AW: Ultra-Christen
Ich als Christ halte überhaupt nichts von einem "christlichen" Staat. Religion ist Privatsache. Auch theologisch ist ihr Ziel nicht berechtigt, da der Staat nach christlicher Auffassung nicht die Aufgabe hat, religiöse Regelverstöße, wie ihrer Meinung nach Homosexualiät, zu ahnden, sondern nur die Aufgabe, weltliches Recht und weltliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Dass diese Leute über das Ziel hinausschießen ist wohl klar. Die Todesstrafe fordern sie jedoch, im Gegensatz zu den Islamisten, nicht für religiöse sondern nur für kriminelle Vergehen wie Mord.
In Deutschland wäre so etwas völlig undenkbar und in den Niederlanden haben die ebenfalls keine Chance, höchstens als Koalitionspartner der Regierung. So extrem religiös sind die Niederländer nicht. Das sagt übrigens schon das zweite Wort des Artikels, in dem sie ausdrücklich als "Nischenpartei", d. h. als Randgruppe, bezeichnet werden.
Dass die Springer-Presse im Rahmen ihrer westlich-konservativen Weltanschauung das Christentum fördert, trifft zu und ist, wie du zu Recht sagst, eine bewusste Beeinflussung, die ich auch für problematisch halte. Dass deutsche Sender vermehrt Werbung für die Kirche machen, habe ich bisher nicht bemerkt, obwohl ich viel fernsehe.
Gegen die von dir kritisierte Wortwahl "Ultra-Christen" spricht meiner Meinung nach nichts. "Ultra" heißt "jenseits", d. h. sie bewegen sich "jenseits" des üblichen Christentums in Europa. Dies ist keine positive Beschreibung sondern eine negative.
Der Unterschied zu "Radikal-Islamisten" ist einfach: Die Ultra-Christen sagen mit keinem Wort, dass die Abschaffung der Demokratie für sie zur Debatte steht, im Gegensatz zu den "Radikal-Islamisten", die das ganz offen sagen und deshalb auch zu Recht als verfassungsfeindlich eingestuft werden. Die von dir und generell des öfteren von Muslimen versuchte Gleichmacherei der beiden Gruppen ist nicht berechtigt.
http://www.welt.de/politik/ausland/...he-Ultra-Christen-wollen-den-Gottesstaat.html
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Ich finde die Wortwahl immer sehr interessant...was die Welt.de schreibt ist mir inhaltlich unwichtig. Meistens ist es schrott.
ULTRA Christen :lol: zuu geil... RADIKAL-Islamisten und ULTRA-Christen. Wobei ich erwähnen muss das ULTRA immernoch ein positives Wort ist :roll:
Naja kommen wir zur Sache. Die Menschen fangen wohl wieder an -gläubig- zu werden? Warum frag ich mich?
Zudem musste ich bemerken, dass Deutsche Sender z. Z. sehr oft, sehr viel Werbung für die Kirche macht. Was ist los mit dir Welt?
Natürlich können unsere Atheistischen User auch kommentieren. Aber mich würde die Meinung der Christen diesbezüglich sehr interessieren.
Was haltet ihr vom Christlichen -Gottesstaat-? Wäre dies auch für Deutschland denkbar?
:roll:
Gruß
Ich als Christ halte überhaupt nichts von einem "christlichen" Staat. Religion ist Privatsache. Auch theologisch ist ihr Ziel nicht berechtigt, da der Staat nach christlicher Auffassung nicht die Aufgabe hat, religiöse Regelverstöße, wie ihrer Meinung nach Homosexualiät, zu ahnden, sondern nur die Aufgabe, weltliches Recht und weltliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Dass diese Leute über das Ziel hinausschießen ist wohl klar. Die Todesstrafe fordern sie jedoch, im Gegensatz zu den Islamisten, nicht für religiöse sondern nur für kriminelle Vergehen wie Mord.
In Deutschland wäre so etwas völlig undenkbar und in den Niederlanden haben die ebenfalls keine Chance, höchstens als Koalitionspartner der Regierung. So extrem religiös sind die Niederländer nicht. Das sagt übrigens schon das zweite Wort des Artikels, in dem sie ausdrücklich als "Nischenpartei", d. h. als Randgruppe, bezeichnet werden.
Dass die Springer-Presse im Rahmen ihrer westlich-konservativen Weltanschauung das Christentum fördert, trifft zu und ist, wie du zu Recht sagst, eine bewusste Beeinflussung, die ich auch für problematisch halte. Dass deutsche Sender vermehrt Werbung für die Kirche machen, habe ich bisher nicht bemerkt, obwohl ich viel fernsehe.
Gegen die von dir kritisierte Wortwahl "Ultra-Christen" spricht meiner Meinung nach nichts. "Ultra" heißt "jenseits", d. h. sie bewegen sich "jenseits" des üblichen Christentums in Europa. Dies ist keine positive Beschreibung sondern eine negative.
Der Unterschied zu "Radikal-Islamisten" ist einfach: Die Ultra-Christen sagen mit keinem Wort, dass die Abschaffung der Demokratie für sie zur Debatte steht, im Gegensatz zu den "Radikal-Islamisten", die das ganz offen sagen und deshalb auch zu Recht als verfassungsfeindlich eingestuft werden. Die von dir und generell des öfteren von Muslimen versuchte Gleichmacherei der beiden Gruppen ist nicht berechtigt.