unser kind lernt

Unser Kind lernt(e)

  • glockenspiel, triangle, schlagzeug

    Votes: 3 50,0%
  • blockflöte

    Votes: 0 0,0%
  • keyboard

    Votes: 1 16,7%
  • guitare

    Votes: 0 0,0%
  • klavier

    Votes: 0 0,0%
  • geige

    Votes: 1 16,7%
  • ein anderes zupfinstrument (welches? trad. oder klass.)

    Votes: 0 0,0%
  • ein anderes streichinstrument (welches? trad. oder klass.)

    Votes: 0 0,0%
  • ein holzblasinstrument (welches? trad. oder klass.)

    Votes: 1 16,7%
  • blech (horn, trompete, posaune etc.)

    Votes: 0 0,0%

  • Total voters
    6
AW: unser kind lernt

bonjour

Die "große" wird jetzt 9 Jahre und spielt seit sie 5 ist Klavier und seit seit 2 Jahren Querflöte.

Die "kleine" ist 7 Jahren und spielt seit 1,5 jahren Klavier und seit einem Jahr Querflöte.

Glück? wie mans nimmt...ist auch manchmal sehr anstrengend

ihr habt das absolut perfekt gemacht! haben sie freude dran? wieviel üben sie? meine theorie ist: so viele minuten täglich (aber wirklich täglich, mindestens 360 Tage pro Jahr), wie man alt ist pro Instrument unter totaler Konzentration. die anderen Minuten zählen gar nichts (auspacken, aufbauen, aufwärmen, intonieren, lesemarken mit dem blei ergänzen, auseinandernehmen, mit dem Wischtuchtrocknen, aufräumen, nachdenken, überlegen, planen, über solche Sachen streiten... :mrgreen: )

damit müsste die Grosse 2 x 9 Minuten unter totaler Konzentration 360 Tage im Jahr üben, und die Kleine 2 x 7 Minuten :wink:

anstrengend ist es. totale konzentration von einem Kind unter 10 Jahren abzuverlangen und erwirken ist gar nicht leicht...

hat die Grosse ihre weiterführende Schule schon ausgesucht, oder ist sie womöglich schon dabei?

wir wohnen in der Mitte eines Areals wo sich die meisten weiterführenden Schulen befinden.

damals hat sich unsere Tochter überall durchgefragt, und abgeklärt: "habt ihr ein Schulorchester und was für einen?"

da hat sie recht gehabt.

um diese Zeit im Jahr vor dem Schulwechsel hat sie also ihre künftige weiterführende Schule am Tag der wöchentlichen Orchesterprobe aufgesucht, und sich selbst vorgestellt: "ich bin die Olivia, und möchte nächst Jahr hier, in dieser Schule und in diesem Orchester anfangen!". "oh, toll! mit welchem Instrument?". "Querflöte!". "Oh, Schade, das geht nicht, ich habe schon zu viele, und es gibt eine Warteliste für dieses Instrument. willst Du nicht bei uns etwas anderes spielen? Ich schlage Dir vor, du schnappst Dir einen Stuhl, und sitzt irgendwo Mitte im Orchester, hörst Dir die Instrumente an, und wir sprechen nochmals drüber nach der Probe".

Wir haben unsere (6 und 3 Jahre jung) jetzt an der Musikschule angemeldet...

Ich bin schon sehr gespannt, welche Instrumente sie sich aussuchen werden...

2 Stunden später war die Probe fertig. sie hatte wie ein Luchs aufgepasst (für ein 9-j. Kind sind 2 Stunden eine lange Zeit!). für den Konzert am Jahresende wurde die "Unvollendete Symphonie" einstudiert. natürlich etwas grossartiges! und mehrere andere Stücke.

"Hast Du was gefunden, was Dir auch Spaß machen könnte?"

"Ja, das"

Sie zeigte, kannte den Namen noch nicht, auf der Oboe (Fagott war bei dieser Probe abwesend).

"Oh toll! Ich brauche in der Tat eine Oboe, und ich kann Dir eine Oboe ausleihen!"

Es war also abgemacht. Aus mit der Flöte. Nächst Jahr wird mit Oboe angefangen...

Und das 4. Vierteljahr des Kalenderjahrs ging weiter, schließlich auch vorbei. Wir gingen alle vier zum Konzert Mitte November, und waren sehr vergnügt. Und die Schule ging weiter, und weiter.

