Vorurteile

AW: Vorurteile

Zu den blöden Sprüchen, die kommen, kann ich noch einen hinzufügen. Auf die Nachricht, dass mein Freund und ich heiraten wollen, von einer guten Freundin, gebildet, viele Jahre bei amnesty engagiert: "Hast du keine Angst, dass er dich umbringt, wenn du irgendwann mal auf die Idee kommst, dich wieder scheiden zu lassen?"


Zitat von Zerd:
was sind vorurteile eigentlich? was zeichnet sie aus und was unterscheidet sie von urteilen, die keine vorurteile sind?

Ich habe dazu schon mal in einem anderen Thread die wikipedia-definition gepostet, erfolglos allerdings. Seitdem glaube ich, dass zum Wesen von Vorurteilen gehört, dass die, die sie haben, nur schwer davon zu überzeugen sind, dass es keine Urteile sind. Und die Grenzen sind natürlich auch fließend: Wir haben alle Vorurteile, ohne könnten wir nicht überleben. Wir nehmen an, was uns jemand sagt, der vertrauenswürdig erscheint und pauschalisieren einzelne Erfahrungen, die wir gemacht haben. Mal liegen wir damit richtig und mal führt uns das in die Irre. Ich denke, wichtig ist einfach die Bereitschaft, sich selbst und die eigene Meinung immer wieder in Frage zu stellen.

Andrea
 
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Zitat von alteglucke:
Zu den blöden Sprüchen, die kommen, kann ich noch einen hinzufügen. Auf die Nachricht, dass mein Freund und ich heiraten wollen, von einer guten Freundin, gebildet, viele Jahre bei amnesty engagiert: "Hast du keine Angst, dass er dich umbringt, wenn du irgendwann mal auf die Idee kommst, dich wieder scheiden zu lassen?"

Andrea


Das ist ja echt superheftig. Hat sie noch nie multi-kulti-Ehen gesehen?
 
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jeder mensch hat vorurteile vor irgendwas, sich davon frei zu sprechen wär falsch. also was solls machen wir das beste raus.
 
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Das ist eher das Problem bei meiner Mutter. Wobei mir einfällt: Gibt es nicht irgendein schönes richtiges Frauenbuch, in dem Multi-Kulti-Ehen positiv dargestellt werden?

Bemerkenswert finde ich übrigens noch, dass ich keinen türkischen Mann kenne, der "Nicht ohne meine Tochter" und die Auswirkungen nicht kennt.
 
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ich schreib bald eines über uns...wobei dann viele vielleicht sagen, das gibts doch gar nicht...aber es ist ebenso...:p
ein wirklich positives buch kenne ich nicht, habe aber genug bücher über haremsdamen und wahre frauengeschichten...aber eben für vorurteile nicht gerade positiv auswirkend...
 
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Zitat von alteglucke:
Das ist eher das Problem bei meiner Mutter. Wobei mir einfällt: Gibt es nicht irgendein schönes richtiges Frauenbuch, in dem Multi-Kulti-Ehen positiv dargestellt werden?

Bemerkenswert finde ich übrigens noch, dass ich keinen türkischen Mann kenne, der "Nicht ohne meine Tochter" und die Auswirkungen nicht kennt.

Also ich finde: Wir sind eure Töchter, nicht eure Ehre! von Serap Cileli schön, da sie nach einer schlimmen Zwangsehe welche wohl alle Vorurteile zhunächst bestätigt, in der Türkei den Mann ihres Lebens Ali kennenlernt und mit ihm zusammen nach Deutschland geht. Er ist Türke und unterstützt sie sogar im Kampf gegen Vorurteile, Frauendiskriminierung, etc. Ein toller Mann, habe ihn vor zwei Wochen kennengelernt. Vielleicht braucht deine Mutter so einen Roman?
 
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Zitat von alteglucke:
Ja, vielen Dank, genau so was suche ich für sie.

Man sieht in dem Buch die beiden Seiten gut.
Serap wird zwangsverheiratet, geschlagen, missbraucht von ihrem ersten Mann mit dem sie auch Kinder hat. Doch dann VERLIEBT sich Ali in sie und als sie geschieden ist kommen die beiden-trotz grossem Familienbruch mit Alis und ihren Eltern zusammen- und sind bis heute sehr glücklich. Natürlich ist der Anteil des Leides im Buch größer, da sie sich ja vorgenommen hat dagegen anzukämpfen. Aber Ali zeigt auch heute, dass er zu seiner Frau steht und mit ihr kämpft. Und das als Türke aus Mersin. Sie haben beide mit ihren Familien gebrochen.
Du kannst Serap Cileli am 18. Oktober auf WDR in einem Interview sehen um 22 Uhr.
 
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