Teilnahme an Beerdigung wird verweigert

AW: Teilnahme an Beerdigung wird verweigert

Hallo Siksara,

der Friedhof ist ein öffentlicher Platz über den deine Ex-Schwiegermutter keine Verfügungsgewalt hat. Ich würde an deiner Stelle mit dem Sohn zur Beisetzung gehen und mich nach den Feierlichkeiten verdrücken.
Auf einen Ex-Familien-Leichenschmaus kannst du doch unter diesen Umständen verzichten.
Vielleicht gehst du mit deinem Sohn anschließen in ein Cafè, und später, wenn Ruhe auf dem Friedhof ist, könnt ihr euch ja noch in aller Stille von dem Verstorbenen verabschieden.

Genauso sehe ich das auch.

Ich würde ihr ganz ruhig begegnen. Möglicherweise bleibt sie ja bei ihrer ablehnenden Haltung, aber sie kann euch dort nicht wegschicken. Da würde sicher auch der Pfarrer intervenieren, wenn er hört, dass es um den Sohn des Verstorbenen geht. Aber vielleicht wird die Begegnung auch besser als erwartet.

Nachricht vom Tod erhielten wir wahrscheinlich lediglich, weil die Lebensgefährten des Vaters das Einverständnis meines Sohnes braucht, um ihn im eigenen Familiengrab zu beerdigen.

Das Familiengrab der LG? Dann ist sie ja die "Gastgeberin". Wie ist denn der Kontakt zu ihr? Könntest du eure Teilnahme an der Beerdigung evt. mit ihr vorher absprechen? Dann könntest du etwas "beruhigter" sein.
 
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Genauso sehe ich das auch.

Ich würde ihr ganz ruhig begegnen. Möglicherweise bleibt sie ja bei ihrer ablehnenden Haltung, aber sie kann euch dort nicht wegschicken. Da würde sicher auch der Pfarrer intervenieren, wenn er hört, dass es um den Sohn des Verstorbenen geht. Aber vielleicht wird die Begegnung auch besser als erwartet.



Das Familiengrab der LG? Dann ist sie ja die "Gastgeberin". Wie ist denn der Kontakt zu ihr? Könntest du eure Teilnahme an der Beerdigung evt. mit ihr vorher absprechen? Dann könntest du etwas "beruhigter" sein.

Wir haben uns nie kennengelernt, allerdings habe ich mitbekommen, dass sie meinem Ex immer Mut gemacht hat den Kontakt zu seinem Sohn zu pflegen.

Ich habe auch schon überlegt den Kontakt zu ihr zu knüpfen und mit ihr zu sprechen, du machst mir Mut dsa wirklich zu tun, danke!
 
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Das ist eine sehr persönliche Sache.

Da Du sie aber öffentlich gestellt hast, möchte ich auch antworten.

Dein Sohn hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater und Du auch nicht.
Die anderen Besucher der Beerdigung haben die letzen Jahre mit dem Mann verbracht. Sie waren vielleicht dabei, als er starb, haben ihn begleitet. Sie haben die Beerdigung organisiert, den Sarg ausgesucht ...

Man kann die Geschichte ja auch umdrehen: Ihr habt euch in den letzten Jahren nicht um ihn gekümmert, keinen Kontakt gesucht ... auch Dein Bericht klingt (noch immer?) sehr nach Vorwurf.

Es ist ihre Feier.

Wenn ihr Abschied nehmen wollt, dann könnt ihr nach der Feier jederzeit auf den Friedhof gehen.
 
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Das ist eine sehr persönliche Sache.

Da Du sie aber öffentlich gestellt hast, möchte ich auch antworten.

Dein Sohn hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater und Du auch nicht.
Die anderen Besucher der Beerdigung haben die letzen Jahre mit dem Mann verbracht. Sie waren vielleicht dabei, als er starb, haben ihn begleitet. Sie haben die Beerdigung organisiert, den Sarg ausgesucht ...

Man kann die Geschichte ja auch umdrehen: Ihr habt euch in den letzten Jahren nicht um ihn gekümmert, keinen Kontakt gesucht ... auch Dein Bericht klingt (noch immer?) sehr nach Vorwurf.

