Schwimmen lernen

  • Ersteller des Themas alsadaha
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AW: Schwimmen lernen

Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine.:confused:

Doch, doch, ich verstehe, was Du meinst. Aber manchmal tut man seinen Kindern zuliebe Dinge, die man selbst nicht mag.

Thema "verbiegen": Seit mein Sohn in die Schule geht, verbiege ich an jedem Schultag meine Natur, indem ich um 6 Uhr, spätestens 6.15 Uhr aufstehen muss.
Lach bitte nicht, aber ich bin eine Nachteule, und ein nicht unmaßgeblicher Grund für meine Berufswahl war mal, wesentlich später aufstehen zu dürfen. Okay, ich war jung, ahnte noch nicht, wie das Leben so spielt. :) Aber gut, gäbe ich meiner Natur konsequent nach, wäre das Desaster programmiert. Also lernt man notgedrungen um, und zwar nach jeden Ferien aufs Neue - zumal wir da bevorzugt den mediterranen Schlendrian pflegen.

Kurzum: es gibt Dinge, die ich keineswegs liebe. Aber meinem Kind zuliebe mach ich's halt, ohne mich groß dabei zu verbiegen. Es ist ja für Jetzt. Die Gegenwart ist wichtig, nicht die Vergangenheit, die eigenen Traumata, die man irgendwann mal erlebt hat und immer weiter mitschleppt.

Und so, wie Du dem Familienfrieden zuliebe auf Dein geliebtes Schweinefleisch verzichtest bzw. es nur unbeobachtet isst, hast Du doch auch nicht das Gefühl Dich zu verbiegen, oder? Bestimmte Kompromisse geht man halt ein, immer.

Im übrigen glaube ich, dass Kinder einem enorme Chancen zum eigenen Wachstum eröffnen. Einfach so. Weil sie sind, wie sie sind und einen fordern, in Frage stellen, manchmal Dinge verlangen, Leistungen, die uns auf Anhieb undenkbar erscheinen. Glücklicherweise tun sie das.. :) Und ich persönlich glaube, dass das manchmal etwas Heilendes hat.
 
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@ alsadaha

Auf, auf ! Lern schwimmen ! Ich finde Anouk hat das sehr schön geschrieben ! Tu es für Deinen Sohnemann. Der wird sich bestimmt freuen wenn er am Ende mit Mama zusammen seine Bahnen ziehen kann. Gib Dir ´nen Ruck auch wenn Du meinst Du willst es nicht bzw. Du brauchst es nicht.

Zwei meiner Kolleginnen konnten auch nicht schwimmen. Eine fast 60 die andere 40. Hier wurde dann auch ein Kurs für "ältere" angeboten und beide haben mitgemacht. Jetzt können sie sich zumindest über Wasser halten und sind stolz wie Oskar.

Vielleicht gibt´s so einen Kurs auch bei Euch in der Nähe ? Man muß es ja als Erwachsener nicht unbedingt mit den kleinen Zwergen zusammen lernen. Mir persönlich wäre das auf jeden Fall ober peinlich :oops:

LG, Sabine
 
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Vergangenen Freitag hat mein Sohn seine vierte Unterrichtsstunde gehabt.

Er ist, gesichert mit einem Gürtel und Schwimmnudel, mit in`s tiefe Wasser gegangen, was ja an sich bei seiner Angst schon eine große Leistung ist.

Die anderen Kinder sind mit der Schwimmnudel ihre ersten Meter im Tiefen geschwommen. Mein Sohn hat sich am Rand festgehalten und nur zugeguckt.
Der Schwimmlehrer hat ihn mehrfach ein paar Meter vom Rand weggezogen, mein Sohn klammerte sich regelrecht an den Lehrer. Einmal ließ der Lehrer ihn los, da fing mein Sohn doch ein wenig an, zu weinen und strampelte an seiner Schwimmnudel herum.

