Ursprünge der Redewenden

M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Ursprünge der Redewenden

den löffel abgeben...................................( sterben)

Kommt daher ,dass früher bei der einfachen Bevölkerung nicht im Überfluss vorhanden waren , und so , wenn der Aelteste starb , der Jüngste seinen Löffel bekam .

Der Aelteste hatte also seinen Löffel abgegeben.


Gruss Wally

Wenn wir schon bei dem Thema sind:

"Ins Gras beissen."

Es gibt verschiedene Deutungen der Redewendung. Eine davon bezieht sich auf antike Vorbilder (Homers "Ilias" 2,418/11,749; Vergils "Aeneis" 11,418 ), wo das Sterben des Helden im Kampf naturalistisch als Sturz und "in den Staub beißen" geschildert wird. Diese Vorbilder haben im romanischen Raum zu Redensarten geführt (franz.: "mordre la poussière"; ital.: "mordere la terra"), die möglicherweise ins Deutsche übernommen wurden (belegt seit 1546). Eine andere Deutung sieht Bezüge zur so genannten "Notkommunion", bei der im Mittelalter einem Sterbenden anstelle der Hostie notfalls auch etwas Gras oder Erde in den Mund gesteckt werden konnte. Letztere Deutung könnte den Bildwechsel von (antik/romanisch) "Staub", "Erde" zu (deutsch) "Gras" erklären "

(Quellle: redensarten.de)

Das mit der Hostie die in kargen Zeiten durch Gras ersetzt wurde war mir auch neu.
TT bildet. :lol:
 

waltraut

Active Member
AW: Ursprünge der Redewenden

Dies schrieb ich vor längerem hier auf dem Forum, doch es hatte in den thread nicht recht hineinpassen wollen - gut also, daß hier nun der richtige Ort für solcherlei Dinge ist:

Vielfach ist die ursprüngliche Bedeutung heute jedem geläufiger und angesehener Wörter kaum mehr bekannt und oft würde anderenfalls der betroffene Begriff dann kaum noch in den Mund genommen werden.

So auch wird es wohl mit dem Wort "Wonneproppen" sein, mit dem meist Eltern oder Großeltern ein besonders niedliches, meist jedoch übergewichtiges (fettes) Kind betiteln.

Nun ist es aber so, daß „Wonneproppen" im Mittelalter etwas ganz anderes meinte...
„Wonne“ steht für wohlige Freude, sinnliche Lust; „Proppen" ist das mittelhochdeutsche Wort für „Pfropfen", also ein stopender Faßverschluß aus Kork oder Holz. „Wonneproppen" kann also zusammengesetzt mit „Freudenpfropfen" oder “Lustpfropfen" übersetzt werden und tatsächlich bezeichneten Frauen im deutschen Mittelalter, also einer Zeit recht praller Umgangsformen, einen relativ kurzen, aber dicken Penis als einen „Wonneproppen".

Ich habe darüber früher einmal in einem Fachbuch über Linguistik gelesen - schon interessant, was dort so alles erwähnt wird.
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Jetzt hab ich echt Spass , da waer ich ja nieeeeeeeeeeeeeeee drauf gekommen. Danke, also dieser Thread macht echt Spass.


Gruss Wally
 
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