Untreue sagen, oder sich lieber raushalten?

  • Ersteller des Themas nordish
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Es liegt nicht in meinem Interesse, ein Ehe zu zerstören, und Kinder traurig zu machen...
Ich bin nur der Meinung, sie sollte es wissen.... dann können die beiden ja entscheiden, was sie daraus machen.
Ich gehe von mir aus... ich würde es wissen wollen.
Dann kann ich ihm ja entweder verzeihen oder ihn vor sie Tür setzen...


solange du davon nicht wirklich in der realität betroffen bist, sind sämtliche gedanken nur theorie!!! die menschen sind so schnell dabei mit "ich würde, ich würde"........dann kommt die realität und alles ist anders! vor zehn jahren hatte mein schwager seine midlife crisis (ein bissel früh, aber na,ja) und ein verhältnis gehabt. sie wesentlich jünger und gut zu wenden, da nur die hälfte meiner schwester. meine schwester stürzte ins bodenlose und ich musste fassungslos zusehen. die junge frau hat ihm aber ganz schnell den laufpass gegeben, da sie mit den umständen nicht klar kam. natürlich kam er reumütig zurück, aber er hatte noch bock auf selbstbestätigung. in seiner blödheit prahlte er damit umher, so dass ich es erfuhr! ich war stinksauer! meine schwester hatte nur einen wunsch, sie wollte ihr altes leben zurück! ich habe ihn mir damals gegriffen und gesagt, dass ich zu meiner schwester gehe, sollte ich jemals wieder etwas erfahren. denn ich ertrage es nicht, meine schwester leiden zu sehen und möchte ihr noch in die augen sehen können. danach habe ich nie wieder was von solchen geschichten gehört und inzwischen hat diese nummer den begriff "midlife crisis" von mir bekommen.
 

Wenn zwei Menschen etwas tolles und aufregendes teilen wie die Sexualität und sich dabei gegenseitig befriedigen, verbindet das auf natürliche Weise. Man nimmt Anteil aneinander und weil es schön ist, will man es natürlicherweise auch wieder erleben. Wo der Mann sich im Akt unbewusst nur als (vielleicht sogar schuldhaft) Nehmender wahrnimmt und die Frau als Gebende, ist das Ausdruck einer patriarchalischen Prägung. Der Machismo, wonach sich der Mann unbewusst als aktiven Täter (Macher), die Frau als passives Opfer sieht, ist eine kollektive Störung. Der Mann hält sich selbst unbewusst für schlecht, weil er glaubt, er wolle/könne nur nehmen, nicht geben. Seiner mangelnden Selbstachtung entsprechend reagiert er unsensibel und neigt aus schlechtem Gewissen dazu, sich vor bzw. nach dem Akt vom Partner abzuwenden, was die Frau wiederum nicht versteht. Macht und Kontrolle über das andere Geschlecht stehen beim Machismo im Vordergrund, wodurch Liebesbeziehungen früher oder später beschädigt werden.
 
Für mich nicht mehr. Emotionaler Betrug tut weitaus mehr weh als sexueller. The latter I can tolerate easily, the former would devastate me!

Das ist Augenwischerei. In der Beziehung ist der Sex immer Teil des Gesamtpakets und selbstverständlich auch mit Emotionen besetzt. Und irgendein Gefühl treibt dich auch zum Fremdgehen. Was das ist und wie es sich auswirkt, kanst du aber vorher gar nicht wissen und auch deinem Partner nicht vermitteln. Der oder die hat also schon mal gar keine Chance, das zu trennen. Und die Wahrscheinlichkeit, dem Menschen, den du liebst, Schmerz zuzufügen, ist so groß, dass ich mir nichts vorstellen kann, was das rechtfertigt.
 
Vielleicht fragt irgendjemand den Mann einfach mal in einer ruhigen Minute, was da abgeht und ob es in seiner Ehe kriselt. Spruch in der Küche meiner Oma: Ein aufrichtiges Wort zur rechten Zeit hat verhütet schon manch Herzeleid.
Man kanns jetzt auch echt unnötig verkomplizieren.
Und ja, ich würde allen in den Hintern treten, die dabei zusehen, wie ich einen Betrug als letztes erfahre.
 
Und die Wahrscheinlichkeit, dem Menschen, den du liebst, Schmerz zuzufügen, ist so groß, dass ich mir nichts vorstellen kann, was das rechtfertigt
Deshalb, das war ja das ursprüngliche Thema, würde ich diesen (vermeintlichen?) Schmerz selbst nie provozieren wollen, durch Enthüllung oder wie auch immer.

Es ist Fakt, dass viele Menschen ihren eigenen Seelenqualen, die durch eine solche Situation entstehen, Luft machen wollen, gar müssen vielleicht. Ohne Rücksicht auf die vielleicht vermeidbaren Schmerzen des anderen.
Deshalb mahne und warne ich.
 
Es ist Fakt, dass viele Menschen ihren eigenen Seelenqualen, die durch eine solche Situation entstehen, Luft machen wollen, gar müssen vielleicht. Ohne Rücksicht auf die vielleicht vermeidbaren Schmerzen des anderen.
Deshalb mahne und warne ich.

Das tun sie in aller Regel ja trotzdem, halt einfach auf andere Weise: der oder diejenige wird verschont und stattdessen zum Gesprächsthema. Und glaub mir: Das will auch niemand.
 
Unabhängig von dem eigentlichen Fall, um den es hier geht....


Warum muss man aus allem eine Wissenschaft machen?
Da sind zwei Menschen, die lieben sich, haben eine Beziehung... der eine Part kann nicht monogam leben.
Dann ist es seine Pflicht, seinen Partner darüber zu informieren. An dem liegt es dann zu entscheiden, ob er es duldet oder ob es das dann war.

Man kann nicht auf der einen Seite eine tolle/n Frau/ Mann und süsse Kinder haben wollen, und auf der anderen Seite wild alles beschlafen, was nicht bei drei aufm Baum ist (wenn der Partner das nicht akzeptieren kann).
Dann sollte man in den sauren Apfel beissen, und sich entscheiden.

Wie ich schon sagte, keiner muss monogam leben. Jeder hat die Wahl.
 
Es ist Fakt, dass viele Menschen ihren eigenen Seelenqualen, die durch eine solche Situation entstehen, Luft machen wollen, gar müssen vielleicht. Ohne Rücksicht auf die vielleicht vermeidbaren Schmerzen des anderen.

Es geht doch nicht um meine "Seelenqualen".... oder um die meines Mannes.... wir können nach wie vor gut schlafen in dieser Situation. Unser Leben geht weiter.

Vermeidbare Schmerzen....
Ich stelle mir die Schmerzen vor, sollte sie es erfahren.... Dann kommt du dem Schmerz, des betrogen worden seins noch der Schmerz des von vielen Menschen betrogen worden zu sein dazu.
Ich persönlich kenne keinen Fall von "oh, ich betrüge meinen Partner nicht mehr" weil derjenige auf einmal Reue empfindet. Meist macht der so lange weiter, bis es raukommt, und es kommt immer raus.
Und dann wie gesagt die Enttäuschung, dass alle geschwiegen haben.
 
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