" in der Gefangenensammelstelle (GESA).
Eine wohltätige Handlung also, bei welcher man des öfteren noch in den Genuß eine Sonderbehandlung kommt. Sie nennen selbiges "Fixieren". Dabei werfen sie das Opfer mit dem Rücken nach oben auf die Straße, knien sich zu zweit (samt Panzerausrüstung ca. 5 Zentner plus Opfer-Eigengewicht im Brustbereich) auf den Rücken, wenden den "Armstreckhebel" an und schlagen zusätzlich den Kopf des Opfers gegen das Pflaster, wenn es lautstark gegen die Behandlung protestiert. Es folgt die stundenlange Blutabschnürung per Kabelbinder (Handfesselung auf dem Rücken besonders fest anziehen). Bei einer derartigen "InGewahrsamNahme" brach man mir drei Rippen und fügte mir eine Kopfplatzwunde zu. All das sind normale Inhalte der Ausbildung der Bereitschafts-Polizei.
Es ist nicht gesund, in der BRD Naziaufmärsche friedlich zu blockieren.
 

DenkMal

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20. Jahrestag des Neonazi-Terrors in Rostock-Lichtenhagen

Vor 20 Jahren kam es in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen zu den schlimmsten rassistischen Ausschreitungen des rechtsradikalen Abschaums, welche Nachkriegsdeutschland je erlebte:

http://www.youtube.com/watch?v=FGdJWFFv6Bs

20 Jahre ist es her, als die Bilder aus Rostock-Lichtenhagen um die Welt gingen. 20 Jahre seit den schlimmsten Ausschreitungen gegen Ausländer, die die Bundesrepublik erlebt hatte. Und auch heute noch ist bei vielen Betroffenen die Erinnerung an jene Tage und Nächte hellwach.
Es war am 22. August 1992, als sich rund 3000 Menschen vor dem Sonnenblumenhaus, einem Plattenbau mit entsprechender Bemalung, versammelten. Dort war die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber eingerichtet – und diese völlig überfüllt. Die Folge: die Menschen campierten unter freiem Himmel und die Anwohner waren verärgert.
An jenem Augusttag wurden Scheiben des Hauses eingeworfen, an den Tagen darauf verschlimmerte sich die Lage. Die nebenan lebenden Vietnamesen wurden nach der Räumung der Anlaufstelle Ziel des Mobs. Rechtsradikale warfen Brandbomben, die umstehenden Menschen sahen tatenlos zu, manche applaudierten. Die Polizei selbst war völlig überfordert. In letzter Minute konnten sich rund 150 Menschen vor den Flammen aufs Dach retten. Das es keine Toten gab damals, ist fast schon ein Wunder.
Heute erinnert äußerlich nichts mehr an jene Tage und Nächte, die Rostock zum Symbol von Ausländerfeindlichkeit machen sollten. Das Haus und die Umgebung ist saniert. Die Sonnenblumen-Bemalung allerdings gibt es immer noch. Deutsche und Ausländer leben zusammen in dem Haus. Von damals will kaum einer der Anwohner noch etwas hören.
"Die Menschen hier haben genug von dem ganzen Medienrummel zum 20. Jahrestag", sagt ein Rentner. "Stattdessen sollten lieber die Hintergründe der Randale aufgearbeitet werden." Und Rainer Fabian von der Kolping-Initiative sagt: "Nur etwa ein Drittel der heutigen Bewohner hat 1992 hier gelebt." Viele seien genauso entsetzt über den Mob gewesen, "aber seit Jahren müssen sie sich rechtfertigen".
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Ganzer Artikel:
http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/als-es-in-rostock-lichtenhagen-brannte-1.2961984

Es hat sich in 20 Jahren nichts geändert, im Gegenteil:.

Neonazis ermordeten 149 Menschen:

http://www.tagesspiegel.de/politik/...odesopfer-rechter-gewalt/v_print/1934424.html

Eine Neonazi-Terrorgruppe konnte zehn Jahre lang unbehelligt mordend durch die BRD touren, denn man war ja auf dem rechten Auge blind. Diese geisteskranken Verbrecher schossen harmlosen Bürgern in den Hinterkopf, weil sie Türken waren. Sie filmten diese Hinrichtungen und ergötzten sich später an den angsterfüllten Gesichtern der Opfer.

Neonazis werden nicht verboten, sondern Neonazi-Aufmärsche werden genehmigt, Neonazis erhielten 2011 € 1.323.547 an staatlichen Zuschüssen, Neonazis sitzen in zwei Landtagen und Neonazis sind mit rund 300 Mandaten in den Kommunalparlamenten von 15 Ländern vertreten.
 