Auf diese Sekunden versuche ich momentan aufzubauen. Mein Sohn war kurz ganz alleine in dem tiefen Wasser (ich meine, keiner hat ihn gehalten- natürlich war der Lehrer nur eine Armlänge entfernt) und hat gesehen, daß er nicht untergegangen ist.

Übrigens haben an jenem Tag auch mal wieder keine Versprechungs-Tricks geholfen. Ich hatte ihm versprochen, daß wir, wenn er alles macht, was der Lehrer sagt, anschließend zu Mc Donald`s gehen. Das ist ein Rieeesenwunsch von ihm. Aber auch der Gedanke daran hat ihm nicht geholfen, sich zu überwinden.

Ich hatte mein Versprechen gehalten, rund um das Becken überall mit hinzugehen, wo mein Sohn sich gerade befand.
Mein Sohn hat mir versprochen, sich morgen in der fünften Stunde vom Rand wegzubewegen.
Er sagt selber, Versprechen muß man halten.8)
Ich bin also gespannt- er muß es ja nicht wirklich schaffen, noch in diesem Kurs das Schwimmen zu erlernen.
Ich wäre einfach nur glücklich, wenn er in diesem Zeitraum seine Angst überwindet.
 
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....sag mal alsadaha hast du mir nicht mal gesagt dass weder du noch dein Mann Wasser besonders toll findet??

....wenn dein Sohn diese Einstellung natürlich verinnerlicht hat, kann ich mir vorstellen dass er Angst hat.

.....Meine Tochter kann jetzt schwimmen.....wir mögen alle das Wasser......sie war auch sehr ängstlich aber wir haben ihr immer wieder gesagt dass sie keine Angst haben muss. Wenn ich sie auf dem Arm hatte und ins tiefe Wasser ging hatte sie immer Angst dass ich sie loslassen würde....das habe ich natürlich nie getan, so hat sie Vertrauen gewonnen. So habe ich nach und nach Pia an das tiefe Wasser gewöhnt......bis sie alleine mit Schwimmflügeln kein Problem mehr hatte.

Sie ging dann zum Sportunterricht, 1 Stunde Sport, 1 STunde schwimmen (kein Unterricht nur paddeln im Lehrschwimmbecken). Da die Kinder unterschiedlichen Alters waren und auch Schwimmer wollte meine Tochter auch schwimmen lernen. Das hat sie dann jetzt innerhalb von einer Woche im Freibad mit meinem Mann gelernt. Ich denke wenn sie nicht so viel Vertrauen zu uns gehabt hätte, dass wenn sie sagt schluß wir sie auf den Arm nehmen und gut, würde sie es heute noch nicht können. Ich weiß nicht, ob dein Sohn unter solch einem Druck das Schwimmen erlernen wird. Schwimmen sollte eigentlich Spaß machen und ein Wunsch des Kindes sein denke ich.....:redface:
 
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Doch, doch, ich verstehe, was Du meinst. Aber manchmal tut man seinen Kindern zuliebe Dinge, die man selbst nicht mag.

Thema "verbiegen": Seit mein Sohn in die Schule geht, verbiege ich an jedem Schultag meine Natur, indem ich um 6 Uhr, spätestens 6.15 Uhr aufstehen muss.
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Auch ich bin eigentlich ein Langschläfer und mußte mich für meinen Sohn bezüglich des Schlafrhythmus sehr ändern.

Den Schlafrhythmus ändern und kein Schweinefleisch essen bedeutet mir für mein Leben aber noch kein Verbiegen. Da nehme ich einfach nur Rücksicht auf andere.

Verbiegen bedeutet für mich z.B. , unter Todesangst (!) in`s tiefe Wasser zu gehen.
Ich weiß nicht, wie ich es noch erklären kann.
Ich kann nur sagen, ich habe wirklich Todesangst im Wasser !!!

Bevor ich in`s Wasser gehen könnte, müsste ich glaube ich erst eine Konfrontationstherapie oder sowas machen- ich habe mal gehört, daß es sowas gibt.

