AW: Vorurteile
Zerd, ist wohl so, dass ich mich nicht wie du mit poetischem oder philisophischem Schreiben beschäftigen.
Daher sag ichs mal so, wie es mir spontan in den Sinn kam, wie ich meine Gedanken zu deinen Äusserungen be-/ver-/vor-(ver)urteile. (Suchs dir aus, ich bin so tolerant):
Du bist ein Fisch.
Ohne sagen zu wollen, du wärest so gering-wertig wie ein Fisch oder so, wenn er denn
überhaupt geringwärtiger sein sollte.
Aber ich möchte nicht dein Kind sein.
Das ist alles subjektiv, was ich schreibe, bitte erkläre mir es nicht.
Du versuchst alles was für Menschen existent ist mit deiner Intepretation, deinem vor/-urteil
vom Leben in Luft auszulösen.
Hoffentlich hast du nicht vor sowas zu sagen wie:
"Kann ich doch gar nicht in Luft auflösen, die Worte sind ja gesagt, oder so"
Das mag jetz arrogant klingen. Der Grund ist, dass es mich echt sauer gemacht hat. Mindestens zweimal.
Ja, du gibst ja freimütig zu, dass du auch Vorurteile hast. Gut, soweit so gleich.
Das tun auch Andere hier (das vorurteilen).
Ich möchte mir jetzt keine Gedanken darüber machen, ob ich Vorurteil und Urteil so vergleiche wie du, mir scheint, du willst sie quasi gleichsetzen. Ich glaub ich seh das anders.
Und bevor du mir jetzt sagen solltest, das sei mein gutes Recht, das so zu sehen,
sage ich dir, dass es das für mich immer ist, meine eigene Meinung zu bilden, aber es stösst mich ab, dass du die Meinungen, Erfahrungen anderer so
mit deinen Worten nivellierst, einebnest, in Luft auflöst, vom Subjekt zum Objekt machst.
Ich finde, dass tuen andere auch, aber ich finde von deiner Philosophie-Affinität her, könnte man etwas mehr von dir verlangen. (Vielleicht auch deswegen gerade nicht).
Und spontan dafür hingeworfene Worte wären Zuvertrauen,
Grossmut, Entspanntheit, Wärme, Liebe, Respekt, Toleranz, real sein.
Du und viele andere stellen überhaupt keine Fragen, wenn ihnen etwas vielleicht
ungewöhnlich/nicht glaubhaft/irreal/überzogen/ungerecht/erstaunlich vorkommt.
Hab eine Frage von dir gesehen und eine von Inada auf meine Post im thread "Wer bin ich"Wenn man nie was fragt, aber immer etwas behauptet, könnte man nicht nur vorurteilsbelastet sondern auch ignorant sein.
Ich weiss nicht allzuviel von dir natürlich, habe aber bemerkt, in anderen threads hier, dass du dich bisweilen/oft auf literarischem, philosophischem Terrain vielleicht auch, bewegst.
Was auch immer ich dazu zähle.
Meine Vorurteile vom Leben, Respekt, Toleranz sehen z.B. so aus, dass ich es im Zusammenhang mit meinem Bild von Respekt unrespektabel finde, wie du
a) auf das erlebt Erzählte von Leuten reagierst (Nivellierung)
und
b) deinen Philosophie-Stiefel hier durchziehst.
In dem Zusammenhang wär ich wirklich neugierig, wenn du dazu bereit wärest deine persönliche Auffassung von Toleranz darzustellen. Da gibt es ja nen Thread zu.
Ist nur ne Frage, oder Bitte, die du natürlich das Recht hast abzulehnen, wenn es dir zu
intim ist oder so.
Aber ich wäre gerade ein bisschen Neugierig.
Zum Respekt gehört für mich auch, dass du dich versuchst in deiner Kommunikation, deinen Äusserungen, oder deiner Ansicht von der Welt auch einmal in die Perspektive des anderen Menschen zu versetzen.
Vielleicht glaubst du ja auch, du hast das schon soviel gemacht, dass gar nichts mehr als existent gilt, sondern nur aus Urteilen/Vorurteilen besteht. Oder aus Wortkombinationen von dir, ggf solche, die alles wegreden können wollen.
