AW: Nichts halbes und nichts ganzes?
Früher nannte man die unehelichen Kinder und auch die Mischlinge "Bastarde". Inzwischen hat diese Wort in der Umgangssprache einen negativen Bedeutungswandel erfahren. Auch wenn in der westlichen Welt der "Mischling" inzwischen nicht mehr ganz so negativ gesehen wird, unterstellen ihm die Angehörigen der Völker denen er nur zum Teil angehört, eine wenig ausgeprägte Vaterlands, bzw. Mutterlandsliebe. Mißtrauisch beäugt wird ihm dann auch noch eine "ungeklärte Identität" bescheinigt, nur weil der, in diesem Fall Teiltürke, nicht dem kollektiven Kriegsrausch verfällt, oder sich dem volkstypischen, weinerlichen Selbstmitleid hingibt. Hier im Forum gibt es einige Halbtürken. Wie erfahrt ihr eure "ungeklärte Identität"?
Lieber sdost,
Deine Äußerungen von Dir wie oben fettmarkiert, die in ähnlicher Stärke hier sehr oft zu lesen sind (und sag mir bitte jetzt nicht, ich soll hier Paasagen suchen, dafür habe ich keine Zeit und 2. weißt Du ganz genau wo von ich spreche), verleiten manche zu Beleidigungen, die natürlich total daneben sind.
Aber als "homozygote" Türkin bin ich weder einem kollektiven Kriegsrausch verfallen noch bin ich weinerlich und zerfalle in Selbstmitleid.
Ich weiß auch, dass Du nicht mich meinst, aber ich bin Türkin und fühle mich nicht selten auch angesprochen. Meinst Du nicht, es wäre besser, wenn Du etwas weniger schweres Geschütz auffährst? Du musst uns doch nicht alle über einen Kamm scheren?
Wenn Deine Texte satirischer wären, wären sie viel annehmbarer, dann können auch Türken darüber lachen. Lachend kann man eher seine Fehler und Schwächen akzeptieren. Wenn Du also Veränderungen anstrebst, dann solltest Du gelegentlich mal Dein Schreibstil überdenken und ändern.
Und wer Deine Identität als "ungeklärt" bezeichnet, der hat noch immer nicht Dein südländisch/orientalisches Temperament bemerkt. Das ist in voller Blüte hier zu erkennen, zu lesen.
Du bist eine großartige Mischung, Du musst sie nur lieben lernen, wie ich es tue.8)
sei lieb gegrüßt