unterordnen..

grünesblau

Well-Known Member
AW: unterordnen..

glaub mir..gerade beim zweiten praktikum hab ich nicht raushängen lassen was ich wirklich denke..
ich hab jede arbeit erledigt die sie mir aufgetragen haben. hab mich mit ideen eingebracht, gezeigt das ich selbstständig arbeiten kann, etc..

aber..ich bin eine verkäuferin..mein leben lang..die beiden vorgesetzten um die es hier geht sind zum einen schrauber und der andere ist ein werbetyp..
sprich vom berufsbild des verkäufers sind sie sehr weit weg.

ich hab mich auch nicht im ansatz dort gesehen, wo sie sind..sondern mir lag ausschliesslich daran meinen job gut zu machen, den wofür ich eingestellt werden sollte..den verkauf.

nein, da hatte isvicre eher recht..die wollten mich nicht und haben eben zusammengehalten um mich loszuwerden.


wie weit soll und muss man sich da unterordnen?


ein anderes beispiel..

der prokurist, mein cousin ..
gibt die anweisung das mich eine mitarbeiterin in ein bestimmtes programm am pc einarbeiten soll..
mitarbeiterin erklärt mir dann " ich hab dafür heute keine zeit, tut mir leid!"

ich dann zum cousin zurück..mit der frage was ich ansonsten machen soll..

cousin hin zu der mitarbeiterin..nachfragen warum etc..
weil er nicht sofort beachtet wurde mit seiner frage..stellte er sich mitten in den raum..
ballte die fäuste, stampfte mit dem fuss auf und sagte mit überschnappender stimme.."ich schrei gleich!"..

ich dachte echt ich hätte ein kindergartenkind vor mir stehen das seinen dickkopf schiebt..
sorry..bei allem gebotenen respekt..
unter so ein verhalten kann ich mich einfach nicht ordnen..

das war nur ein beispiel von ihm..
andere beispiele waren z.b...abends beim feierabendbier über abwesende ( noch dazu schwer kranke) kollegen zu lästern.
oder besagten kollegen ab und zu anzusticheln mit den worten.."Bernd..wenn du das oder das nochmal sagst ( machst) dreh ich dir die nase um"

sorry, aber ich glaub ich hab einfach zuviel stolz um mich da unterzuordnen..

Klingt einfach deutlich danach, dass das Betriebsklima auch nicht gerade optimal war, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. :wink:

Grundsätzlich geht es natürlich um die Integration in ein Team und das Unterordnen gehört mitunter eben auch dazu - bei Vorgesetzten und allgemein zu Beginn kleine Brötchen backen, wenn man neu dabei ist. Aber das scheinste ja gemacht zu haben.

Was halt meist nicht gut ankommt, ist, relativ schnell mit Veränderungsvorschlägen um die Ecke zu kommen oder sogar noch andere Abläufe voller Elan verändern zu wollen, die nicht zum eigenen Aufgabenbereich gehören. Damit hat sich gerade erst eine Bekannte wieder auf den Markt der Arbeitsuchenden geschossen. Übereifer wird dann schon mal als anstrengend empfunden.

Ganz allgemein kommt's echt auf die Firmenkultur an und die Menschen, mit denen man umgeben ist. Ich hab da auch schon meine Erfahrungen gesammelt, wie es ist, wenn man aus einer Vollzeitstelle umsattelt auf einen Praktikumsplatz und es dann manchmal mit Pappnasen zu tun hat, die dezent verkennen, dass man nicht der Honk vom Dienst ist (da würde man dann gern mal einen Spiegel anbieten, um den wahren Blödstöpsel vor Augen zu führen :wink:).
 

frau flodder

Gesperrt
AW: unterordnen..

es gab keine abläufe zu verändern die zum job gehörten..;-)
denn wo kein ablauf ist, kann man auch keinen verändern..;-)

ein beispiel..
ich soll preisschilder für ein bike schreiben...am pc..

typ machte mir den rechner mit dem programm an, sagte ich solle die räder im laden suchen wo der preis fehlt und dann schreiben..

er war derweil mal weg...

ich hatte null unterlagen zur verfügung, die mir geholfen hätten bei der preisfindung..das einzige was ich hatte waren die prospekte die auch kunden mitgegeben werden..
woher sollte ich wissen, ob er das rad auch tatsächlich so bestellt hat ..also lenker, licht, etc..was ja alles mit aufs preisschild sollte.
ordersatz war ein fremdwort für die...

ich quälte mich also durch die aufgabe, schrieb für alle vier räder die preisschilder und ging dann, ne halbe stunde zu spät, in den feierabend..

am nächsten morgen sprach mich dann der nächste vorgesetzte darauf an, warum ich es nicht mal hinbekomme ein einziges preisschild fertig zu bringen..


so lief das praktikum ab..es wurde nach oben gelogen und getrickst, um die eigene unfähigkeit zu verschleiern..

aber ich kann mich nicht unterordnen..tz tz tz ..
 

