AW: Religion, Opium des Volkes...
Religion?
Erinnerungen / Bruchstücke:
- Ich erinnere mich an meine Schulzeit: Reli war das einzige Fach in dem ich 'ne 1 hatte, deshalb bin ich hingegangen.
- Mein Bruder war Messdiener, d.h. ich musste brav jeden Samstagmorgen um 08:00 in die Frühmesse. Nur alte Menschen und zwar nie mehr als 15 auf einmal.
- Kommunion hatte ich mit 9 Jahren. Der Vorbereitungsunterricht war nervig, dafür durfte ich am Tag der Kommunion aussehen wie eine Prinzessin!
- Zur Kommunion gab's richtig viel Geld!
- Wenn ich bei meiner Oma übernachtete sprach sie vor dem Einschlafen immer ein Gebet mit mir! Das war toll aber auch gruselig, weil Satan drin vorkam.
- Mit 14 bin ich dann aus'm Religionsunterricht ausgetreten. Der neue Lehrer war doof.
- Als Kind habe ich auch immer brav vor'm Einschlafen gebetet.
- Meine Eltern haben mich nie zu etwas gedrängt.
Ja, so weit so gut.
Es war schön sich voruzustellen, dass es da "jemanden" gibt, der IMMER für einem da ist. Der alles was er tut aus einem bestimmten Grund tut.
Erst, als ich beim Besten Willen seine "Gründe" nicht mehr nachvollziehen konnte, hab ich aufgehört an "ihn" zu glauben:
Innerhalb eines Jahres starb Dirk (17) bei einem Autounfall, Laura (15) an einem Hirntumor und Tobi (16) wurde auf der Dippemess' erstochen.
Das war definitiv zu viel für mich, welcher Gott würde so etwas zulassen?
Jedem das seine, denke ich.
Jeder Mensch muss selbst wissen, ob es ihm gut tut an "eine höhere Macht" zu glauben, oder nicht.
Ich denke, viele Menschen brauchen das "Gespräch mit Gott" einfach, um sich alles von der Seele reden zu können... um nicht ganz alleine da zu stehen oder um einen "Verantwortlichen" zu haben, für alles was passiert.
Was ich persönlich nicht mag, sind jene Menschen, die ihre Religion anpreisen und zur Schau stellen als wäre es Marktware.
Unangenehm finde ich es auch, wenn ich jemanden besuche und an jedem freien Platz steht oder hängt, liegt oder sitzt irgendein religiöser "Nippes". Da fühle ich mich unwohl und irgendwie "beobachte".
Ich trete jedem so respektvoll entgegen wie er mir, ganz gleich welche Hautfarbe oder Religion er hat.
Solange alle friedvoll miteinander umgehen und das ist ja wohl das "Kernanliegen" einer jeden Religion kann jeder seinen Glauben haben!
LG, Chayenne