Skateboard im shitstorm

alteglucke

Moderator
AW: Skateboard im shitstorm


Ich überspitze es mal kurz und böse in Erinnerung an einen Artikel aus "Psychologie heute" von vor etwa 15 Jahren zur Infantilisierung unserer Gesellschaft: ein großer Teil der Männer heute wird einfach nicht mehr erwachsen und will es auch nicht, alle fürchten sich vor dem älter werden. Denen nun zu sagen, sie seien zu alt für was-auch-immer, weckt offensichtlich diese Geister.
 
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Mein_Ingomann

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AW: Skateboard im shitstorm

Ich überspitze es mal kurz und böse in Erinnerung an einen Artikel aus "Psychologie heute" von vor etwa 15 Jahren zur Infantilisierung unserer Gesellschaft: ein großer Teil der Männer heute wird einfach nicht mehr erwachsen und will es auch nicht, alle fürchten sich vor dem älter werden. Denen nun zu sagen, sie seien zu alt für was-auch-immer, weckt offensichtlich diese Geister.

Die Eigendynamik mit der das offenbar hochgekocht ist finde ich schon etwas gruselig. Haben die keine anderen Sorgen? :roll:
 

alteglucke

Moderator
AW: Skateboard im shitstorm

Die Eigendynamik mit der das offenbar hochgekocht ist finde ich schon etwas gruselig. Haben die keine anderen Sorgen? :roll:

Nun, weiter gedacht sind das sehr existenzielle Sorgen. Wir werden immer älter, müssen aber immer jünger bleiben. Erfahrung ist wesentlich weniger wert als uptodate zu sein. Auf dem Arbeitsmarkt sind über 40-jährige alt, aber es wird erwartet, dass 60-jährige noch eine neue Sprache lernen, auf Berge klettern oder irgendwelche anderen Höchstleistungen. Das treibt dann auf der individuellen Ebene seltsame Blüten wie die, dass sich gestandene Männer auf dem Skateboard zum Affen machen. Und natürlich gibt es Geschrei, wenn jemand den Finger in die Wunde legt - auch wenn es albern und oberflächlich ist.
 
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Mein_Ingomann

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AW: Skateboard im shitstorm

Nun, weiter gedacht sind das sehr existenzielle Sorgen. Wir werden immer älter, müssen aber immer jünger bleiben. Erfahrung ist wesentlich weniger wert als uptodate zu sein. Auf dem Arbeitsmarkt sind über 40-jährige alt, aber es wird erwartet, dass 60-jährige noch eine neue Sprache lernen, auf Berge klettern oder irgendwelche anderen Höchstleistungen. Das treibt dann auf der individuellen Ebene seltsame Blüten wie die, dass sich gestandene Männer auf dem Skateboard zum Affen machen. Und natürlich gibt es Geschrei, wenn jemand den Finger in die Wunde legt - auch wenn es albern und oberflächlich ist.

Und dann lassen sie zu tausenden ihre Wut in den Kommentaren zu einer "Brigitte" Glosse freien Lauf? Sollen sie das mal dahin schicken wo es hingehört -an die Rentenreformer und Arbeitsmarkt "Sanierer". Wenn dort mal der Server platzt bewegt sich vielleicht auch was. :-?
 

alteglucke

Moderator
AW: Skateboard im shitstorm

Und dann lassen sie zu tausenden ihre Wut in den Kommentaren zu einer "Brigitte" Glosse freien Lauf? Sollen sie das mal dahin schicken wo es hingehört -an die Rentenreformer und Arbeitsmarkt "Sanierer". Wenn dort mal der Server platzt bewegt sich vielleicht auch was. :-?

Leider ist das nicht so einfach. Der Arbeitsmarkt ist ja auch keine feste Größe, sondern Teil gesellschaftlicher Dynamik, ebenso wie unser Rentensystem. In dem hat sich in den letzten 40 jahren übrigens sehr viel bewegt, sonst hätten wir heute Rentenbeiträge von rund 40 Prozent.
 
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Mein_Ingomann

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AW: Skateboard im shitstorm

Leider ist das nicht so einfach. Der Arbeitsmarkt ist ja auch keine feste Größe, sondern Teil gesellschaftlicher Dynamik, ebenso wie unser Rentensystem. In dem hat sich in den letzten 40 jahren übrigens sehr viel bewegt, sonst hätten wir heute Rentenbeiträge von rund 40 Prozent.

Es ist wahrscheinlich einfacher sich wegen eines solchen Skateboard Quarks aufzuregen, als sich über andere Dinge Gedanken zu machen. Nachvollziehen kann ich es nicht. Aber es ist ein gutes Beispiel dafür wie das Internet aus einer Banalität eine Riesenwelle macht. "Schwarmblödheit" ? :lol:
 
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Mein_Ingomann

Guest
AW: Skateboard im shitstorm

genau das war mein denken auch..haben die echt keine anderen probleme????

Das hat, glaube ich, mit der Bequemlichkeit und dem Verbreitungsfaktor des Internet zu tun. Früher hätten sich die Leutchen die Mühe machen müssen einen Leserbrief zu schreiben, den dann auch nicht jeder zu lesen bekommen hätte. Da hätte so ein Aufsatz nicht mal einen Bruchteil an Reaktionen und Verbreitung gefunden.
 
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