Gizelle

Well-Known Member
AW: unterordnen..

Was hängst Du Dich denn wochenlang so an den Aussagen auf, wenn Du da eh nicht arbeiten wolltest? Ist doch nur negative Energie, die Dich blockiert?

Krone richten, weitermachen. :wink:
 

frau flodder

Gesperrt
AW: unterordnen..

Was hängst Du Dich denn wochenlang so an den Aussagen auf, wenn Du da eh nicht arbeiten wolltest? Ist doch nur negative Energie, die Dich blockiert?

Krone richten, weitermachen. :wink:


ach so richtig aufhängen ist es eigentlich nicht...
es war nur so ein nachsinnen, wegen dem telefonat am sonnabend mit dem big boss, der mir da mitgeteilt hat, das mich die kollegen eben nicht wollen...

und dieses wort des unterordnen´s blieb irgendwie hängen ....

ich hab ja schon ne bewerbung am laufen..und ein jobangebot in der türkei..jetzt werden die zähne gerichtet und dann gehts weiter..2013 ist noch lang genug etwas zu verändern :)))
 

vzd_2.1

Well-Known Member
AW: unterordnen..

es braucht immer zwei für einen tango -
und eine combo, die den takt klatscht.
 
T

TURKUVAZ

Guest
AW: unterordnen..

Frau Flodder, es tut mir Leid, was Dir widerfahren ist.
Wahrscheinlich typische Situation: Man ist neu, trifft auf eine verschworene Gemeinschaft.. Man ist chancenlos, weil jede Kleinigkeit gegen einen verwendet wird.

Ist mir einmal passiert: War zu Beginn während der Kaffeepause nicht im Aufenthaltsraum und verzehrte die Banane am Arbeitsplatz (Schreibtisch). Diese "Todsünden" (im übrigen auch von Alteingesessenen begangen, aber "die durften das halt".) wurden an den Abteilungsleiter herangetragen. Mit mir wurde das Gespräch nie gesucht.. Dass ich die Pausen dann mit den anderen verbrachte, half mir nicht weiter. Aus dieser Schublade kam ich nicht mehr raus.

An meinem jetzigen Arbeitsplatz ist alles in Ordnung.

Ich habe kein Problem damit, auf dem Herren-WC den Papierspender bzw. den Desinfektionsmittelspender aufzufüllen (Anmerkung: Überhaupt nicht mein Job!) oder ein im Eingangsbereich stehendes Päckchen (Anmerkung: Auch nicht mein Job!) dem eigentlichen Empfänger zu überreichen...
Wenn aber die Empfängerin mich darum bittet, das Paket zu öffnen (Kein Chef-Angestellten-Verhältnis!), dann ist der Ofen aus. Dann ignoriere ich die für sie bestimmten Pakete.

Frau Flodder, der Schilderung entnehme ich, dass Du willens warst, aber nicht aufgenommen wurdest. Du hättest noch mehrere Monate den Abfall entsorgen können. Nichts hätte sich getan. Nicht weil Du "schlecht" bist, sondern die "aufnehmende Gesellschaft" boshaft.



Ich habe auch zur Probezeit nur meine eigene Arbeit gemacht und das schneller, fleißiger und zügiger als im Normaltempo.

Jetzt, ich habe unbefristeten Vertrag, jetzt arbeite ich langsamer, komme sogar oft spät und gehe mal früher, juckt keinem.

Man sollte keinen Job machen wofür man nicht befugt ist.
PUNKT! Egal ob es die 1. Arbeitswoche oder die 784. ist.

Denn irgendwo hängt das mit der Versicherung zusammen.

Angenommen du wechselst freiwillig den Seifenspender, hast aber ausgerechnet gegen diese Seife eine Allergie und kriegst dadurch Hautausschlag, was auch immer, dir wird übel und dann sitzt die Firma auf dem Schaden!
Dann haben sie einen großen Ärger am Hals, nach dem Motto "sie lassen solche Arbeiten von einer UNBEFUGTEN Person machen die obendrein eine Seifenallergie hat".

So eben mal nach dem Motto "oh ich mach das schon ich helf da schon" kann plötzlich die Gesundheit kosten.

Mach das nicht und macht das nicht!

Ist in der IT auch so.
Unser Chef, sowohl der damalige türkische Chef als auch der jetzige Deutsche, MAHNT UNS:

Arbeit, wofür ihr nicht befugt seid, macht ihr NICHT.
Auch der türkische Chef war da sehr kleinlich.

