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Ich auch nicht. Ich hab bloß den Fimmel, die Dinge immer möglichst genau wissen zu wollen. Und das Schlimme ist, dass eigentlich alles interessant ist, wenn man sich erstmal damit beschäftigt.. :biggrin:
@marion42, diesen Bericht fand ich bei Spiegel online.
BRUTALE AFFEN
Schimpansen-Weibchen töten fremden Nachwuchs
Schimpansen sind nicht nur liebende Eltern: Im Zweifelsfall töten sie die Jungen anderer Weibchen. Bislang war dieses Verhalten nur von Männchen bekannt, doch nun haben Forscher erstmals auch Kindstötungen durch weibliche Tiere beobachtet.
Sechs Weibchen einer lokalen Gruppe attackieren ein fremdes Weibchen, das einen etwa eine Woche alten Säugling auf dem Bauch trägt. Als das Opfer nach einer Verletzung zu fliehen versucht, nehmen die Angreiferinnen die Verfolgung auf, stellen das Weibchen und trennen es nach einem weiteren heftigen Kampf von seinem Jungtier. Anschließend tötet eines der ortsansässigen Weibchen das Junge mit einem Biss in den Kopf.
REUTERS
Schimpansen: Jungtiere getötet durch Biss in den Kopf
Dass weibliche Schimpansen derart brutal vorgehen, war auch den schottischen Primatenforschern um Simon Townsend von der University of St. Andrews neu. Gleich in mehreren Fällen haben die Forscher in Uganda beobachtet, wie Gruppen von Weibchen einen fremden Säugling töteten. In zwei weiteren Fällen habe man eindeutige Hinweise auf ein solches Verhalten gefunden, schreiben der Biologe und seine Kollegen in der Fachzeitschrift "Current Biology" (Bd. 17). Zwar hatte bereits die berühmte Schimpansenforscherin Jane Goodall in den siebziger Jahren über ähnliche Fälle berichtet, sie jedoch als krankhaftes Verhalten der beiden betreffenden Weibchen interpretiert. Die neuen Beobachtungen deuteten nun darauf hin, dass solche Kindstötungen keineswegs Einzelfälle seien, schreiben Townsend und sein Team. Die Tötungen waren keine Begleiterscheinung von Aggressionen durch Männchen, berichten die Forscher - im Gegenteil: In einem Fall hatte eines der älteren Männchen vergeblich versucht, die Kämpfenden zu trennen. Auch die Beteiligung Fremder konnten die Forscher ausschließen. Es müsse sich daher um ein natürliches Verhaltensmuster der Weibchen handeln.
Da in zwei Fällen Weibchen beziehungsweise deren Jungtiere, die nicht zur Gruppe gehörten, Ziel der Angriffe waren, dienten die Aggressionen der Weibchen möglicherweise dazu, die Konkurrenz um Futter und Paarungspartner zu verringern. Diese hatte in der beobachteten Gruppe in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen, da ungewöhnlich viele Weibchen mit ihren Jungtieren zur Gruppe gestoßen waren. Dadurch verschob sich das Geschlechterverhältnis Männchen zu Weibchen von 1:1 auf 1:3. Die Ergebnisse zeigten, dass die Fähigkeit, bewusst tödliche Angriffe herbeizuführen, nicht wie bislang angenommen eine rein männliche Eigenschaft sei, sondern unter bestimmten Bedingungen auch bei Weibchen vorkommen könne. cis/ddp