Türken im Widerspruch: Türkisch in Deutschland ja, Kurdisch in der Türkei, nein



Ich hoffe, das lässt Du nicht in der Schule ab...das hoffe ich ernsthaft


dann haben das aber so einige hier. Wurdest ja schliesslich nicht nur von mir darauf hingewiesen, aber hauptsache du bist nicht gestört!!!

Ich hoffe auch, dass du bei deinen Studenten nicht das gleiche über land u leute ablässt wie hier im Forum. Sonst könntest wohl direkt wieder zurück in die Heimat.
 
Erstmal eine Klarstellung, weil einige hier Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Kurden sind kein Volk welches vor 30 Jahren in irgendeinem Staat eingewandert sind, nun 2 % der Bevölkerung ausmachen und sonst geschichtlich nichts mit dem Land zu tun haben. Sie sind seid 1000 Jahren da, sind eine eigenständige Ethnie mit eigener Sprache und stellen in bestimmten Regionen 90 % der Bevölkerung dar. Und aufgrund des demographischen Wandels und der Geburtenzahlen werden sie nachweislich in 30 Jahren die Bevölkerungsmehrheit in der Türkei stellen!! Das ist Fakt.

Also werden sie ohnehin irgendwann selbst bestimmen was sie wollen, weil sie schlichtweg die Stimmenmehrheit haben.
Heute können noch die Türken entscheiden, ob sie den Kurden weitere 30 Jahre Verbote diktieren oder auf Augenhöhe begegnen. Was besser für die Einheit des Landes ist, dürft ihr euch selbst aussuchen.

Deine Prognose impliziert zwei Annahmen:
1. Die Kurden heiraten nur untereinander und "vermischen" sich nicht mit anderen Volksgruppen.
2. Die Kurden vermehren sich deutlich stärker als die restlichen Volksgruppen in der Türkei.

Beide Annahmen halte ich nicht für realistisch.

Die erste Annahme hätte Bestand, wenn Kurden nur in bestimmten Regionen ansässig geblieben wären und damit nur untereinander geheiratet hätten. Durch den Krieg gegen die PKK waren viele Kurden im Osten gezwungen, aus ihren Dörfern in die Großstädte wie Istanbul, Ankara, Adana, Izmir etc. auszuwandern. Letztens habe ich in einer Gesprächsrunde gehört, dass Istanbul den höchsten Anteil an Kurden hat. Durch diese "Völkerwanderung" ist es nur logisch, dass es mittlerweile immer mehr Ehen zwischen Kurden/Türken/Lazen/Tscherkesn etc. gibt.

Die zweite Annahme halte ich nicht für haltbar, da man immer wieder beobachten kann, dass sich das Verhalten der Minderheiten im Laufe der Zeit an die Mehrheitsgesellschaft angleicht. Dies gilt insbesondere auch für die Geburtenrate. Dies ist beispielsweise auch bei den türkischen Familien hier in Deutschland zu beobachten.

Mal abgesehen schwingt in Deiner Prognose ein Schreckensszenario mit, was mir garnicht gefällt... Auch wenn manche hier der Meinung sind, dass die Kurden nur darauf warten würden, den Türken eins auszuwischen... ich denke die meisten Kurden wollen einfach nur in Frieden leben mit den übrigen Volksgruppen. Natürlich gehört hierzu auch das Ausleben ihrer Identität (wozu natürlich auch die Sprache zählt).
 
Das sind die Kriterien zur Anerkennung einer Minderheit in Deutschland, was auch meines Wissens nach sich an Art. 14 oder was es war der EMRK anlehnt
Folgende Kriterien müssen zur Bestimmung als nationale Minderheit in Deutschland erfüllt sein:
  1. Die Angehörigen sind deutsche Staatsangehörige;
  2. Sie unterscheiden sich vom Mehrheitsvolk durch eigene Sprache, Kultur und Geschichte, also durch eine eigene Identität;
  3. Sie wollen diese Identität bewahren;
  4. Sie sind traditionell in Deutschland heimisch;
  5. Sie leben hier in angestammten Siedlungsgebieten.[6]
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Minderheit


Jetzt verstehe ich auch die ganzen Diskussionen, wonach Integration nicht ausreichen und Assimilation überzeichnet wird, ...ging es doch schliesslich um die Leitkultur.
 
Es mögen auch deutscherseits seit Beginn der Zuwanderung in den Wirtschaftsboomjahren viele Fehler gemacht worden sein. Aber ich glaube, niemals ging es den Deutschen um Assimilation Zugewanderter. Aber Minderheitenrechte setzen nun mal gewisse Kriterien wie allem voran Staatsbürgerschaft und eine gewisse Verwurzelung voraus. Und das ist auch nichts originär Deutsches.

Die Türken in Deutschland sind eine Diasporacommunity. Das nicht im abfälligen oder wie Sinne gemeint. Aber allein schon beim Thema Staatsbürgerschaft bilden sie keine "homogene Gruppe".
 
Es mögen auch deutscherseits seit Beginn der Zuwanderung in den Wirtschaftsboomjahren viele Fehler gemacht worden sein. Aber ich glaube, niemals ging es den Deutschen um Assimilation Zugewanderter. Aber Minderheitenrechte setzen nun mal gewisse Kriterien wie allem voran Staatsbürgerschaft und eine gewisse Verwurzelung voraus. Und das ist auch nichts originär Deutsches.

Die Türken in Deutschland sind eine Diasporacommunity. Das nicht im abfälligen oder wie Sinne gemeint. Aber allein schon beim Thema Staatsbürgerschaft bilden sie keine "homogene Gruppe".

gemach gemach, es sind ja gerade mal 3-5 Generationen vergangen.

ps. wie will dann eigentlich Sarrazin noch eine Überfremdung zeichnen und mit seinen Statistiken befeuern, wenn sie alle die deutsche Nationalität beantragen?
 
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