Spielen

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Der Gedanke, der mir bei deinem ersten Posting kam, war, ob es nicht damit zu tun hat, ob die Kinder frühzeitig alltäglichen Kontakt zu anderen Kindern haben? Ich habe bei uns auch schon Kinder erlebt, die alle zwei Minuten kommen und alles abfragen. "Dürfen wir mit dem xxx spielen? Kannst du dem yy sagen, dass er mich nicht ärgern soll?" Ich glaube nicht, dass meiner das woanders macht.
Aber er war eben schon sehr früh in einer Kita, mit Kindern seines Alters, ohne Mama. Und die Kinder, die damals zu uns nach Hause kamen, die kamen auch nicht alle zwei Minuten aus dem Kinderzimmer gelaufen.

Ich glaube, daß das mit dem "Aus dem Kinderzimmer gelaufen kommen" auch eine Erziehungssache der Eltern ist. Manche Kinder haben, jedenfalls in unserem Dorf, glaube ich Eltern, die gar nicht verstehen und glauben können, daß Kinder sich alleine beschäftigen können ( und ja wohl auch sollen!).

Als einer der besten Freunde meines Sohnes das erste Mal zum Spielen zu uns kam, fragte seine Mutter mich hinterher: " Und? Was hast Du mit den beiden gemacht?" Ich: ":icon_eyecrazy: Wie? Was ich mit den beiden gemacht habe? Gar nichts! Die haben zusammen (ohne mich) gespielt."
Diese Mutter spielt ständig den Beschäftigungsclown für ihr Kind und konnte sich gar nicht vorstellen, daß ihr Sohn auch ohne sie bei uns klarkommt.

Es gibt Kinder, da kommt mein Sohn mit dem betreffenden Freund/-in im 2-Minuten-Takt aus dem Zimmer, und meckert mit, was das Zeug hält (was ich irre nervend finde!!!), es gibt andere Kinder, da verschwindet er für Stunden im Zimmer und lässt sich nicht mehr blicken. Ich glaube, mein Sohn passt sich dem Verhalten der jeweiligen Freunde an.:?
 
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Ja genau, den Verkehr und die bösen Kinderentführer.

Um ehrlich zu sein, sind das auch zwei Gefahren, vor denen ich am meisten Angst habe.:?

Ich hab`s schon mal irgendwo geschrieben, mein Sohn wurde im Alter von 1 Jahr und 10 Monaten von einem Auto überfahren, hat nur durch ein Wunder überlebt, und seitdem bin ich auch extrem ängstlicher als andere Mütter.:?
 
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Es gibt Kinder, da kommt mein Sohn mit dem betreffenden Freund/-in im 2-Minuten-Takt aus dem Zimmer, und meckert mit, was das Zeug hält (was ich irre nervend finde!!!), es gibt andere Kinder, da verschwindet er für Stunden im Zimmer und lässt sich nicht mehr blicken. Ich glaube, mein Sohn passt sich dem Verhalten der jeweiligen Freunde an.:?

Ich schicke die Kiddies dann wieder zurück. Das einzige, wofür ich mich zuständig fühle, ist Essen und Trinken.
 
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Ich schicke die Kiddies dann wieder zurück. Das einzige, wofür ich mich zuständig fühle, ist Essen und Trinken.

Finde ich gut!:razz:

Ja, nur zuständig sein für Essen und Trinken, genauso sehe ich das auch. Aber wenn ich diese Kinder dann zurückschicken würde, dürfte kaum ein deutsches Kind noch zum Spielen kommen bei uns- die meisten sind hier einfach so.
Das ist eben auch ein Unterschied, den ich zwischen den deutschen und türkischen Kindern (die ich kenne) sehe- die türkischen Kinder sind nicht so.

So macht es mir auch überhaupt keinen Spaß, Kinder zu uns einzuladen, weil ich jedes Mal schon vorher weiß, das gibt einen richtig nervigen Nachmittag!:?
 
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So der junge Mann hat sich geäußert. Seine Erklärung dazu:
"Also Anneeeee das ist so, wenn ich in der Schulpause, also nach dem Essen ........(stundenlange umständliche Erklärungen welche Zeit er nun genau meint) dann zum spielen komme, dann darf ich bei den deutschen Kindern nicht mehr mitspielen weil die dann schon mittendrin sind. Aber bei meinen türkischen Freunden(man beachte bitte den Unterschied in der aussage) geht das immer sofort. Naja, manchmal muss ich dann ein bissel warten, so wenn die grade nen Wettlauf machen, aber dann darf ich auch mitmachen. Die sind einfach besser als die deutschen Kinder. Die(die deutschen Kinder) wissen eben nicht wie man richtig spielt".

Auf mein erneutes Nachfragen was er nun mit richtig meint, kam dann: "Na richtig spielt man doch erst wenn alle mitspielen, dann macht das auch am meisten Spaß. Du weißt aber auch nix."