Beispiel IT und die Abteilung die mehr Organisatorisches macht, zum Beispiel Sofas schleppen.

Sofas schleppen und Hardware, Kabelkram fürs Zimmer beschaffen sind 2 Welten.

Wenn ich meinem Arbeitskollegen von der Organisationsabteilung beim Sofa schleppen helfen "würde" heißt es sofort
"du bist nicht versichert für diese Arbeit, NICHT helfen!"

Wenn mir beim Sofa schleppen was passiert, im Rücken oder Wirbelsäule, dann habe ich die Arschkarte gezogen, weil ich nicht für diese Arbeit versichert bin.

Ich bin versichert, wenn ich bei Steckdosen einen Stromschlag kriege.
Aber bei Sofas schleppen bin ich nicht versichert.


Also, geht nicht blauäugig mit Gesundheit und Leben vor.
 

grünesblau

Well-Known Member
AW: unterordnen..

ach so richtig aufhängen ist es eigentlich nicht...
es war nur so ein nachsinnen, wegen dem telefonat am sonnabend mit dem big boss, der mir da mitgeteilt hat, das mich die kollegen eben nicht wollen...

und dieses wort des unterordnen´s blieb irgendwie hängen ....

ich hab ja schon ne bewerbung am laufen..und ein jobangebot in der türkei..jetzt werden die zähne gerichtet und dann gehts weiter..2013 ist noch lang genug etwas zu verändern :)))

Na, das ist doch wonnebest! :wink:

Dann kannste Dich ja jetzt gepflegt mit dem Popo draufsetzen, was da ablief. Manchmal soll's einfach nicht sein und dann wartet was viel Besseres.

Würde das mit dem "Unterordnen" nicht überbewerten. Wenn es da wirklich derart chaotisch ablief, brauchste das Raster der Selbstreflektion wohl nicht ganz so eng einstellen.
 

Brunhilde82

Forumskönigin
AW: unterordnen..

Ich habe auch zur Probezeit nur meine eigene Arbeit gemacht und das schneller, fleißiger und zügiger als im Normaltempo.

Jetzt, ich habe unbefristeten Vertrag, jetzt arbeite ich langsamer, komme sogar oft spät und gehe mal früher, juckt keinem.

Man sollte keinen Job machen wofür man nicht befugt ist.
PUNKT! Egal ob es die 1. Arbeitswoche oder die 784. ist.

Denn irgendwo hängt das mit der Versicherung zusammen.

Angenommen du wechselst freiwillig den Seifenspender, hast aber ausgerechnet gegen diese Seife eine Allergie und kriegst dadurch Hautausschlag, was auch immer, dir wird übel und dann sitzt die Firma auf dem Schaden!
Dann haben sie einen großen Ärger am Hals, nach dem Motto "sie lassen solche Arbeiten von einer UNBEFUGTEN Person machen die obendrein eine Seifenallergie hat".

So eben mal nach dem Motto "oh ich mach das schon ich helf da schon" kann plötzlich die Gesundheit kosten.

Mach das nicht und macht das nicht!

Ist in der IT auch so.
Unser Chef, sowohl der damalige türkische Chef als auch der jetzige Deutsche, MAHNT UNS:

Arbeit, wofür ihr nicht befugt seid, macht ihr NICHT.
Auch der türkische Chef war da sehr kleinlich.

Beispiel IT und die Abteilung die mehr Organisatorisches macht, zum Beispiel Sofas schleppen.

Sofas schleppen und Hardware, Kabelkram fürs Zimmer beschaffen sind 2 Welten.

Wenn ich meinem Arbeitskollegen von der Organisationsabteilung beim Sofa schleppen helfen "würde" heißt es sofort
"du bist nicht versichert für diese Arbeit, NICHT helfen!"

Wenn mir beim Sofa schleppen was passiert, im Rücken oder Wirbelsäule, dann habe ich die Arschkarte gezogen, weil ich nicht für diese Arbeit versichert bin.

Ich bin versichert, wenn ich bei Steckdosen einen Stromschlag kriege.
Aber bei Sofas schleppen bin ich nicht versichert.


Also, geht nicht blauäugig mit Gesundheit und Leben vor.

In der Gastronomie ist das Utopie!!
 
I

isviçre

Guest
AW: unterordnen..

Turkuvaz, Du hast im Prinzip recht. Von der Seife geht nach menschlichem Ermessen keine Gefahr aus. Sie enthält keine klassischen Allergene.

Ein drastisches Problem hätten wäre, wenn sich "WC-Keime" ausserhalb der Toilette nachweisen liesse..

Schwere Pakete überlasse ich natürlich den kräftigen Jungs.
 
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