Kurz vor Weihnachten finden die Weihnachstferien an. Zufällig war ich auch zu Hause. Es klingelte an der Tür, unerwartet.

Die Dirigentin des Schulorchesters stand da, mit einer kleinen schwarzen Box in der Hand. "Ich bringe die Leihoboe! Sie kann sich jetzt vorbereiten. Gute Arbeit und viel Freude damit".

So konnte Olivia auch die Oboe in der Grundschule vorspielen. Sie hatte je ein Stück mit Keyboard, Klavier, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Gitarre, und Geige vorgespielt (sie spielte nicht alle diese Instrumente, sondern hatte nur ein Stück bis zu ihrer damaligen Perfektion damit eingeübt. Gitarre, Querflöte und Klarinette waren ihr eigentlich noch sehr fremd. die anderen dagegen hatte sie sich in der Tat selber beigebracht. Allerdings war sie mit ihrer Leistung in Geige nicht zufrieden). Ab Weihnachten übte sie Oboe, wieder allein, und meldete sich zum Oboenunterricht an.

Wir träumten von einer Baßblockflöte (Blockflöte hatte sie sich ganz allein beigebracht: ein Lehrbuch für die Grundschulen, und Metronom), als eine Art Spielzeug, wie ihr Bruder sich selbst einen neuen Computer mit seinem Taschengeld gekauft hatte. und schauten in den Kleinanzeigen, ob eine billig zu bekommen ist.

Mit der Bassblockflöte klappte es nicht. Dafür fand sie mit 10 Jahren, fast zu ihrem Geburtstag in September einen Fagott, den ihr die Verkäuferin für 850 DM überliess (das ist geschenkt: niemals bekommt man einen Fagott für das Geld. die Verkäuferin, selbst Musikerin und Inhaberin einer kleinen Musikschule, verkaufte für ihre Schwester, die aus Amerika nicht mehr zurückkommen wollte). Das Instrument hatte eine ausgezeichnete Mechanik, und einen bezaubernden Ton. Aber Tonabweichungen bis fast einem kompletten Ton bei manchen Noten. Mit diesem Instrument ist sie allen Widrigkeiten trotzend Virtuosin geworden.

Und da es ein zusätzliches Spielzeug war, brachte sie sich zuerst selbst Fagott bei.

Sie kaufte sich noch ein Spinett, am Weihnachtstag, 16 Uhr, gerade bevor wir nach Bayern wegfuhren... im Jahr wo sie die Oboe bekam, also als sie gerade 9 j alt geworden war. auf ebay! und später ein Clavichord. zufällig von einem Musiklehrer, der Fagottist war. sie hat sie nie gespielt. auch eine Oboe d'Amore (Bach!) nicht.

Ausserdem hat sie sich auch einen Klavier gekauft: für 1500 DM, neu aber mit kleinem Wasserschaden und Marke "Ukraina". Diese Klavier hat nur 1 einzigen Klavierstimmer gesehen: er hat abgelehnt, was dran zu machen, und einen Brief voll Dummheiten statt dessen geschrieben (ich habe den noch). Für 270 DM habe ich Klaviermacherwerkzeug gekauft und das Instrument immer selbst gestimmt, selten, denn es ist für einen Laien viel Arbeit. Glücklicherweise hält es bestens die Stimmung, auf jedem Fall, ungefähr -lach- ! Wenn man wirklich Musik lernen will ist nämlich Klavier Pflicht... Kein Musikstudium möglich ohne Klavier (oder fast: in sehr wenigen Hochschulen wird auch Gitarre neuerdings akzeptiert - nur man kann nicht wirklich das Gleiche bei jeder Musikhochschule studieren. Und wie lang es mit der Gitarre so gehen wird? Aufpassen...)