Den Unterschied den ich hier sehe, bei den deutschen muss erstmal nen Termin gemacht werden wann das Kind denn Zeit hat. Die türkischen kids treffen sich entweder in der Einkaufszone oder auf dem Schulhof und dann wird von da aus weitergezogen. Die können auch noch mit nem kaputten Fussball spielen, während die deutschen gleich nen neuen brauchen (Beobachtung von mir)

LG Aylin
 
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Die können auch noch mit nem kaputten Fussball spielen, während die deutschen gleich nen neuen brauchen (Beobachtung von mir)

Schön wär`s. Da habe ich wiederum andere Erfahrungen gemacht.

Da "unsere " Kinder in der Türkei ( Neffen, Nichten etc.) nicht über Spielzeug verfügen, habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, welches aus D mitzubringen.

Letztes Jahr im April brachten wir u.a. ein Memory-Spiel mit, worüber restlos alle dort, egal ob 3 Jahre oder 13 Jahre, begeistert waren.
Nach ein paar Tagen schüttete meine damals 3-jährige Nichte versehentlich Tee darüber- die Mutter schmiss das Spiel einfach sofort weg, anstatt die Karten in Ruhe zu trocknen.:icon_frown: Leider war ich nicht dabei und bekam es erst am nächsten Tag erzählt, als es schon zu spät war.

Ich war wirklich richtig sauer!!!:icon_frown:
 
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Um ehrlich zu sein, sind das auch zwei Gefahren, vor denen ich am meisten Angst habe.:?

Ich hab`s schon mal irgendwo geschrieben, mein Sohn wurde im Alter von 1 Jahr und 10 Monaten von einem Auto überfahren, hat nur durch ein Wunder überlebt, und seitdem bin ich auch extrem ängstlicher als andere Mütter.:?

Das kann ich schon gut verstehen. Und es ist natürlich auch nicht so, dass ich die Gefahren nicht sehe (vor allem das zweite, mein kleiner ist einfach total vertrauensselig). Ich denke nur, dass die Kinder trotzdem draußen spielen sollen. Und bei uns ist auch verhältnismäßig ungefährlich: ein Neubaugebiet, durch das niemand durchfahren muss, mit großen Spielstraßenschildern und gut einsehbar.

Den Unterschied den ich hier sehe, bei den deutschen muss erstmal nen Termin gemacht werden wann das Kind denn Zeit hat. Die türkischen kids treffen sich entweder in der Einkaufszone oder auf dem Schulhof und dann wird von da aus weitergezogen. Die können auch noch mit nem kaputten Fussball spielen, während die deutschen gleich nen neuen brauchen (Beobachtung von mir)

Spielen die Kinder wirklich so nach Nationen getrennt? Weißt du, warum?
 
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Ansonsten haben wir viel aus dem Lehm und Dreck getöpfert, ich hatte eine beträchliche Sammlung an Töpfen, Vasen, Tassen etc, natürlich in Miniaturformat.
Wir haben nahezu alles was grün war gegessen, wir waren den ganzen Tag draußen, haben uns was ausgedacht.
Aber das ist nicht türkisch-spezifisch sondern Landkindheit, denke ich.
Was AylinDeniz schreibt kann ich etwas nachvollziehen, es ist ein Miteinander oder Hilfsbereitschaft, die stärker betont ist. Was nicht heisst, dass deutsche Kinder nicht hilfsbereit wären.

Das hört sich wirklich nach einer idyllischen Kindheit auf dem Land an...
 
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am meisten ist mir dieser unterschied hier in der türkei im minni club aufgefallen..türkische kinder sind auch weniger kreativ als andere kinder..die phantasie reicht nach meiner erfahrung nicht weit, leider..aber oft liegt es auch daran, dass türkische kinder sehr zeitig das leben kennenlernen müssen und im haushalt helfen müssen und sogar arbeiten müssen...
 
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Das einzige, wofür ich mich zuständig fühle, ist Essen und Trinken.

Ach Andrea,
wieder so ein Satz, wofür ich dich am liebsten anknutschen möchte. Lach mich grad kaputt. Du erinnerst mich permanent an Monty Python.

So zu meiner Kindheit:
Ja, die war wirklich super. Wir Türken lieben ja Früchte und jeder hat ein Garten voller Fruchtbäume, so auch wir, den ganzen Tag haben wir irgendwelche Früchte gegessen.
Und dann wurde ich nach Deutschland geholt, in eine Stadt ohne Bäume, rauchenden Schloten und laut sprechenden, unfreundlichen Menschen. Ätzend, sage ich Dir, da war es wirklich vorbei mit meiner schönen Kindheit. Wenn es wenigsten einer der rheinländischen Städte gewesen wäre!
Bist Du in Beul aufgewachsen, ist ja sehr ländlich, oder?
 
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