Es ist ihre Feier.

Wenn ihr Abschied nehmen wollt, dann könnt ihr nach der Feier jederzeit auf den Friedhof gehen.

So ähnlich hab ich mir das auch gedacht. Irgendwie ist doch noch ne menge vorwurf dabei und deshalb hatte ich auch im ersten schritt gedacht, wenn der sohn käme, falls er das will, wäre es eine möglichkeit.

aber du hast recht, vielleicht ist es friedvoller, wenn sie erst nach der beisetzung kommen. tatsächlich hat sie ja auch nichts mehr verbunden. resentiments haben bei einer beisetzung nichts verloren. und wie und bei wem er gestorben ist, wissen wir in der tat nicht. siksara hatte ja auch geschrieben, dass sie gar nicht weiß, ob der sohn überhaupt hin will.

anfangs dachte ich ja auch, dass siksara betroffen wäre, über den tod. aber davon steht nichts. insofern habe ich mich auch mit meiner einschätzung getäuscht.
 
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Das ist eine sehr persönliche Sache.

Da Du sie aber öffentlich gestellt hast, möchte ich auch antworten.

Dein Sohn hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater und Du auch nicht.
Die anderen Besucher der Beerdigung haben die letzen Jahre mit dem Mann verbracht. Sie waren vielleicht dabei, als er starb, haben ihn begleitet. Sie haben die Beerdigung organisiert, den Sarg ausgesucht ...

Man kann die Geschichte ja auch umdrehen: Ihr habt euch in den letzten Jahren nicht um ihn gekümmert, keinen Kontakt gesucht ... auch Dein Bericht klingt (noch immer?) sehr nach Vorwurf.

Es ist ihre Feier.

Wenn ihr Abschied nehmen wollt, dann könnt ihr nach der Feier jederzeit auf den Friedhof gehen.

Auch du hast recht, aber jetzt kommt das ABER:
Es ist nicht meine Sache mich um einen ehemaligen Partner zu kümmern, wenn die freundschaftliche Ebene zerbrochen ist ABER es ist Sache eines Vaters sich um sein Kind zu kümmern. Das Kind kümmert sich dann um die Eltern, wenn die Eltern sich um das Kind kümmern. Dass sich ein Kind um den Kontakt zu einem Elternteil bemüht, der sich sichtlich nicht um sein Kind kümmern möchte oder kann, das wäre zu viel der Erwartung.

Der Vorwurf ist natürlich immer da und wird auch bleiben: ich habe meinen Sohn unter der Abwesenheit seines Vaters leiden sehen. Er hätte ihn gebraucht, sein Vater konnte oder wollte nicht. Versprechen die er gebrochen hat, Verantwortung die er abgelehnt hat.

Als Partnerin bin ich ihm wohlgesonnen.
Wir hatten eine tolle Zeit, er hat mich auf Händen getragen und mich u.a. zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Dafür bin ich ihm auf immer dankbar.
 
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So ähnlich hab ich mir das auch gedacht. Irgendwie ist doch noch ne menge vorwurf dabei und deshalb hatte ich auch im ersten schritt gedacht, wenn der sohn käme, falls er das will, wäre es eine möglichkeit.

aber du hast recht, vielleicht ist es friedvoller, wenn sie erst nach der beisetzung kommen. tatsächlich hat sie ja auch nichts mehr verbunden. resentiments haben bei einer beisetzung nichts verloren. und wie und bei wem er gestorben ist, wissen wir in der tat nicht. siksara hatte ja auch geschrieben, dass sie gar nicht weiß, ob der sohn überhaupt hin will.

anfangs dachte ich ja auch, dass siksara betroffen wäre, über den tod. aber davon steht nichts. insofern habe ich mich auch mit meiner einschätzung getäuscht.

Komisch, dass du davon ausgehst ich wäre nicht betroffen, wie kommst du darauf? Immerhin waren wir ein Liebespaar und unser Sohn ist nicht Ergebnis eines simplen "Beischlafs"...