Ja, wir haben fast alle Orchesterinstrumente zu Hause (Violin*, Cello, Kontrabass, Blockflöten Sopran*, Alt und Tenor, Querflöte, Picolo habe schon weitergegeben, Oboe*, Oboe d'Amore*, Englisch Horn, Fagott*, lange Jahre Kontrafagott* leihweise, Klarinetten, Gitare, Klavier*, Spinett*, Klavichord*, Harmonium, wird nächste Woche abgeholt, Saxophon Alt und Tenor, Zieharmonika). Nur Horn fehlte. Also hat sie sich einen Freund genommen, der virtuos Horn spielt :-D . Ich wollte ein Heimorgel bauen (Pfeifenorgel! Positiv, Portativ zumindest, und vielleicht mehr), aber sie will keine anderen Tasteninstrumente ausser Klavier spielen. Wäre also umsonst... Ja, die Tochter hat mich schon bei der Zeitung als Instrumentensammler verpfiffen. Es war unfär, denn sie hatte mich nachgeahmt und auch kräftig mit gesammelt und ihr ganzes Taschengeld (als gute Schülerin bekam sie relativ viel von der ganzen Familie) völlig freiwillig Jahre und Jahre in Instrumenten und so gut wie nur das investiert (ich habe ihre Instrumente in der Aufzählung mit einem Sternchen markiert). bezahlt als Elternunterstützung haben wir nur jeweils die Hälfte der Instrumente, mit welchen an der Musikschule offiziell gelernt wurde (3 für die Tochter, Oboe, und später Klavier und Fagott, 2 für den Sohn, auch Fagott aber auch Tenorsax). in der Tat kommt man an Leihinstrumente dran, und es ist nicht unbedingt Elternsache: was man umsonst bekommt ist oft nichts wert!

Es ist nicht leicht, das richtige Instrument zu finden, wenn man "ernsthaft" Musik betreiben will ("ernsthaft" ist Musik nie: Musik macht Freude, ist ein Grundbedürfnis des Menschen, und sie sollte wirklich immer Freude machen!). Vermutlich deshalb scheitern einige Leute.

Hat es geklappt bei diesem Durcheinander? Ja, sie spielt virtuos. In Klavier, Pflichtfach für sie an der Musikhochschule, hat sie trotz "Ukraina mit Wasserschaden" und selber stimmen, einfach 1,0 bei der Abschlußprüfung Klavier bekommen, und sie ist wirklich gut. hat viel bei "Jugend musiziert" begleitet und für sich selbst immer gute Preise geholt. mehr will man nicht, und sie wollte nie Pianistin werden.

einTEDDYgibtMUT ihr habt recht, das beste Instrument ist dasjenige, was sich das Kind wünscht! man soll ihm nur klar machen, was damit möglich ist, und was nicht. vielleicht gibt es in meiner obigen Liste einige Namen, die weiterbringen. Wenn ihr an Orchesterinstrumente denkt, in einem Jugendorchester (Mitte drin, nicht im Zuschauerraum! für jemand der das noch nie erlebt hat, selbst Erwachsene, ist es ein extrem starker Eindruck: so laut und trotzdem angenehm zu hören überall um sich herum, wenn der Orchester startet - natürlich muss der Dirigent fix sein, und ein entsprechendes Stück wählen, wo man einen Kavalierstart macht und innerhalb weniger Sekunden auf 220 kmh kommt) zuhören, wie oben erklärt!

aber das ist für später:

heute können 3 j. Kinder vielleicht Geige in manchen Städten erlernen (Suzuki-Gruppen).

5-6 j. Kinder nur Klavier (Voraussetzung: wenn die Finger schon fest genug sind!) und/oder Geige, Blockflöte

7-8 j. Querflöte, Gitarre

8-9 j. Klarinette

9-10 j. Oboe, Horn

10-11 j. Fagott, Bleche (Trompete, Posaune usw.)

In Mietwohnungen, ist auch ein Kriterium, kommen auch hauptsächlich Klavier, elektronisch, mit echtem Klavieranschlag (damit das Kind an der Musikschule am richtigen Klavier vortragen kann), und Silent-Violin (elektronische Geige: der Resonanzkörper wird durch ein Mikrophon ersetzt und man kann sich am Kopfhörer hören), wenn der Lehrer mitmacht (da sind die meisten extrem zickig) in Frage; unter Umständen braucht man 2 Violine: die Elektronische dann nur zu Hause. Klavichord braucht keine Dämpfung, ist sowieso extrem leise (Flötenorgel Positiv mit geschlossenen Türen theoretisch auch, aber wer hat das? Selber bauen!)

salut
 
AW: unser kind lernt

Leider kann man nicht mehrere Antworten ankreuzen :wink:
Meine Söhne lernen beide Gitarre, meine Tochter seit einem Jahr Klarinette.
Der Unterricht ist beim Musikverein ( Klarinette ) und bei der Musikschule
( Gitarre )
 
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