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Mein_Ingomann

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AW: NDR jetzt Rostock Lichtenhage Brandanschlag vor 20 Jahren

Der BRD-Staat verhaftet und verurteilt solche Leute nicht nur, sondern sie werden mit Wasserwerfern von der Straße gespült, mit Pfefferspray verletzt, zusammengeknüppelt und man geht mit Reiterstaffeln auf sie los.
Außerdem heißt das nicht mehr "Verhaftung" oder "Einsperren", sondern "InGewahrsamNahme" in der Gefangenensammelstelle (GESA).
Eine wohltätige Handlung also, bei welcher man des öfteren noch in den Genuß eine Sonderbehandlung kommt. Sie nennen selbiges "Fixieren". Dabei werfen sie das Opfer mit dem Rücken nach oben auf die Straße, knien sich zu zweit (samt Panzerausrüstung ca. 5 Zentner plus Opfer-Eigengewicht im Brustbereich) auf den Rücken, wenden den "Armstreckhebel" an und schlagen zusätzlich den Kopf des Opfers gegen das Pflaster, wenn es lautstark gegen die Behandlung protestiert. Es folgt die stundenlange Blutabschnürung per Kabelbinder (Handfesselung auf dem Rücken besonders fest anziehen). Bei einer derartigen "InGewahrsamNahme" brach man mir drei Rippen und fügte mir eine Kopfplatzwunde zu. All das sind normale Inhalte der Ausbildung der Bereitschafts-Polizei.
Es ist nicht gesund, in der BRD Naziaufmärsche friedlich zu blockieren.

Bei den Erklärungsversuchen für die Pogrome von Lichtenhagen (die sich über Tage hinzogen), wird immer wieder die mangelnde Erfahrung der Polizei mit solchen Aufmärschen als Entschuldigung angeführt. Nur; die wenige Tage später stattfindende Kundgebung gegen diese rechten Gewaltexzesse wurde von der Polizei ohne Probleme bewältigt und unter Kontrolle gehalten. Wurde jemand "auffällig" wurden Verhaftungen durchgeführt -alles nach Lehrbuch.

Mein EIndruck war und ist: Die Übergriffe wurden geduldet. Seiters und Co wollten damals das Recht auf Asyl abschaffen und hierfür musste das GG geändert werden. Die Aussschreitungen kamen dazu gerade recht(s). Der "Erfolg" war bald darauf die Abstimmung im Bundestag und die Quasi - Abschaffung des Asylrechts.

Nicht die Täter, sondern die Flüchtlinge wurden also bestraft. Von den Brandstiftern und Krawallmachern ging niemand ins Gefängnis. Die wenigen, die überhaupt vor Gericht kamen, erhielten im "schlimmsten" Fall Bewährungsstrafen. Für die Tatsache, dass sie ein Haus in Brand steckten, in dem sich mehr als 100 Menschen befanden!

Wahrscheinlich fühlen sich die meisten von ihnen in ihren Taten noch bestätigt und sehen sich als Helden, die es geschafft haben das Grundgesetz zu verändern. :roll:
 

DenkMal

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AW: NDR jetzt Rostock Lichtenhage Brandanschlag vor 20 Jahren

Nicht die Täter, sondern die Flüchtlinge wurden also bestraft. Von den Brandstiftern und Krawallmachern ging niemand ins Gefängnis. Die wenigen, die überhaupt vor Gericht kamen, erhielten im "schlimmsten" Fall Bewährungsstrafen. Für die Tatsache, dass sie ein Haus in Brand steckten, in dem sich mehr als 100 Menschen befanden!

Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Ich denke, wir leben in einem Rechtsstaat?
Gibt es da Quellen?
 
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Mein_Ingomann

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AW: NDR jetzt Rostock Lichtenhage Brandanschlag vor 20 Jahren

Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Ich denke, wir leben in einem Rechtsstaat?
Gibt es da Quellen?

Anlässlich des traurigen Jahrestages gab es ja einige Reportagen dazu, in denen das auch zur Sprache kam. Meines Wissens gab es damals 47 Festnahmen (bei Ausschreitungen über mehrere Tage hinweg wohlgemerkt), die meisten Verfahren wurden aber eingestellt oder mit geringen Auflagen beendet. In drei Fällen konnte per Video der Beweis geführt werden, so dass Brandstiftung und versuchter Totschlag zur Anklage kamen. Der Prozess wurde aber 10 Jahre lang verschleppt, bis der Grossteil der Taten verjährt war. Ein Video habe ich dazu gefunden (vermutlich ein ARD Bericht) aus 2002.
Wie der Prozess ausging? Sieh selbst:

http://www.youtube.com/watch?v=Declf1r-k08&list=UUxw0c2nDuEIcPH0YMku0USw&index=30&feature=plpp_video

Wusstest du eigentlich, dass auch schon während der Ausschreitungen Gegendemonstranten vor Ort waren? Rund 200 Leute stellten sich dem Mob entgegen. Seltsamerweise konnte die Polizei diese "Ansammlung" aber auflösen. :?:
 
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