Türken lesen durchschnittlich alle zehn Jahre ein Buch

Ich glaube nicht, dass man das Lesen eines Buches mit dem Lesen im Netz vergleichen kann.
Ich habe als Kind/Jugendliche Bücher geradezu verschlungen.
Manchmal gehe ich heute daher, lese ein Buch aus früheren Tagen und erinnere mich dadurch an die Vergangenheit.
 
Diese Theatralik, die viele Menschen beim Thema Lesen an den Tag legen, finde ich sehr interessant. Man liebe Bücher und könne ohne diese nicht leben und sei glücklich, wenn sie eines geschenkt bekommen. Beeindruckend!

Mal abgesehen von Fachliteratur, schmeiße ich das Ding weg, verschenke oder lasse es im öffentlichen Nahverkehr liegen. Wer will, kann es mitnehmen. Meistens schreibe ich auch was rein, so was wie “Viel Spaß”, manchmal auch meine E-Mail-Adresse, wenn ich neugierig bin, ob der Mist auch anderen Menschen gefallen hat.

Einmal fiel mir ein Buch von Marquis de Sade in die Hände, fand ich auf einem Straßenflohmarkt in Schwabing. Das war so schrecklich, dass ich nach 50 Seiten das Ding angewidert zugeklappt habe. Bevor ich ausstieg, habe ich noch eine kleine Notiz reingeschrieben: "Du sollest dringend zum Arzt, wenn dir der kranke Scheiß gefällt." Ohne E-Mail-Adresse.
 
Einmal fiel mir ein Buch von Marquis de Sade in die Hände, fand ich auf einem Straßenflohmarkt in Schwabing. Das war so schrecklich, dass ich nach 50 Seiten das Ding angewidert zugeklappt habe. Bevor ich ausstieg, habe ich noch eine kleine Notiz reingeschrieben: "Du sollest dringend zum Arzt, wenn dir der kranke Scheiß gefällt." Ohne E-Mail-Adresse.

Marquis de Sade hat es immerhin so weit geschafft, in die Geschichte einzugehen.
 
Lesen bildet tatsächlich, wenn man nicht nur Groschenromane liest. Kinder, die viel lesen, können auch besser rechtschreiben und sich besser ausdrücken.
In der heutigen Zeit wird bestimmt nicht mehr so viel gelesen wie früher als es noch keine Fernsehgeräte gab. Internet hat dann nochmal bei vielen Menschen Zeit gefressen. Heute kann man auch ganze Abende mit Spielen verbringen.
Die gesunde Mischung von allem macht es.
 
Einmal fiel mir ein Buch von Marquis de Sade in die Hände, fand ich auf einem Straßenflohmarkt in Schwabing. Das war so schrecklich, dass ich nach 50 Seiten das Ding angewidert zugeklappt habe. Bevor ich ausstieg, habe ich noch eine kleine Notiz reingeschrieben: "Du sollest dringend zum Arzt, wenn dir der kranke Scheiß gefällt." Ohne E-Mail-Adresse.

Leider juckt es mich in meinen Fingern, die in die Tastatur hauen wollen!
Nach Marquis de Sade geht der in heutigen psychiatrischen Diagnosesystemen eingeführte Begriff "Sadismus" zurück.
 
Dadurch, dass ich schon von Kindesbeinen an so viele Bücher gelesen hatte, brauchte ich in der Schule nicht mehr Orthographie und Grammatik lernen. Hatte seinen Vorteil. ;)

Ging mir genau so. Meine Mutter, gelernte Buchhändlerin, brachte mir das Lesen schon vor der Einschulung bei, weil ich ungeduldig war und es lernen wollte. Als ich es konnte, habe ich abends mit Taschenlampe unter der Bettdecke geschmökert - die Welt wurde weiter, größer, aufregender und tiefgründiger; man lernte und lernte und lernte automatisch immer mehr, und es war trotzdem ein Spiel.

Dann musste ich mit 9 Jahren operiert werden und längere Zeit im Krankenhaus verbringen. Langweilig, alles tat weh. Aber es gab ein Buch, in das ich abtauchen konnte. Und nach meiner OP und unfreiwilligen Auszeit vor drei Jahren war es ein Giga-Fortschritt, dass ich irgendwann - anfangs nur mit Mühe - überhaupt wieder lesen konnte. Gut, wäre auf Dauer sicher auch ohne gegangen, es gibt Hörbücher, Blindenschrift, "sprechende" Computer und hast-du-nicht-gesehen - aber das Zurückerobern alter und schon verloren geglaubter Fähigkeiten war und ist: Lebensqualität. Nichts anderes. Natürlich muss man Bücher nicht besitzen dafür, ach was.
Aber lesen zu können und nicht auf anderweitige Informationsschnipsel und weitere Fortschritte warten zu müssen, bedeutet auch Selbstständigkeit.
 
Ich habe mich schon ganz früh in Bücher, Geschichten reingetrräumt. Das gab mir was.
Zunehmend habe ich mich dann mit Büchern auch mit anderen Themen außerhalb Traurigkeit beschäftigt.
Das gab mir auch was.
Ich würde Bücher nicht missen wollen.
Es sind die geschriebenen Worte, die oft Trost, Zuversicht, Mitgefühl, Kraft ... geben können.
Das kann das Internet nicht!
 
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