AW: Single-Frust
so, ich muss jetzt hier auch mal mitsenfen, passt hervorragend zu meiner melancholischen grundstimmung heute abend (aufbauhilfe gerne gesehen).
ich ziehe seit drei wochen solo durchs leben (wobei ich geneigt bin, die letzte geschichte weniger als beziehung, sondern viel mehr als eine aus kuriosen umständen geborene episode mit denkbar chaotischem verlauf zu klassifizieren:biggrin

. die atempause finde ich gar nicht schlecht, wenn ich mir mal so recht bedenke, dass ich in den letzten 15 (!) jahren insgesamt hochgerechnet 6 monate ohne typ an der backe rumgelaufen bin.
wie schon auf seite 1 vorgeschlagen, hilft mir und hat mir immer das gesammelte horrokabinett der exfreunde und aller langweiligen paare vor dem inneren auge geholfen. probleme, einen mann kennen zu lernen hatte ich nie. was soll sich daran auch in zukunft ändern? ich bin 30, aber von torschlusspanik weit entfernt: der nächste chaot wird so sicher kommen wie das amen in der kirche:lol:
mein problem ist eher anderer natur.
ich lebe seit einiger zeit wieder in meiner heimatstadt (dahin wollte ich nie zurück, hat sich aber so ergeben). vorher habe ich an etlichen verschiedenen orten gelebt und gearbeitet. ich habe viele freunde, nur leider sind sie, wie es nach dem studium eben so geht, über ganz deutschland, europa und die welt verstreut. jetzt bin ich ja sehr viel unterwegs und schaffe es zum glück, zwischendrin immer mal wieder abstecher zu machen, wenn mal gerade einer an der route wohnt.
von der schule tummelt sich kaum einer noch hier, ich hab zwar versucht, einiges zu reaktivieren, scheitere aber immer wieder an einem punkt:
ich habe total beschissene arbeitszeiten! ich arbeite immer dann, wenn andere frei haben, das heisst, an den wochenenden! und dann irgendwo in der republik, also noch nicht mal so, dass man später irgendwo dazustoßen könnte. was ich unter der woche zu arbeiten habe, mache ich von zu hause aus. ich hab also noch nicht mal kollegen, an die ich mich anklinken kann- ich bin ne ich-ag, fällt also flach.
bin ich unterwegs, hab ich mit meinen kollegen (die ja überall wohnen, wir kommen nur projektweise zusammen) hully-gully ohne ende. also irgendwie habe ich zwei leben- das wenn ich weg bin und das dann echt toll ist und den schnöden alltag.
mir fehlt so dermaßen unser altes mädels-geklüngel aus dem studium, zusammen kochen, einfach mal gepflegt wo abhängen, shoppen etc, dieses spontane durchrufen "wir sind heute abend im...."- dieses einfach mal auf ne stunde, zwei wohingehen.
aber ich kann mir ja die leute nicht aus den rippen schnitzen. vieles scheitert ja oft schon daran, dass ich mich wunderbar mittwoch vormittag wo verabreden könnte, der rest der welt logischerweise dann arbeitet.
verzweifelt genug, um zum turnen des katholischen frauenbundes am donnerstagvormittag zu gehen, bin ich noch nicht.:biggrin:
und ich sag euch, 30 ist das dämlichste alter: für ein typisches studentenleben bist du zu alt, für seniorenaktivitäten zu jung und gleichaltrige kauen dir das ohr über windeln, brei oder basteln sich an der karriere zu tode...
hat irgendjemand eine zündende idee? dafür wäre ich sehr dankbar...
danke fürs zuhören!