Ich glaube auch nicht, daß diese (natürlich unbegründete, aber aus Erlebnissen stammende) Todesangst jemand nachvollziehen kann, der sie nicht kennt.

Ich habe mich gestern mit meiner Mutter darüber unterhalten, sie meinte, wenn mein Sohn solche Angst hat, dürfte ich ihn nicht mehr dahin schicken.

Ich meine, genau das wäre ein Fehler- seiner Angst nachgeben und ihn in Ruhe lassen. Dann hätte er künftig genug Zeit, sich in seine Ängste hineinzusteigern.

Ich habe inzwischen von weiteren Kursen in unserem Dorf gehört, wo sich extra solcher Fäller wie meinem Sohn angenommen wird. Dort haben es bisher alle Kinder gelernt (ohne Anwesenheit der Eltern). Mein Sohn scheint ja folglich kein Einzelfall zu sein.

Ich denke oft, wäre meine Mutter damals genauso konsequent gewesen (aber natürlich weiß ich, daß sie es nur gut meinte, indem sie mich nicht mit dem Schwimmen gedrängt hat) wie ich jetzt mit meinem Sohn, dann hätte ich diese Ängste heute sicher nicht.
 
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@ alsadaha
Auf, auf ! Lern schwimmen ! Ich finde Anouk hat das sehr schön geschrieben ! Tu es für Deinen Sohnemann. Der wird sich bestimmt freuen wenn er am Ende mit Mama zusammen seine Bahnen ziehen kann. Gib Dir ´nen Ruck auch wenn Du meinst Du willst es nicht bzw. Du brauchst es nicht.

Hallo Sabine,

ich habe im letzten Posting an Anouk etwas ausführlicher geschrieben.

Es geht ja nicht um das Schwimmen lernen bei mir, sondern das Wasser an sich.

Ich weiß, Ihr meint es alle nur gut- aber das ist ein komplexes Thema mit langem Hindergrund, was vielleicht keiner nachvollziehen kann, der es so nicht erlebt hat.

Trotzdem vielen Dank für Deine Antwort.

LG, alsadaha
 
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....sag mal alsadaha hast du mir nicht mal gesagt dass weder du noch dein Mann Wasser besonders toll findet??

....wenn dein Sohn diese Einstellung natürlich verinnerlicht hat, kann ich mir vorstellen dass er Angst hat.

........ Schwimmen sollte eigentlich Spaß machen und ein Wunsch des Kindes sein denke ich.....:redface:

Vielleicht hast Du ja die Postings dazwischen nicht alle gelesen?

Mein Sohn hat nie mitbekommen, daß wir beide nicht schwimmen können oder gar Angst haben.
Mein Mann ist extrem cool drauf im Umgang mit dem Kind und Wasser- sie waren schon oft gemeinsam im nichttiefen Wasser- mein Sohn könnte nie mitbekommen haben, daß mein Mann Angst hat. Mein Mann kann es so überspielen, daß selbst ich seine Angst oft vergesse und mir erst in Erinnerung rufen muß.

Was mich betrifft, ist es ja ein viel komplexeres Thema, was ich in diesem Thread ja jetzt auch oft beschrieben habe.

Nein, mein Sohn kann meiner Meinung nicht Ängste von uns übernommen haben, da wir unseren Ängsten ja aus dem Weg gehen, indem wir selber gar nicht in`s Tiefe gehen. Ich weiß nicht, wie ich es erklären kann- aber diese Ängste um uns sind ja nicht ständig präsent, weil wir uns nicht damit konfrontieren.
Und um unseren Sohn haben wir keine Angst, weil wir ihn in sicheren Händen wissen.

