Ich habe keine Bilde, die gehören ja auch nicht hierhin, sondern zum meriam Dingsbums. dem Leo hab ich's aber gegeben, nEe,
aber ich versuch mal so, die Aufmerksamkeit der Damen von Leo abzulenken:
Übersetzt du auch fleißig der Gattin, was die Damen hier dir antworten/schreiben?
Das war ein Kinnhhaken, nicht Leo?
Oder auch so, da wie erwähnt die Bilder nicht hierhin gehören, will ich euch schildern, wo ich gestern wart:
an der Burg in Ulus/Ankara, das ist ein Stadtteil im altem Zentrum Ankara's, wo auch das erste Parlamentsgebäude der Türkei steht u.a..
Nun haben sie seit ewig geraumer Zeit angefangen Ausgrabungen zu machen, mit ewig geraumer Zeit dürft ihr die Ewigkeit verstehen, denn wenn auch die Burg durch Instandsetzungen über die vorangegangenen Jahrhundert hinweg, steht, so ist in der unmittelbaren Nähe, nur der römische Bad ausgegraben.
Und wo die Römer ein Bad und eine anschauliche Burg unterhielten, dürften sie in Massen hier in Ankara gelebt haben, sprich es muss doch noch was geben.
Es gab's. gleich zu Füßen der Burg, 100 Meter die Bäschung runter wurde ein Amphitheater ausgegraben.
Ein mittelgroßes im Vergleich zu Aspendos, oder das von Ephesos bei Izmir.
Nun ist der Untergrund hier in Ankara fast ausschließlich Fels, vieles unter einer nicht allzu dicken Schicht Muttererde, aber auch manch steil und spitz ins Himmel ragende Felswände kann man hier beobachten. Dass die Römer erst den Fels behauen mussten, um eine ebenen Grund zu bekommen und dann mit diesen tonnenschweren Basaltsteinblöcken zu mauern ist eine architektonische Höchstleistung.
Mir kam der Gedanke, dass die Menschen aus ihrer Zeit, eine Zeit die wir nicht unmittelbar miterlebt haben, mittels ihrer Architektur mit mir sprachen.
Sie sagten; Ja, das haben wir gemeistert.
Dieser Gedanke führte mich zu dem nächsten Gedanken, mich umzuschauen, um mich zu vergegenwärtigen, was der heutige Mensch geleistet hat.
Und ich sah sie sogleich, wenn ich auch wie ein Tourist, dem die Öffnungszeiten der Ruinien nicht geläufig waren und er sich nun mutterseelen allein dort eingefunden hat und mit den Römern zu sprechen versucht, aber al--lein..ein etwa 11 jähriger Junge tauchte plötzlich zu meiner Linken auf, als wollte er sich auf mich stürzen und als ich bemerkte, schlingerte er graziös um mich herum, überholte mich und verschwand in den Gemäuern des Amphitheaters.
Ich wollte es nicht wahrhaben, was meine Empfindung mir sagte, dass nämlich dieser Junge zu den Klebstoff Schnüfflern zählte....
und ich war wie kalt geduscht...AhA, das ist der Mensch von heute.
Meine Empfindung bestätigte sich, als ich auf den alten noch stehende Mauern des Theaters lief, geradeaus von mir, in etwa 80 Meter von mir entfernt, lag das Tor oben mit rundem Bogen abgeschlossen, das in einem Seitenbau des Theaters einmündete und dort in dieser dunklen Kammer tauchte ein älterer, etwa 17 Jahre alt, Junge auf. Ich drehte den Kopf, damit wenn er mich ausmacht nicht denkt, ich hätte ihn gesehen, denn das kann gefährlich werden.
Ich beobachtete ihn aber immer noch mit einem seitlichem Blick, man konnte an ihm nicht ausmachen, ob er meiner gewahr wart, er schaute in eine anderer Richtung, so als ob er die Gegend einschätzte und ging wieder hinein.
Niemand würde sich in dieser noch halb ausgegrabenen antiken Stätte sich zu einem Piknik zurück ziehen, vor allem nicht, wenn am Eingang und rundherum des Theaters Müll lag, darunter auch Bierdosen.
Vor Jahren hatte ich genau an diesem Ort mit eigenen Augen gesehen, wie die jugendlichen hier Klebstoff schnüffelten, dies sollte die letzten Zweifel aufräumen, darüber was die jungen Leute bei der Ruine machten. Aber dass sie nicht mehr die Scheu vor den Mitmenschen abgelegt hatten, war mir neu. Schließlich würden doch anderntags hier Leute während der Ausgrabung arbeiten- oder sie pausierten, wie auch immer.
Das waren also die Menschen von heute.
Menschen, die ihre Vergangenheit erforschen, aber ihre gegenwärtig zerbröckelnde Struktur unbeachtet lassen?
Das ist wohl die Stadt, aber es blüht hier die Tage kunterbunt, es sind die Kirch- Aprikosen- und Apfelbäume, nebst anderen allerlei Sträucher, wie Efeu. Nicht zu vergessen die Ölweiden, deren Blüten so betörend duften, dass ich einen kleinen Ableger mit nahm und es in den Blumentopf steckte- vielleicht wird's- weiß jemand besser, bitte?
Und die Sonne gart einen ob der trockenen Luft, geradezu.
Na, Luscht auf Ankara bekommen?