Sterbehilfe?

AW: Sterbehilfe?


Also ich finde Sterbehilfe total ok, wenn das Leben nur eine Qual ist.

Und diese Entscheidung liegt bei mir ganz alleine, denn es ist schließlich auch MEIN Leben. Da kann ich doch auch entscheiden, ob ich es beenden will.
Mich hat schliesslich auch keiner gefragt, ob ich leben will

Allen Kranken auf dieser Erde wünsche ich Genesung und das sie wenigstens einen lieben Menschen an ihrer Seite haben der für sie da ist
Allen Gesunden wünsche ich, das sie niemals krank werden

** Augenstern **
 
AW: Sterbehilfe?

ich schließ mich da gfb34istanbul an, besser kann ichs nicht ausdrücken.
 
AW: Sterbehilfe?

Sterbehilfe – sehr schwieriges thema. Ich will in keiner ethikkommission sitzen. Natürlich würde ich einem mir lieben menschen nie das recht absprechen, seinem leben ein ende zu setzen, wenn es nur noch aus unheilbarem leid und schmerz besteht. Doch es entstehen so viele fragen. Gibt es einen objektivierbaren grad an schmerz oder krankheit, ab dem ein mensch diese entscheidung für sich fällen darf? Oder wer entscheidet darüber? Und was ist mit menschen, die diese entscheidung nicht treffen können, weil sie beispielsweise geistig dazu nicht mehr in der lage sind? Was ist mit kindern oder eben jungen menschen, die erkranken und beispielsweise plötzlich unwiderrufbar schwer geistig und körperlich behindert sind? Denn dann sind wir vom thema der sterbehilfe ganz schnell beim thema der euthanasie angelangt. Welches leben ist nicht mehr lebenswert? Und wer sollte darüber entscheiden? Ich habe keine antwort.

Ein spannender roman dazu von Simmel: „niemand ist eine insel“ – das thema eingebettet in die welt der reichen und schönen.
 
AW: Sterbehilfe?

In diesem konkreten Fall bei Phoenix war ein Mann von 49 Jahren unheilbar an einer Muskellähmung erkrankt die unweigerlich bis zur völligen Lähmung geführt hätte. Er hat für sich die Grenzen gezogen und gesagt, dass er Schluss macht wenn er nicht mehr alleine auf die Toilette kann. Wenn jedem Menschen eine Würde zugebilligt wird, hat auch jeder seine Meinung wo es anfängt unwürdig zu werden.
 
AW: Sterbehilfe?

In diesem konkreten Fall bei Phoenix war ein Mann von 49 Jahren unheilbar an einer Muskellähmung erkrankt die unweigerlich bis zur völligen Lähmung geführt hätte. Er hat für sich die Grenzen gezogen und gesagt, dass er Schluss macht wenn er nicht mehr alleine auf die Toilette kann. Wenn jedem Menschen eine Würde zugebilligt wird, hat auch jeder seine Meinung wo es anfängt unwürdig zu werden.

in dem Falle könnte er ja den Freitod wählen, dazu müsste er noch in der Lage sein, wenn für ihn seine Würde beim Toilettengang anfängt.

Jetzt speziell in diesem Falle frage ich mich, überfordert er mit seiner Forderung nicht seine Umgebung, was ist mit meiner Würde, wenn er von mir eine Tötung "verlangt".
 
AW: Sterbehilfe?

in dem Falle könnte er ja den Freitod wählen, dazu müsste er noch in der Lage sein, wenn für ihn seine Würde beim Toilettengang anfängt. Seine Würde hörte dort auf

Jetzt speziell in diesem Falle frage ich mich, überfordert er mit seiner Forderung nicht seine Umgebung, was ist mit meiner Würde, wenn er von mir eine Tötung "verlangt".


Da kommt ja diese Oranisation xxx ins Spiel, die in der Schweiz Sterbehilfe praktiziert. Diese Leute haben eine andere Auffassung und sehen es als Hilfe an, wenn sie jemandem aus dem Leben scheiden lassen. Wörtlich sagten xxx-mitarbeiter, dass sie da sind damit nicht jemand von Hochhaus springen muss. Außerdem gibt es dieses Medikament nur auf Rezept. Es soll schnell wirken ohne dass der Mensch leiden muss
 
AW: Sterbehilfe?

Wörtlich sagten xxx-mitarbeiter, dass sie da sind damit nicht jemand von Hochhaus springen muss.

Na ja, also, ob jemand vom Hochhaus springen "muss", bezweifle ich mal, da gäbe es - zynisch gesagt - elegantere Methoden. Nur möchte ich diese Mitarbeiter mal sehen, wenn jemand, was durchaus vorstellbar ist, in einer akuten Krise dort anruft und sagt: "Hören Sie mal, entweder Sie helfen mir mich umzubringen, oder ich springe gleich vom Hochhaus." Da, finde ich, wird es völlig absurd. Was machen die Leute dann? Führen sie erstmal quasi therapeutische Gespräche, um zu eruieren, was der Hintergrund ist? Ethisch wäre das bitter nötig, vielleicht tun sie's ja auch, mag sein, aber damit würden sie tatsächlich ihren eigenen Geschäftsinteressen schaden.

An den Haaren scheint mir das Beispiel nicht herbeigezogen: Eine andere Schweizer Organisation, die seit Jahren Sterbehilfe anbietet und praktiziert, weist z.B. ganz aktuell auf ihrer Website darauf hin, dass die Leute doch, bitteschön, nicht erst Kontakt aufnehmen sollen, wenn es 5 vor 12 sei, weil es die Organisation überfordere.
Okay, verständliches Ansinnen. Nur wirft es ein etwas eigentümliches Licht, dass die potenzielle, spätere Kundschaft dazu angehalten wird, die hinterlegte Patientenverfügung regelmäßig gegen Cash zu erneuern. Ich kann mir nicht helfen, vielleicht tue ich den Sterbehelfern auch Unrecht - aber irgendwie kommt es mir vor, als würden da mit der Angst anderer Menschen teils gar nicht so schlechte Geschäfte gemacht..

Nachdenkliche Grüße

Anouk
 
AW: Sterbehilfe?

Egal wie es mir ginge, ich würde in solchen Fälle meine Angehörigen entscheiden lassen. Nur schon wenn es einmal darum gehen würde, die Maschinen abzuschalten oder nicht... Ich denke mir; ich selbst werde von dieser Erde gehen und für mich wird alles okay sein, aber meine Angehörigen, das sind die Leidtragenden. Darum sollen sie für sich den Weg entscheiden, der ihnen am Besten tut. Ich gehe jetzt nicht von Schmerzen aus - aber auch da würde ich kämpfen, bis ich sehe dass man bereit ist, mich gehen zu lassen....
 
AW: Sterbehilfe?

Geschäftemacherei ist nie auszuschließen und xxx ist auch nicht unumstritten. Es wird auch nicht jedem Lebensmüden das Medikament verabreicht, sondern nur jenen, die schwer krank sind und wo es keine Aussicht auf Besserung gibt.
 
Top