Von meiner Seite gibt es keine Ressentiments. Ich habe keinerlei Interesse für Unfrieden zu sorgen, lediglich der Beziehung zwischen Oma und Enkel eine Chance zu geben und meinem Sohn einen Abschied zu ermöglichen.

Nett fände ich außerdem du würdest in meiner Anwesenheit nicht über mich sprechen, sondern mit mir.

Und wenn ich mir nicht total unsicher wäre wie ich reagieren soll, hätte ich es nicht ins Forum gestellt, denn wie ihr schon festgestellt habt, ist es eine sehr persönliche Sache, so sehe ich es auch. Aber lieber lasse ich mir von 10 verschiedenen Personen 10 verschiedene Tipps geben, als etwas unüberlegt zu tun.
 
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Das ist wirklich eine schwierige Situation.
Zum einen würde man sagen, dass es vielleicht respektlos denen gegenüber ist, die die letzte Zeit/Jahre in Liebe mit ihm verbracht haben da aufzutauchen. Also die Leute könnten es so wahr nehmen. Zum anderen ist er aber nunmal der Vater deines Sohnes und natürlich hat er das Recht auf die Beerdigung seines Vaters zu gehen, vor allem weil dein Sohn ihm ja nie etwas getan hat. Ich kann mir vorstellen, dass du dir erstmal klar darüber werden wolltest, ob es überhaupt möglich ist dorthin zu gehen bevor du deinen Sohn fragst...aber ich denke du solltest ihn auf jeden Fall mal fragen, vielleicht will er gar nicht hin und du machst dir umsonst so viele Gedanken. Und wenn er hinmöchte hast du immer noch die Möglichkeit, dich mit der Lebensgefährtin von ihm in Verbindung zu setzten. Denn da hat die Oma ja dann wirklich nicht viel zu sagen und sie wird wohl (hoffentlich!) keine Szene an der Beerdigung ihres Sohnes beginnen...
 
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Mein Sohn kam gerade nach Hause und hat ganz spontan ganz toll reagiert als ich es ihm mitteilte:

Dann lass uns hinfahren und dabei sein.

Kein Drama, ganz ruhig, ganz klar....

So steht mein Entschluss fest: wir werden da sein, evtl. im Hintergrund oder er alleine, aber er soll da hin können nachdem er es möchte.
 
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Mein Sohn kam gerade nach Hause und hat ganz spontan ganz toll reagiert als ich es ihm mitteilte:

Dann lass uns hinfahren und dabei sein.

Kein Drama, ganz ruhig, ganz klar....

So steht mein Entschluss fest: wir werden da sein, evtl. im Hintergrund oder er alleine, aber er soll da hin können nachdem er es möchte.

diese lösung freut mich für dich/euch....wenn man überhaupt von erfreulichen dingen in diesem zusammenhang reden kann! ich denke sogar, dass es deinen sohn nicht umwerfen wird, gerade weil der kontakt in den letzten jahren nicht das war, was eine vater-sohn-beziehung ausmacht. wichtig ist jetzt doch nur, dass du da bist und das bist du!!! also, was immer noch kommen wird in ein paar jahren oder wann auch immer........bis dahin, hat sich dein sohn noch ein stück weiter entwickelt und kann evtl. mit dem jetzt noch nicht gefühlten schmerz umgehen!
 
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Nun wollte ich noch einen Nachtrag liefern:

Die Beerdigung wurde auf den 28, vorgezogen, dies erfuhr ich erst am 27. abends und konnte so unsere Anwesenheit nicht mehr einrichten. Allerdings ging nochmal ein Anruf der Oma ein, dass ich keinesfalls kommen sollte.

Ich habe geheult vor Wut, weil nun nichts mehr klappen konnte!

Am Wochenende ging bei mir eine E-Mail der Lebensgefährtin ein. Sie bat mich um Entschuldigung für das Verhalten der Oma und hat mich und meinen Sohn eingeladen, mit ihr gemeinsam ans Grab zu gehen.

Nun werden wir im November hinfahren und uns mit ihr treffen.....
Mein Sohn möchte trotzdem die Oma sehen, mal sehn ob sie über ihren Schatten springen kann und sich mit ihm versöhnen mag.....
 
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