Außerdem ist mein Sohn ein Kind, daß über all seine Gefühle redet- er würde sagen, wenn er da etwas spürt bezüglich unserer Gefühle (ich meine Angstgefühle, die wir ja nicht mal haben).
Es ist echt schwer, zu erklären.
Deshalb habe ich mich auch zwei Tage lang um weitere Antworten hier gedrückt, weil ich das Gefühl habe, ich kann schreiben und schreiben, mich versteht eh keiner.:cry:
 
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.......alsadaha, wenn dein Sohn euch nie wie selbstverstänglich im tiefen Wasser sieht ist es für ihn nicht normal in tiefem Wasser zu sein, verstehst du was ich meine? Dafür braucht er keine Angst eurerseits zu spüren.

Wenn er euch im flachen und tiefen Wasser sehen würde und merken würde es ist etwas ganz natürliches wäre seine Angst vielleicht nicht so groß, glaube ich zumindest. So ist ihm das tiefe Wasser vielleicht suspekt..:-?

Wenn es euch so wichtig ist dass er schwimmen lernt und er wirklich so ängstlich ist, solltet ihr euch überlegen einen (vertrauenswürdigen) Privatlehrer zu nehmen, der ohne eure Anwesenheit eurem Sohn das Schwimmen beibringt. Ich habe nämlich die Befürchtung dass andere Kinder die nicht so ängstlich sind ihn nur noch mehr verunsichern.....:redface:
 
AW: Schwimmen lernen

.......alsadaha, wenn dein Sohn euch nie wie selbstverstänglich im tiefen Wasser sieht ist es für ihn nicht normal in tiefem Wasser zu sein, verstehst du was ich meine? Dafür braucht er keine Angst eurerseits zu spüren.

Wenn er euch im flachen und tiefen Wasser sehen würde und merken würde es ist etwas ganz natürliches wäre seine Angst vielleicht nicht so groß, glaube ich zumindest. So ist ihm das tiefe Wasser vielleicht suspekt..:-?

Wenn es euch so wichtig ist dass er schwimmen lernt und er wirklich so ängstlich ist, solltet ihr euch überlegen einen (vertrauenswürdigen) Privatlehrer zu nehmen, der ohne eure Anwesenheit eurem Sohn das Schwimmen beibringt. Ich habe nämlich die Befürchtung dass andere Kinder die nicht so ängstlich sind ihn nur noch mehr verunsichern.....:redface:

ich glaube das so einfach nicht, daß die Ängste unseres Sohnes daher rühren.
Er sieht ja auch andere Menschen, die im tiefen Wasser sind und nicht ertrinken.
Im übrigen redet er ja ständig über seine Gfeühle- er würde dann auch darüber reden.

Wir probieren diesen Kurs weiter aus- er geht ja mit in`s Wasser und schreit nicht mal. Da ist ein Junge, der weint ständig (schwimmt aber mit).

Wie gesagt, wenn es nicht klappt, haben wir noch einen Kurs in Aussicht, wo sich speziell der Problemfälle angenommen wird, und das ohne Anwesenheit der Eltern.

In unserem Dorf haben die meisten Kinder in den Kursen ein Jahr oder länger bis zum Seepferdchen gebraucht.
Mein Sohn war vor diesem Intensivkurs erst ca.fünf Mal bei seinem wöchentlichen Kurs.
Er ist ja also kein Extremfall- jedenfalls im Vergleich zu den anderen Kindern, die wir kennen.

Vielleicht liegt darin auch die Lösung des Problems- er ist natürlich durch unsere Schwimmbadabstinenz viel weniger an Wasser gewöhnt als andere Kinder.

Ich denke, ich muß einfach viel mehr Geduld haben.
Und von dem Gedanken, daß er es in diesem Ferienkurs schafft, bin ich ja schon ganz ab.
 
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ZIAT: Vielleicht liegt darin auch die Lösung des Problems- er ist natürlich durch unsere Schwimmbadabstinenz viel weniger an Wasser gewöhnt als andere Kinder.






.......genau das meinte ich damit alsadaha.......nur wenn er wirklich nicht mehr will dann leg eine Pause ein. Stimmt ich habe nicht alles gelesen, was hat er denn gesagt warum er Angst hat??8)
 
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