Und der Mensch ein Luftikus-Gewürm-Objekt ist.
Aber andere Leute mögen z.B. eine Idee von Existenz haben. Und du sollst das für mich nicht bestimmen, wer Recht hat.
Dass z.B. jeder Mensch das Recht hat, sein Sein als existent und seine Subjektivität auch als Teil der Wahrheit zu sehen. Bitte erwarte nicht, dass ich diser Dinge in philosophischer Weise z.B. richtig benutze, da ich bisher noch nicht ein philosophisches Buch oder so gelesen habe. Ich bin in meinem Leben sehr viel Amateur, dafür allround denk ich.
Was ich aufschreibe ist nicht Philosophie (zumindest nicht in erster Linie von mir
beabsichtigt), sondern was ich denke, ganz einfach.
Du kannst dich also nicht drauf verlassen, dass mein Sprachcode dem deinen entspricht, wenn du mir auf meinem Sprachcode jetzt gerade folgen kannst.
Ich habe auch nicht vor immer zu versuchen, mich auf deinen Sprachcode zu verständigen zu versuchen.
Ich versuchs diesmal, weil ich ganz pragmatisch hoffe, dass du ein bisschen verstehst was ich sagen will.
Du magst recht gescheit sein, wobei ich mich bei Beurteilungen von gescheit, Verstand, Intelligenz nicht einem Schema unterwerfen möchte.
Oder gar einen Menschen daraufhin einordnen möchte, was meine Sympathie ihm/ihr gegenüber angeht.
Will sagen, ein einfälltigerer Mensch mit mehr Herz oder weniger Worten könnte mir eventuell viel vernünftiger vorkommen z.B.
Sei glücklich geschätzt, falls du solche Erfahrungen nicht machst.
Aber wenn der Iraner so das Gesicht verzogen hat, dann erlaube auch ich mir z.B. das
Vorurteil, dass ich durch meine Teilnahme am Leben gebildet hat, doch eher zu vermuten, dass er höstwahrscheinlich nicht gerade eine Magenverstimmung hatte, und ob seine Familie oder Freunde von Türken umgebracht worden sind, wäre eine Möglichkeit, aber für mich ist es eben genauso möglich, dass es nicht so wahr, und meine Lebenserfahrung sagt mir, er könnte aus
Dummheit/Unwissenheit/Rassismus/Ignoranz/Arroganz so gehandelt haben, weil ich schon mal nen paar pseudo-schlaue, geschichts interessierte Iraner gesprochen haben, die z.B. glauben, die Türken hätten nie im Iran regiert, geherrscht oder son Schwachsinn.
Da gibt es jede Menge, die die Existenz von vielleicht 20-30% türkischstämmigen/kulturigen Menschen leugnen wollen.
Ich kenne auch noch einen, auch kein dummer, der seine türkischen Wurzeln verleugnet. Und das ist nicht unüblich.
Du kritisiertes doch die Diplom-Arbeit, deren Link ich gepostet habe:
http://www.turkish-talk.com/identitas-wesenseinheit/6454-alles-getuerkt-tuerkenbild.html
Nach deiner These, sind Vorurteile doch nur quasi diskriminerte Urteile, die durch die Silbe "-Vor" eine Ächtung erfahren oder beschreiben.
Zerd, ächtest du morgens erst eine Brotscheibe, bevor du urteilst, dass dein Brötchen die bessere Wahl ist? Hey, lass uns mal nicht so theoretisch terrorisieren.
Und mit einem Handstreich willst du die ganze Arbeit, deren Inhalt in Frage stellen.
Wo auch immer das bei dir herrührt. Und ich bin hoffentlich niemals so Weltfremd und weit entfernt von der subjektiven Welt/dem geschilderten Empfinden anderer, dass ich direkt ne Diskussion/Erörterung über Ohrfeige anfangen muss wenn ein Mitmensch (seelisch) geohrfeigt wird.
Das erinnert mich an kopflastige Eltern, die ihr Kind platt und schwindelig reden, und sich dann noch für Freigeister halten.
Jeder Einzellne könnte mit seiner, aus deiner Sicht vielleicht naiven oder einfälltigen
Sichtweise mehr die Wahrheit ausdrücken als du, laut meiner Auffassung.