Renk: Deutsch-türkisches Online-Magazin jetzt auch als Print-Ausgabe

Dieses Thema im Forum "Lifestyle" wurde erstellt von Tanrısız56, 9 November 2016.

  1. Tanrısız56
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    Tanrısız56 Well-Known Member

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    Seit 2012 gibt es "Renk" als deutsch-türkisches Online-Magazin. Mit ihrer opulent bebilderten Online-Illustrierte wollen sich die Macher_innen, wie sie es formulieren, der "Aufdeckung deutsch-türkischer Ausnahmeverhältnisse" widmen. Ab diesen Monat erscheint "Renk" (= Farbe) auch auf Papier. Erhältlich ist die Renk-Print-Ausgabe "im Fachhandel" oder per Bestellung auf

    http://www.renk-magazin.de

    Die "Berliner Zeitung" veröffentlicht eine falsche Web-Adresse (wohl versehentlich) und bringt ein aktuelles Interview ("Unser Ziel ist es immer, mit Vorurteilen aufzuräumen") mit der Herausgeberin:

    http://www.berliner-zeitung.de/kult...immer--mit-vorurteilen-aufzuraeumen--25056500

    Insgesamt macht Renk einen säkularen und weltoffenen Eindruck. Kapitalismuskritik wird jedoch nicht serviert - nicht in emanzipatorischen, aber glücklicherweise auch nicht in den immer zahlreicher werdenden regressiven (z. B. "islamistischen") Varianten.

    Beispielhaft hier ein Renk-Artikel über einen "Plattenladen als Politikum":

    http://www.renk-magazin.de/ein-plattenladen-als-politkum/

    Hintergrund: Die britische Band "Radiohead" hatte ein neues Album veröffentlicht. Die Fans dieser Band haben für sich einen speziellen Ritus erschaffen: Erscheint eine neue CD ihrer musikalischen Lieblinge, dann treffen sie sich am Tag der CD-Veröffentlichung überall auf der Welt zum Feiern. Und das mit Prosecco oder anderen alkoholischen Getränken. So geschehen auch dieses Jahr in Istanbul. Zufällig war gerade Ramazan und eine Horde von Islam-Aficionados stürmte den Plattenladen im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu, in dem sich - wie auch an anderen Orten auf diesem Planeten - Radiohead-Fans zum Musikhören und zum Prosecco-Genuss versammelt hatten. Die Fans wurden verprügelt, der Laden verwüstet.

    Ich erinnere mich, seinerzeit auf tagesschau.de einen Artikel gelesen zu haben, der sowohl das Verhalten der Angreifer als auch das der Radiohead-Fans als "Provokation" bezeichnete. Äquidistanz also. In Zeiten des Islam-Appeasements könnte man ironisch anmerken: "Wir wissen: Islam ist Frieden, nur darf dann auch niemand diese islamische Art des Friedens stören!"

    Der Renk-Artikelautor kommt zu einem anderen Fazit.

    Er schreibt:

     
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